Bundesinnenminister Dobrindt will mehr Menschen abschieben und hat auch Sympathien für die Verlagerung von Asylverfahren ins Ausland. Ein neuer Posten in seinem Haus soll dafür „innovative Lösungen“ finden. In der SPD wird hinter die Entscheidung aber ein Fragezeichen gesetzt.
Deutschland kann sich selbst nicht pflegen und benötigt Fachkräfte aus dem Ausland. Bisher floppten alle staatlichen Anwerbe-Bemühungen. Nun sollen Pfleger im Ausland ausgebildet werden. Stiftung Patientenschutz warnt vor überzogenen Erwartungen.
Er höre oft von diskriminierendem Verhalten der Polizei gegenüber Schwarzen Menschen, sagt der Bundespolizeibeauftragte. Formelle Eingaben erreichten ihn aber nur wenig. Nun will er den Kontakt zur Community suchen, um Vertrauen aufzubauen.
„Wir müssen die illegale Migration auf allen Fronten bekämpfen“, sagt der EU-Migrationskommissar Brunner und sieht die Staatengemeinschaft bei Abschiebungen auf dem richtigen Weg. Für 2025 erwartet er hohe Abschieberaten.
Die EU will Syrien beim Wiederaufbau unterstützen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt Finanzhilfen in Aussicht. Ein Ziel ist die Rückkehr von geflüchteten Syrern. Doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Erneut müssen Menschen fliehen.
Rund 420.000 internationale Studierende sind derzeit an deutschen Hochschulen eingeschrieben – ein Plus von vier Prozent. Der Anstieg trifft auf einen Hochschulalltag, der für viele Studierende zum Hürdenlauf wird.
Rassistische Beleidigungen, Drohungen, Hass im Netz: Für viele Schwarze und Afrodeutsche ist das in Deutschland Alltag. Eine IDZ-Studie zeigt, dass Übergriffe oft auch aus Behörden, Polizei oder dem Job kommen – mit schwerwiegenden Folgen bis in die Gesundheit.
Bis Jahresende will die Bundesregierung einen großen Teil der Afghanen mit deutscher Aufnahmezusage einreisen lassen, noch mehr als 500 Menschen. Ein Richter, der nicht darunter sein soll, zieht vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Ihm droht die Abschiebung aus Pakistan nach Afghanistan – wo laut UN Menschen vor Hunger sterben. Von Corinna Buschow und Lena Köpsel
Vor 70 Jahren wurde das Anwerbeabkommen mit Italien unterzeichnet. Heute leben weit mehr als eine halbe Million Menschen mit italienischen Wurzeln in Deutschland. Aber: Jeder Dritte ist erst in den vergangenen zehn Jahren eingewandert.
Acht Mitglieder einer rechtsextremen Gruppe sollen sich vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten. Sie wollten gewaltsam an die Macht – und eine ethnische Säuberung durchführen. Rechtsterror ist kein Einzelfall in Deutschland: Seit 2011 gab es mehr als 50 Verdachts- oder gesicherte Fälle.