Türkische Presse Europa
07.11.2009 – Türkischsprachiges Radio, WDR, Diyanet, Sarrazin
In der türkischsprachigen Presse in Europa vom Samstag wird der Abbau der türkischsprachigen Sendungen im WDR kritisiert. Außerdem wird über ein Symposium der Stiftungsprofessur für islamische Religion in Frankfurt berichtet. Auch das Thema Sarrazin taucht in der Berichterstattung wieder auf.
Montag, 09.11.2009, 10:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:19 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
WDR beschneidet zweisprachige Sendungen
Kritisch berichtet die HÜRRIYET über den geplanten Stundenabbau bei türkischsprachigen Programmen im WDR. Der Sender will aus Kostengründen in der Woche nur noch fünf statt wie bisher elf Stunden türkischsprachige Sendungen auf ihrem Sender Funkhaus Europa ausstrahlen. Die Sonntagssendungen die sich hauptsächlich an türkischstämmige Jugendliche und Erwachsene mittleren Alters richteten, sollen völlig entfallen.
Dabei wurden diese Sendungen sogar zweisprachig ausgestrahlt. Kritik bekommt der Sender insbesondere von seinen freien Mitarbeitern. Diese stellen heraus, dass diese Sendungen bisher eine Brückenfunktion einnahmen und eine positive Wirkung auf die Integration und das Zugehörigkeitsgefühl ausstrahlten. Nun laufe man Gefahr, dass sich gerade Jugendliche erneut in ihrer Ausgrenzung bestätigt fühlen könnten.
Neue Schritte zu einer islamischen Theologie in Deutschland
ZAMAN und HÜRRIYET berichten von einer Veranstaltung der Stiftungsprofessur für islamische Religion an der Universität Frankfurt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde mit den Unterschriften der Universtität Frankfurt und der türkischen Religionsbehörde Diyanet das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islams gegründet. Das Symposium „Geistiges Erbe des Islams“ fand von Donnerstag bis Samstag in der Universität Frankfurt statt.
Sarrazin hat Fehler gemacht
Mit diesen Worten kritisiert der Berliner FDP-Abgeordnete Volker Thiel in der MILLIYET die Äußerungen des Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin. Für das was er als Politiker getan hätte, verdiene Sarrazin Anerkennung. Doch mit seinen Äußerungen über Türken und Araber hätte er einen Fehler gemacht. Dafür hätte er sich entschuldigen müssen, was er aber immer noch nicht getan hätte.
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