Der Europarat schlägt Alarm: In Deutschland geraten Meinungs- und Versammlungsfreiheit unter Druck, während antimuslimischer Hass weiter unterschätzt wird. Zugleich warnt der Menschenrechtskommissar vor einem Diskurs, der Antisemitismus einseitig Muslim:innen zuschreibt.
Wohnen ist ein Grundrecht, für viele Sinti und Roma in Deutschland aber ein täglicher Kampf. Ein neuer MIA-Bericht zeigt, wie sich Antiziganismus auf dem Wohnungsmarkt, im Treppenhaus und bei Behörden verfestigt.
Lorenz wurde vor einem Jahr von hinten von Polizeischüssen getroffen, die Bodycams waren aus, ein Prozess steht weiter aus. So ist aus einem lokalen Einsatz längst ein bundesweiter Fall geworden – mit Fragen nach Rassismus, Verantwortung und wirksamer Kontrolle. Von Mirjam Uhrich und Helen Hoffmann
Beleidigt wegen der Hautfarbe, geschmäht wegen der Herkunft: Auf deutschen Schulhöfen sind Jugendliche einer Vielzahl an Diskriminierungen ausgesetzt. Bildungsforscher Eric Angermann ruft die Lehrkräfte auf, konsequent dagegen einzuschreiten. Von Michael Grau
Hamburg startet eine Kampagne gegen Antiziganismus und für mehr Sichtbarkeit von Sinti und Roma. Plakate, Fahrgast-Spots und Social Media sollen Vorurteile angreifen, die in Deutschland bis heute zum Alltag vieler Betroffener gehören.
Antiziganismus ist in Deutschland und Europa kein Randproblem, sondern wieder sichtbarer Alltag. Zum Welt-Roma-Tag warnen Zentralrat und Bundesregierung vor wachsender Feindseligkeit, Gewalt und massiven Defiziten bei Aufklärung und Bildung.
Friedrich Merz produziert nicht nur peinliche Momente. Seine Aussagen zu Migration, Syrien und Sicherheit verschieben Debatten, bedienen harte Deutungen und zeigen, dass politische Wirkung oft wichtiger ist als spätere Korrekturen.
Israels Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Todesstrafe für palästinensische Täter zur Regel machen soll. Nun liegt bereits eine Klage beim Obersten Gericht – und die internationale Kritik wächst rasant. Auch aus Deutschland gibt es schwere Vorwürfe.
Friedrich Merz macht Migration zum Sündenbock für Gewalt gegen Frauen. Dabei ist jede dritte Frau in Deutschland von Gewalt betroffen. Das ist kein Importproblem, sondern gesellschaftliche Realität. Von Deborah Wolf
Was als Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen begann, endete bei Friedrich Merz in einem Verweis auf Zuwanderung. Genau dieser Schwenk treibt die Kritik an: Er verschiebt den Blick von Schutzlücken und Machtverhältnissen auf Herkunft.