Mehr als 4.400 Kinder sind IOM-Angaben zufolge in den vergangenen zwölf Jahren auf Migrationsrouten ums Leben gekommen. Wegen einer hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Besonders groß sind die Datenlücken bei Todesfällen auf See.
Bayerns Polizei zählt mehr rechte als linke Gewalttaten. In der Statistik des Verfassungsschutzes ist es umgekehrt. Eine neue Regierungsantwort zeigt, wie unterschiedlich die Behörden rechte Kriminalität bewerten – und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen. Von Sedat Dursun
Menschen mit Migrationserfahrung sind im Bundestag deutlich unterrepräsentiert. Organisationen beklagen Hürden, Intransparenz und aussichtslose Listenplätze. Sie fordern Reformen zudem das kommunale Wahlrecht. Ein Dossier zeigt, warum die deutsche Wiedervereinigung dies zumindest in einem Teil Deutschlands zunichtemachte.
Nach vier Jahren sinkender Verfahrensdauer kehrt sich der Trend um: Wer gegen einen Asylbescheid klagt, wartet je nach Bundesland wieder länger – und je nach Bundesland unterschiedlich lange. Das Bamf spielt dabei eine maßgebliche Rolle.
Ein Mann mit Kippa wird geschlagen und getreten, einer Frau das Kopftuch heruntergerissen, an einer Synagoge Feuer gelegt. Polizeimeldungen aus dem September zeigen rechte und menschenfeindliche Taten – und zugleich, wie viel im Dunkeln bleibt. Die MiGAZIN-Recherche für September 2026:
Islamistischer Antisemitismus sorgt seit Jahren für politische Aufmerksamkeit. Eine neue Rias-Auswertung zeigt: von mehr als 31.000 dokumentierten antisemitischen Vorfällen lediglich 1,8 Prozent einem islamistischen Hintergrund zugeordnet. Rias spricht von einem „vergleichsweise geringen“ Anteil.
28 Geflüchtete haben einen Schiffbruch überlebt und wurden von Seenotrettern aufgenommen. Für zwei Menschen, darunter ein Kind, kam jede Hilfe zu spät. Unter den Vermissten sollen drei weitere Kinder sein. Sea-Watch macht Europas Abschreckungspolitik mitverantwortlich für das Sterben auf dem Mittelmeer.
Migranten sind in Nordrhein-Westfalen häufiger erwerbstätig als Menschen ohne Migrationserfahrung - obwohl ihre Qualifikationen deutlich seltener zum Einsatz kommen und jeder Fünfte von Benachteiligung im Alltag berichtet. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Pflegekräfte fehlen, Fahrer werden gesucht, Gastronomie und Bau klagen über Personalengpässe. Gleichzeitig zeigen die neuen Zahlen: Gerade in vielen dieser Berufe arbeiten besonders viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte – und tragen ganze Berufsgruppen.
2025 gingen deutlich mehr Asylverfahren an den Verwaltungsgerichten in Schwerin und Greifswald ein. Bundesdaten zeigen: In Tausenden Fällen kassierten Richter Asyl-Bescheide des Bamf. Das Land reagiert mit zusätzlichen Richterstellen.