Maria Böhmer

„Neue Wege bei der Berufswahl können für junge Migrantinnen hervorragende Chancen eröffnen“

Zum morgigen Girls` Day hat Staatsministerin Maria Böhmer jungen Migrantinnen Mut gemacht, bei der Berufswahl aus traditionellen Rollenmustern auszubrechen und ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen.

Donnerstag, 23.04.2009, 8:06 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 04.09.2010, 0:19 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

„Seid offen und flexibel bei der Jobsuche: auch ein eher frauenuntypischer Beruf kann gute Möglichkeiten für den Karrierestart bieten“, appellierte Böhmer. Die Staatsministerin nahm gestern im Kanzleramt an einer Veranstaltung zum Auftakt des bundesweiten Aktionstages teil. Knapp 30 Schülerinnen, die Hälfte aus Zuwandererfamilien, konnten dabei in einem Unternehmens-Parcours technische Berufe von ihrer praktischen Seite kennen lernen. Bei der Veranstaltung wurde auch ein Preis verliehen: Gewinnerin in einem Berufs-Quiz ist die türkisch-stämmige Gülden Erdem aus Berlin.

„Besonders in Migrantenfamilien wird oft noch an bekannten Rollenmustern festgehalten. Umso wichtiger ist es, Vorurteile abzubauen und den jungen Frauen somit neue Chancen zu eröffnen“, betonte die Integrationsbeaufragte der Bundesregierung. Insbesondere technische und naturwissenschaftliche Berufe böten hervorragende Möglichkeiten für die Zukunft. „Mittlerweile erreichen junge Frauen bessere Bildungsabschlüsse als junge Männer- das gilt für Einheimische als auch für Migranten. Deshalb sollte Deutschland als Exportland und Land der Innovationen Mädchen auch für eher frauenuntypische Berufe fit machen und ihnen die Chance geben, sich einbringen zu können. Diese Förderung beginnt schon bei der Berufsorientierung in den Schulen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist, die Eltern der jungen Frauen für neue Wege bei der Berufswahl zu gewinnen“, erklärte Böhmer. „Kein Talent darf in Deutschland verloren gehen unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Die Türen stehen jungen Migrantinnen in vielen Berufszweigen offen.“ Zunehmend würden in Deutschland die Potenziale von Migrantinnen wie Mehrsprachigkeit und kulturelles Wissen anerkannt.

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Böhmer verwies auf die „Charta der Vielfalt“, die bereits mehr als 500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland mit über vier Millionen Beschäftigten unterzeichnet haben. „Vielfalt als Chance in zweifacher Hinsicht: Immer mehr Arbeitgeber setzen auf die kulturelle Vielfalt. Junge Frauen aus Zuwandererfamilien sollten die Chancen nutzen, die ihnen die Vielfalt der Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten bietet. Wer sich anstrengt und neue Wege geht, kann ungeahnte Ziele erreichen“, so Böhmer.

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