Türkische Presse Europa

12.01.2010 – Visafreiheit, Volksabstimmung, Jugendliche

In der türkischsprachigen Presse vom Dienstag kritisiert Prof. Gümrükcü den Umgang mit Türken in Europa. Außerdem wird von einem neuen Schweizer Referendum berichtet. Der hessische Arbeitsminister apelliert an türkischstämmige Jugendliche.

Mittwoch, 13.01.2010, 6:57 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:44 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Europa gewährt Türken nicht ihre Rechte
Diesen Vorwurf formuliert der Vorsitzende der Forschungsgruppe „Visafreies Europa“ und Professor an der Akdeniz Universität, Harun Gümrükcü, in der SABAH, TÜRKIYE und MILLIYET. Gümrükcü kritisierte auf einer Veranstaltung in Hamburg, dass türkische Staatsbürger in Europa rechtlich nicht gleich behandelt werden.

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Einem EU-Bürger werde viel schneller ein Arbeitsplatz vermittelt als einem türkischen. Außerdem könnte die Teilnahme am Wehrdienst in der Türkei für junge Türken den Verfall des Aufenthaltsstatusses bedeuten. Gümrükcü erinnerte auch daran, dass die FDP in der Koalition parlamentarische Anträge hinsichtlich der Rechte von Türken eingebracht hätte. Die gleiche Sensibilität werde von ihr jetzt auch in der Regierungsverantwortung erwartet.

Schweizer Referendum für Abschiebungen
Nach Berichten der SABAH und HÜRRIYET steht in der Schweiz eine neue hitzige Referendumsdebatte an. Die schon für das Minarett-Verbot verantwortlich zeichnende SVP will demnächst einen Antrag zur Volksabstimmung über die Abschiebung von „kriminellen“ Ausländern einbringen. In Umfragen sprachen sich 68 Prozent der Befragten für solch eine Regelung aus.

Hessen: Wir brauchen türkische Jugendliche
In der ZAMAN spricht der hessische Arbeits- und Familienminister Jürgen Banzer (CDU) die Bedeutung der Jugend für die Zukunft Deutschlands an. Man brauche alle Jugendlichen, auch die türkischen. Türkische Jugendliche müssten ihren Platz auf dem Wirtschafts- und Arbeitsmarkt einnehmen. Türkischen Jugendlichen empfehle er gute Deutschkenntnisse und einen guten Abschluss. Bei einer Ausbidlungsmöglichkeit solle man nicht zu wählerisch sein. Sie dürften nicht vergessen, dass es Dutzende von unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten gebe.

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