Europäischer Arbeitsmarkt

Qualifizierte Bildung und Ausbildung sichern Aufstiegschancen

Auf dem internationalen Symposium „Chancen schaffen – Integration, Arbeit und soziale Mobilität: Europäische Erfahrungen und Gestaltungsperspektiven“ nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Maria Böhmer, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und dem OECD-Generalsekretär Angel Gurria auch zahlreiche Stiftungen wie die „Stiftung Mercator“ oder die „Vodafone Stiftung“ und Vertreter verschiedener Länder aus Politik, Wissenschaften, Wirtschaft und Zivilgesellschaft teil.

Donnerstag, 29.01.2009, 21:19 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 06.09.2010, 0:08 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Diskussionsthema war die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den europäischen Arbeitsmarkt, wobei auch erfolgreiche nationale und internationale Praxisbeispiele aufgeführt wurden. „Ein wichtiger Faktor für individuellen sozialen Aufstieg von Migranten ist ihr wirtschaftlicher Erfolg“, so Böhmer. Deshalb habe das Land „sozial- und wirtschaftspolitisch ein hohes Interesse daran, Begabungen und Fähigkeiten von Menschen aus Zuwandererfamilien zu nutzen.“

Daher ermögliche die Bundesregierung mit dem Maßnahmenpaket 6,5 Milliarden Euro Investitionen in Bildung. „Die Bildungs- und Berufschancen gerade für Migranten zu verbessern“ sei ein wichtiges Ziel der Zusammenarbeit von Staat und Stiftungssektor.

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Darüber hinaus äußerte sich Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland, zur Funktion der Stiftungen in puncto Integration. Stiftungen seien ein „Teil der Zivilgesellschaft. Mit Flexibilität, Risikobereitschaft und Innovationsvermögen leisten sie einen Beitrag für erfolgreiche Integration und den sozialen Aufstieg von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.“ Dabei tragten Stiftungen zur Realisierung einer Gesellschaft gerechter Chancen bei – „einer Gesellschaft, die Vielfalt als eine Leistung anerkennt und die Selbstverantwortung fordert und fördert.“

Auch Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, ist gleicher Meinung. So sei der „Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Integration und Migration, den acht Stiftungen gemeinsam gegründet haben,“ ein gutes Beispiel dafür. Stiftungen könnten „in einer strategischen Partnerschaft mit dem Staat wichtige Impulse geben.“

Das Symposium, das schon zum zweiten Mal stattfand, wurde in Partnerschaft zwischen dem Bundeskanzleramt und der Stiftung Mercator sowie der Vodafone Stiftung organisiert. Das Ergebnis ist klar: Investitionen in eine qualifizierte Bildung und Ausbildung sichern auch nachhaltig die Aufstiegschancen von Migranten in Deutschland.

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