Türkische Presse Europa

17. und 18.01.2010 – Quotenregelung, Visum, Kulturhauptstadt

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen greifen die Klausurtagung der CDU in Berlin auf, bei der beschlossen wurde, Zuwanderer zu gewinnen. Außerdem geht es um die Visumspflicht türkischer Staatsangehöriger und die Feierlichkeiten in Istanbul anlässlich des Titels „Kulturhauptstadt 2010“.

Dienstag, 19.01.2010, 8:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:45 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

17.01.2010

CDU öffnet sich Zuwanderern
Über die Klausurtagung der CDU in Berlin berichten die SABAH und MILLIYET (wir berichteten). Insbesondere betonen die türkischen Tageszeitungen die Pläne der CDU, mehr Zuwanderer für die eigenen Reihen zu gewinnen.

Bildungsreform
Grünen-Chef Cem Özdemir habe der SABAH zufolge eine grundlegende Strukturreform des deutschen Schulwesens gefordert und betont, dass die Herkunft keine Rolle spielen dürfe.

Die TÜRKIYE berichtet parallel dazu über die Schulreform in Berlin. Die Hauptschulen sind abgeschafft und alle Schüler können Abitur machen, heißt es.

Unterdessen habe die integrationspolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag, Mürvet Öztürk, in Offenbach gesagt, dass Grundvoraussetzung für Erfolg eine gute Bildung sei.

WDR-Köln Radyosu
Die Entscheidung über Kürzungen türkischsprachiger Radioprogramme des Westdeutschen Rundfunks (wir berichteten) stehe einer Meldung der HÜRRIYET zufolge kurz bevor. Die Gespräche über die Zukunft des unter türkischen Zuhörern Kultstatus erlangten „Köln Radyosu“ liefen derzeit auf Hochtouren.

Rückkehrprämien in Dänemark
Laut HÜRRIYET wird in Dänemark derzeit über eine Rückkehrprämie für Ausländer debattiert. Für Erwachsene seien 15.800 Euro und für Kinder 4.800 Euro im Gespräch. ATIAD-Vorsitzender Prof. Recep Keskin kommentierte diese Vorstoß Danemarks mit: „Auch Deutschland hatte diesen Fehler gemacht“.

Holding-Betrug
Ausführlich berichtet die MILLIYET über eine Gerichtsentscheidung des Berliner Landgerichts. Der Kläger sei von einem Holding um 20.000 Euro betrogen worden. Das Holding habe das Geld genommen und dem Kläger hohe Renditen versprochen. Die MILLIYET berichtet nun, dass der Kläger vor Gericht Recht bekommen habe und auch schon sein Geld wieder habe. Diese Entscheidung könne Wegweisend für viele Betroffen sein, so die Zeitung.

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