Türkische Presse Türkei

18.11.2009 – Gül, EU-Beitritt, Öcalan

Die türkischen Tageszeitungen berichten heute über die internationalen Kontakte der Staats- und Regierungschefs, sowie über die Verlegung von 5 Häftlingen in die Haftanstalt auf der Insel Imrali, wo auch der Terroristenführer Abdullah Öcalan seine Strafe absitzt.

Von Mittwoch, 18.11.2009, 12:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18.08.2010, 23:15 Uhr Lesedauer: 6 Minuten  |  

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Gül fordert ein umfangreicheres EU-Verständnis
Habertürk schreibt, Staatspräsident Abdullah Gül habe gestern im Palas Cankaya zu Ehren des italienischen Staatspräsidenten ein Dinner gegeben. Staatspräsident Gül habe in seiner Rede gesagt, Frieden und Wohlstand in Europa, könne unter türkischer Beteiligung dauerhaft werden. Außerdem habe Gül von den europäischen Führern ein umfangreicheres EU-Verständnis eingefordert. Weiter schreibt Habertürk, der italienische Staatspräsident Napolitano habe in seiner Rede betont, dass Italien den türkischen EU-Beitrittsprozess mit großer Aufmerksamkeit verfolge.

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Auch die Tageszeitung Sabah berichtet über dasselbe Thema und räumt den Worten von Staatspräsident Abdullah Gül breiten Platz ein. Gül habe gesagt, die Türkei erwarte von den EU Ländern keine Vorrechte, Europa habe vor 20 Jahren die Mauer von Berlin abgerissen und sei nun im Begriff eine neue Mauer zu erbauen. Des Weiteren zitiert die Tageszeitung Sabah den italienischen Staatspräsidenten Napolitano, der in seiner Rede die Mitgliedstaaten der EU dazu aufgeordert habe, die der Türkei gegebenen Versprechen einzuhalten. Mit den Worten ‚Ein türkischer Beitritt in die EU sei ein Mehrwert für die EU‘ habe Napolitano die italienische Unterstützung für den türkischen EU Beitritt zum Ausdruck gebracht.

Erdogan trifft Berlusconi
Die türkische Tageszeitung Yeni Safak berichtet über das Treffen von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit seinem italienischen Amtskollegen Silvio Berlusconi in Rom. Erdogan habe auf dem Gipfel für Lebensmittelsicherheit in Rom gesagt, man könne nicht satt zu Bett gehen, wenn der Nachbar Hunger habe. Die Türkei könne den Bedarf an Grundnahrungsmitteln für ihre Bevölkerung selber decken, außerdem könne sie auch der globalen Lebensmittelsicherheit einen Beitrag leisten, habe Erdogan gesagt.

Die Tageszeitung Cumhuriyet schreibt, Ministerpräsident Erdogan habe anlässlich des Gipfels in Rom einige bilaterale Gespräche geführt, darunter auch mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Mörder mit lebenslanger Haft haben sich auf Imrali getroffen
Unter der Schlagzeile ‚Mörder mit lebenslanger Haft haben sich auf Imrali getroffen‘ schreibt die Tageszeitung Vatan, entsprechend der Aufforderung Europas, Öcalan aus der Einsamkeit zu retten, seien 5 Häftlinge, darunter auch der als Mörder von Tuzla bekannte Cumali Karasu in die Haftanstalt auf Imrali verlegt worden.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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  1. municipal sagt:

    „Die Türkei hat mit den Beitrittsverhandlungen begonnen und wird sie auch beenden.“

    Moment. Die EU hat mit den Beitrittsverhandlungen begonnen. Die Türkei hat die Mitgliedschaft BEANTRAGT. Die EU sagt eindeutig, das die Verhandlungen ERGEBNISOFFEN geführt werden. Wenn die Türkei die Bedingungen der zu eröffnenden Kapital nach Ansicht der EU nicht erfüllt (und die Entscheidung darüber liegt ausschließlich bei der EU, und NIHT bei der Türklei), wird sie nicht beitreten können.

    Mal ganz nebenbei…

    WER übersetzt eigentlich bei der „Generaldirektion für Presse und Information in Ankara“
    die Texte ins Deutsche? Das hört sich doch sehr nach einem Textübersetzungsprogramm an.

    Beispiel:

    Unterdessen befindet sich eine Delegation des Türkischen Außenministeriums für einige kontakte und besuche in İsrael.

    ???

    Und die „Hurra-Meldungen“ über die Türkei und seine Regierung erinnern doch stark an die Nachrichtensendungen der AKTUELLEN KAMERA der DDR.