Rund 1.000 Euro verdienen vollzeitbeschäftigte Migranten pro Monat weniger. Die AfD meint, Einwanderer drückten auf die Löhne. Forschung und Bundesagentur verweisen darauf, dass Eingewanderte häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Positionen arbeiten.
Wer Müll falsch trennt, kennt womöglich schlicht die örtlichen Vorgaben nicht. Trotzdem wird Alltagswissen häufig vorausgesetzt. Eine Einwanderungsgesellschaft braucht verständliche Regeln dort, wo Menschen sie tatsächlich benötigen – auch am Müllplatz.
Aus Sorge vor der Politik der AfD wollen migrantische Gewerbetreibende in Sachsen-Anhalt am 26. August ihre Geschäfte schließen. Zahlreiche weitere gesellschaftliche Bündnisse formieren sich vor der Wahl in Sachsen-Anhalt gegen eine mögliche AfD-Alleinregierung.
In Deutschland herrscht Bildungsungleichheit. Der Verein „Tausche Bildung für Wohnen“ fördert Kinder aus benachteiligten Vierteln. Die Idee aus Duisburg wächst und wächst. Von Yuriko Wahl-Immel
Wer selbst um Anerkennung kämpfen musste, kann die Maßstäbe der Mehrheitsgesellschaft gegen Neuankommende richten. So entstehen interne Hierarchien, Konkurrenz um Zugehörigkeit und eine Solidarität, die gerade gegenüber Geflüchteten und Armen brüchig wird. Von Kiflemariam Gebre Wold
Auf wichtigen Migrationsrouten nach Europa sind Anfang 2026 deutlich mehr Menschen gestorben oder verschwunden. Besonders stark stiegen die Zahlen im zentralen und östlichen Mittelmeer – obwohl auf einzelnen Routen wesentlich weniger Menschen ankamen.
Rund 80.000 Menschen wurden seit April rückgeführt oder abgeschoben, die Kosten sollen bei etwa 16 Millionen Euro liegen. Jetzt fordert Südafrika Geld von Herkunftsländern – mitten in einer aufgeheizten Debatte und anhaltender Gewalt.
Wer kein reguläres Konto nutzen kann, stößt im zunehmend bargeldlosen Alltag schnell an Grenzen. Wallets und andere digitale Zahlungswege können neue Möglichkeiten eröffnen – zugleich bleiben Fragen nach Regulierung, Verbraucherschutz und tatsächlicher Teilhabe.
Wer über Deutschlands Zukunft spricht, kommt an der Demografie nicht vorbei: Nur jeder zehnte Mensch ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt der Anteil deutlich höher.
Nach dem offenen Streit nach Ceuta wollen die EU-Staaten ihre Krisenkommunikation enger abstimmen. Soziale Netzwerke sollen als Frühwarnsystem dienen, zugleich stehen ein stärkerer Außengrenzschutz und eine bessere Zusammenarbeit mit Frontex im Mittelpunkt. Von Niklas Treppner und Emilio Rappold