Türkische Presse Türkei

06.10.2009 – Studie, Kurden, Sarkisyan, Diaspora, Babacan

Nach einer Studie seien die Kurden nicht für eine Unabhängigkeit und würden weder der Terrororganisation PKK noch dem Terroristenführer Öcalan vertrauen. Des Weiteren habe die USA-Reise von Sarkisyan das Ziel, für das geplante Protokoll mit der Türkei die Unterstützung der armenischen Diaspora zu erhalten. Schließlich wurde Staatsminister Ali Babacan als ‚ einer der Besten 40 Aufsteiger der zur Veränderung seines Landes beiträgt und ihn auf bester weise repräsentiert’ gewählt.

Von Dienstag, 06.10.2009, 14:39 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18.08.2010, 22:56 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Resultate einer Studie in Südostanatolien
In Cumhuriyet lesen wir über die Resultate einer Studie in Südostanatolien. Dem Blatt zufolge seien bei der Studie von Bilgesam in 17 Provinzen 8 Tausend 607 Personen befragt worden. Der Studie nach seien die Kurden nicht für eine Unabhängigkeit und würden weder der Terrororganisation PKK noch dem Terroristenführer Öcalan vertrauen.

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Diaspora wütend auf Sarkisyan
Die Zeitung Haber Türk meldet unter der Schlagzeile „Diaspora wütend auf Sarkisyan“, bei seinen Kontakten in Los Angeles im Rahmen seiner USA-Reise sei der armenische Staatspräsident, Serj Sarkisyan von mehr als 12 Tausend Armeniern protestieret worden. Die USA-Reise von Sarkisyan habe das Ziel, für das geplante Protokoll mit der Türkei die Unterstützung der armenischen Diaspora zu erhalten. Aber während des Treffens mit den Vertretern der armenischen Organisationen sei vor dem Beverly Hills Hotel eine Protestkundgebung veranstaltet worden. In den Parolen sei Sarkisyan aufgerufen worden, das Volk nicht zu verraten.

Neue griechische Ministerpräsident Yorgo Papandreu
Aus Zaman erfahren wir, der neue griechische Ministerpräsident Yorgo Papandreu werde wahrscheinlich eine aktivere Türkei-Politik verfolgen. Der Meldung zufolge werde Papandreu voraussichtlich ein „Friedens- und Sicherheitsabkommen“ unterbreiten, das die Lösung aller Probleme beinhalte. Erste große Prüfung für Papandreu werde der EU-Gipfel im Dezember sein, bei dem die Zypern-Frage an die Tagesordnung kommen werde.

Gefahr eines Staatskapitalismus
Cumhuriyet berichtet auf den Wirtschaftsseiten unter der Schlagzeile „Gefahr eines Staatskapitalismus“, der US-Geldmagier Soros habe gesagt, wenn keine internationalen Regelungen beschlossen würden, werde das System gefährdet sein. Der angesichts der Jahrestagungen des IWF und der Weltbank in Istanbul weilende Soros habe betont, nach der Krise sei der staatliche Eingriff in die Märkte notwendig geworden. Aber solange keine gemeinsamen Regelungen auf internationaler Ebene für die Finanzmärkte beschlossen würden, werde wie in China ein Staatskapitalismus die Welt beherrschen.

Hinweis: Die “Türkische Presse Türkei” (Türkeiausgaben türkischer Tageszeitungen) wird von der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und von der MiGAZIN-Redaktion unverändert übernommen.

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MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. ferdi sagt:

    Ich finde der Artikel ist nicht objektiv genug.

    Aber das sind wir von MIGAZIN gewohnt… oder??

    Alle schreiben nur das auf, was sie auch auswendig kennen und lernen. Mehr nicht.

    schade eigentlich!!!

  2. Boli sagt:

    Resultate einer Studie in Südostanatolien
    In Cumhuriyet lesen wir über die Resultate einer Studie in Südostanatolien. Dem Blatt zufolge seien bei der Studie von Bilgesam in 17 Provinzen 8 Tausend 607 Personen befragt worden. Der Studie nach seien die Kurden nicht für eine Unabhängigkeit und würden weder der Terrororganisation PKK noch dem Terroristenführer Öcalan vertrauen.

    Das Kurdenproblem ist so alt wie der Staat Türkei. Wären die Türken damals nicht so gierig gewesen und hätten den Griechen, Kurden und Armeniern einen Teil von Anatolien abgetreten wäre dieses Problem erst gar nicht entstanden. Jetzt brauchen Sie sogar Studien dafür um sich sicher zu sein das die Kurden doch keinen eigenen Staat wollen. Das Experiment geht bestimmt anders aus, wenn die Studie von der EU durchgeführt würde. Bei erster Studie glaube ich trauen sich viele Menschen einfach nicht zu sagen was sie wirklich denken. Die Daten könnten leicht dazu verwendet werden um „Staatsfeinde“ ausfindig zu machen.

    • Selçuk sagt:

      „Wären die Türken damals nicht so gierig gewesen und hätten den Griechen, Kurden und Armeniern einen Teil von Anatolien abgetreten wäre dieses Problem erst gar nicht entstanden.“

      Das zeigt wirklich, dass Sie keine Ahnung von der Geschichte der Türkei haben.

  3. Mehmet sagt:

    „Das Kurdenproblem ist so alt wie der Staat Türkei. Wären die Türken damals nicht so gierig gewesen und hätten den Griechen, Kurden und Armeniern einen Teil von Anatolien abgetreten wäre dieses Problem erst gar nicht entstanden.“

    So ein Unfug habe Ich seit langem nicht mehr gelesen….