Am Arbeitsplatz diskriminiert, im Wohnhaus bedroht, in der Schule angefeindet: Jüdische Menschen berichten von Antisemitismus in nahezu allen Lebensbereichen. Der Zentralrat beklagt gesellschaftliche Gewöhnung an Antisemitismus. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert stärkeren gesetzlichen Schutz.
Die Bundesregierung will die Mittel für die unabhängige Asylberatung drastisch kürzen. Dabei zeigt eine Analyse der Wohlfahrtsverbände, dass jeder investierte Euro einen mehrfachen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen kann. Die Verbände warnen vor einem teuren Fehler.
Zwei Neonazis verabreden sich im Chat zu einen Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft. Die Polizei durchsucht ihre Wohnungen und lässt sie laufen. Am nächsten Tag ist einer der Verdächtigen mit einem Benzinkanister unterwegs. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen fordert unabhängige Untersuchung.
Eine Untersuchung mit mehr als 6.000 Befragten zeigt: Nicht nur Sprachprobleme, sondern auch Diskriminierungserfahrungen führen zum Verzicht den Arztbesuch. Die Forschenden empfehlen leichter zugängliche Angebote und qualifizierte Sprachmittlung.
Eine Mutter besitzt eine gültige Aufenthaltserlaubnis und erhält jahrelang Kindergeld. Dann fordert die Familienkasse 24.508 Euro zurück, weil sie eine Vaterschaftsanerkennung anzweifelt. Der Bundesfinanzhof sieht darin nicht nur ein Problem.
Mehr als 61.000 Asylverfahren laufen bereits seit über drei Jahren. Für Betroffene bedeutet das oft eine lange Zeit der Ungewissheit. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass solche Wartezeiten die psychische Gesundheit belasten und die Integration erschweren können.
Großbritannien zeigt sich offen für eine historische Entschuldigung für den Sklavenhandel. Doch finanzielle Wiedergutmachung lehnt Premierminister Burnham kategorisch ab. Bei seinem Besuch in der Karibik bekommt auch König Charles III. den Unmut darüber zu spüren. Von Jan Mies und Andrea Sosa Cabrios
Zwei Frauen aus Somalia suchen in Deutschland Schutz vor Gewalt. Stattdessen werden sie seit Monaten am Frankfurter Flughafen festgehalten. Es folgen Ablehnungsbescheide, 16 Gerichtsentscheidungen und schließlich ein Abschiebungsstopp aus Karlsruhe. Doch selbst der bringt ihnen nicht die Freiheit.
Ratten, Bettwanzen und mangelhafte medizinische Versorgung: Ein neuer Bericht dokumentiert schwere Missstände in französischen Abschiebezentren. Inhaftierte berichten zudem von rassistischen Beleidigungen und Polizeigewalt. Ähnliche Abschiebezentren gibt es auch in Deutschland.
Ausländische Auszubildende werden für den deutschen Arbeitsmarkt immer wichtiger. Ihre Zahl hat sich seit 2004 mehr als verdreifacht. Eine neue Studie zeigt: Auch die Fluchtmigration hat dazu beigetragen, den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren. Dabei bleiben viele Potenziale ungenutzt.