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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Studentenvertreter

Rassismus ist Alltag in Chemnitz

Angestarrt, angepöbelt und angespuckt. Ausländische Studenten sind nach Angaben des Studierendenrates der Uni-Chemnitz immer wieder rassistischen Attacken in der Stadt ausgesetzt. Alltagsrassismus sei weit verbreitet.

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Studenten im Hörsaal (Symbolfoto) © Westfälische Hochschule

Ausländische Studenten sind nach Angaben des Studierendenrates der Technischen Universität Chemnitz immer wieder verbalen und körperlichen Attacken in der Stadt ausgesetzt. Angestarrt, angepöbelt und angespuckt zu werden, gehöre zum Alltag vieler nicht deutsch oder alternativ aussehender Einwohner, sagte der Sprecher des Rates, Sebastian Cedel, dem Berliner „Tagesspiegel“. Alltagsrassismus sei weit verbreitet.

So würden indische Studenten beim Bäcker harsch aufgefordert, Deutsch zu sprechen, von Türstehern vor Clubs abgewiesen, dunkelhäutige Studenten von Busfahrern an der Haltestelle ignoriert, berichtete Cedel. Auch Gewaltvorfälle gab es demnach in der Vergangenheit: 2016 sei einem indischen Studenten nachts im Park in den Kopf gestochen und eine Gruppe deutscher und marokkanischer Studenten von Vermummten geschlagen und gejagt worden.

Das sei an der Uni jedermann bekannt, sagte Cedel: „Wer das nicht kennt, verschließt die Augen.“ Der Sprecher des Studentenrates widersprach damit TU-Rektor Gerd Strohmeier, der Chemnitz zuvor als sichere Stadt für internationale Studenten bezeichnet hatte. Es sei bisher kein einziger Fall bekannt, in dem es zu fremdenfeindlich oder rassistisch motivierten Gewalttaten gegen Studierende und Beschäftigte gekommen sei, sagte Strohmeier vergangene Woche dem „Tagesspiegel“. (epd/mig)

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