Kulturhauptstadt

Kulturaustausch zwischen Deutschland und der Türkei

Der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat am Mittwoch den Vorsitzenden der türkisch-deutschen Freundschaftsgruppe der Großen Nationalversammlung der Türkei, Dr. Mustafa Ünal, im Reichstagsgebäude empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Montag, 25.05.2009, 7:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05.09.2010, 23:28 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im kommenden Jahr ist Istanbul zusammen mit dem ungarischen Pécs und dem Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Lammert erinnerte an das trilaterale Treffen der Parlamentspräsidenten aus der Türkei, aus Ungarn und Deutschland Anfang Mai in Istanbul und lobte die enge Zusammenarbeit. „Dieses Projekt wird weit über das Jahr der Kulturhauptstadt hinaus herausragende Bedeutung haben“, erklärte der Präsident. „Kulturbeziehungen sind langfristig bedeutender als Handelsbeziehungen“, so Lammert weiter. Mustafa Ünal betonte, Istanbul sei als Kulturhauptstadt besonders geeignet, weil hier Menschen aus unterschiedlichen Kulturen friedlich zusammenlebten.

Die Beitrittsgespräche zwischen der Europäischen Union und der Türkei waren ebenfalls Gegenstand des Gesprächs. Der Bundestagspräsident unterstrich, unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen müsste den Beteiligten auch bei unterschiedlichen Meinungen daran gelegen sein, die Zusammenarbeit weiter gedeihlich zu gestalten. „Ein Beitritt der Türkei hätte in jedem Fall eine andere Qualität als bisherige Erweiterungsrunden der EU“, konstatierte Lammert. Ünal hob hervor, dass sowohl die Türkei als auch die Europäische Union ihre vertraglichen Zusagen in diesem Zusammenhang einhalten müssten. Die Verhandlungspartner sollten die Beitrittsgespräche durch öffentliche Festlegungen auf bestimmte Ergebnisse nicht negativ beeinflussen, so Ünal.

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Ünal hat laut türkischen Medienberichten zudem die Visaregelungen gegen türkische Staatsbürger und die Instrumentalisierung der EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei im Wahlkampf stark kritisiert. Ferner habe er die in Detschland ansässigen türkischen Staatsbürger dazu aufgerufen , die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Einbürgerung und Bildung seien die Voraussetzungen für eine gelungene Integration.

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