Schulen verfallen, Wohnungen werden teurer, soziale Unterschiede wachsen. Nach den Gen-Z-Protesten diskutiert die Bundesregierung jedoch vor allem über Herkunft statt Zukunft, über wenige Krawalos statt über Zehntausende – eine Debatte, die keine Frage beantwortet. Von Sedat Dursun
Eine Untersuchung mit mehr als 6.000 Befragten zeigt: Nicht nur Sprachprobleme, sondern auch Diskriminierungserfahrungen führen zum Verzicht den Arztbesuch. Die Forschenden empfehlen leichter zugängliche Angebote und qualifizierte Sprachmittlung.
Günstige Kurse, Kinderbetreuung und Mitbestimmung: Ein seit mehr als 20 Jahren erprobtes Bewegungsprogramm erreicht auch Frauen, die herkömmliche Sportangebote häufig nicht erreichen. Doch ein neuer Forschungsüberblick zeigt, wie schwer es ist, solche Erfolge dauerhaft abzusichern.
Eltern mit Einwanderungsgeschichte sitzen nicht nachweislich länger vor Bildschirmen als andere. Trotzdem machen sie sich häufiger Sorgen um die Mediennutzung ihrer Kinder. Die Forschenden warnen vor pauschalen Zuschreibungen.
Sind E-Zigaretten harmloser als Tabak oder ebenso gefährlich? Zwischen Werbeversprechen und Warnungen fällt eine sachliche Einordnung schwer. Für Menschen, die Gesundheitsinformationen nicht ohne Weiteres auf Deutsch verstehen, kommen zusätzliche Hürden hinzu.
Brandenburgs Innenminister Redmann sieht in der Gewalt migrantischer Jugendlicher ein Zeichen gescheiterter Integration. Bei rechtsextremen Jugendlichen findet er andere Erklärungen. Das wirft Fragen auf. Von Sedat Dursun
Die Internationale Organisation für Migration präsentiert die Rückkehr von Geflüchteten in ihre Herkunftsländer als Neuanfang. Doch hinter den Erfolgsgeschichten stehen oft andere Geschichten. Eine Spur führt zu europäischen Millionen.
Ein neuer WHO-Bericht zeigt, wie ungleich Gesundheitsrisiken und Behandlungschancen weltweit verteilt sind. Auch der Migrationsstatus kann eine Rolle spielen. Eine deutsche Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung liefert dazu einen überraschenden Befund.
Der Staat bestimmt, wo Asylsuchende wohnen. Werden sie dort von Neonazis bedroht, ist ein Wohnortwechsel nicht selbstverständlich. Migrantenorganisationen fordern mit Blick auf Sachsen-Anhalt bessere Schutzregeln. Neu ist das Problem nicht. Von Sedat Dursun
Fehlende Lehrkräfte und marode Schulen brachten zunächst Schüler auf die Straße. Inzwischen überschatten schwere Ausschreitungen die Proteste. Bundesinnenminister Dobrindt sieht dahinter Migranten – und ist damit in gewisser Gesellschaft. Von Birol Kocaman