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Migration und Integration in Deutschland

[Die Verhinderung der Sesshaftmachung] würde den Vorteil haben, dass das Interesse an einer Familienzusammenführung zurückgeht und damit uns erheblich geringere Infrastrukturkosten entstehen würden.

Ein Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Weber, 1974

Stiftung

Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,7 Milliarden

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 9,7 Milliarden Menschen wachsen, 50 Jahre später gar auf 10,9 Milliarden. Das prognostiziert die Stiftung Weltbevölkerung. Das werde insbesondere Entwicklungsländer vor große Herausforderungen stellen.

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Menschen - Versammlung (Symbolfoto) © TheBigTouffe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Weltbevölkerung wird laut Experten bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen wachsen. Dies teilte die Stiftung Weltbevölkerung in Hannover mit. Derzeit leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Bis 2100 werde die Bevölkerung weniger stark auf 10,9 Milliarden wachsen, erklärte die Stiftung unter Berufung auf die neuesten Weltbevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen (UN).

Zwar sei die Zahl der Kinder pro Frau in den meisten Ländern in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Doch in Afrika sei sie vergleichsweise hoch und sinke nach den Daten der UN langsam. Derzeit bekommen Frauen in Afrika demnach im Schnitt 4,4 Kinder – bis 2100 sinke diese Zahl auf 2,1 Kinder je Frau. Der weltweite Durchschnitt liege aktuell bei 2,5 Kindern pro Mutter.

Die Stiftung forderte einen besseren Zugang zu Verhütungsmitteln für Frauen in den afrikanischen Ländern. Zudem müssten die Lebensbedingungen der Frauen durch Aufklärung, Bildung und Arbeitsmöglichkeiten verbessert werden. „Andernfalls laufen wir Gefahr, dass das Bevölkerungswachstum wieder an Fahrt aufnimmt“, sagte Geschäftsführerin Renate Bähr. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara werde sich die Einwohnerzahl bis 2050 voraussichtlich verdoppeln.

Entwicklungsländer vor großen Herausforderungen

„Bereits die heutige Bevölkerungszunahme stellt die Entwicklungsländer vor große Herausforderungen hinsichtlich der Gesundheitsversorgung und Bildung ihrer Bevölkerung“, mahnte Bähr. Rund 214 Millionen Mädchen und Frauen in den Entwicklungsländern hätten keinen Zugang zu Verhütungsangeboten. Die neuen UN-Prognosen seien nur dann realistisch, wenn sich dies ändere.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel der Arbeit ist nach eigenen Angaben, allen Menschen den Zugang zu Sexualaufklärung und Verhütung zu ermöglichen. (epd/mig)

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