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Migration und Integration in Deutschland

Durch die Möglichkeit der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in solchen [einfachen, manuellen] Positionen hat sich die Chance der deutschen Arbeiter, sich beruflich weiterzuentwickeln und in der Betriebshierarchie aufzusteigen zweifellos verbessert.

Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Erstes Quartal

Rund 40.000 neue Flüchtlinge kamen nach Deutschland

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kamen rund 40.000 Flüchtlinge nach Deutschland, jeder Vierte aus Syrien. Im selben Zeitraum hat das Bundesamt rund 73.000 Asylanträge entschieden.

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Asyl © Tjook @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Im ersten Quartal dieses Jahres sind rund 40.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Syrer machten knapp ein Viertel (rund 9.500) der neu ankommenden Asylsuchenden aus, wie aus der am Donnerstag vom Bundesinnenministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Hauptherkunftsländer waren nach Syrien der Irak, Nigeria und Afghanistan. Die Türkei lag mit rund 1.900 neu registrierten Asylsuchenden auf Platz fünf der Liste der Hauptherkunftsländer.

Im März wurden den Angaben zufolge rund 10.700 neue Flüchtlinge gezählt. Im Februar waren es rund 11.000, im Januar 12.300. Dass die Quartalszahl in der Summe höher ausfällt, liegt den Angaben zufolge an berücksichtigten Nachmeldungen.

73.000 Asylanträge entschieden

In den ersten drei Monaten des Jahres hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge der Statistik zufolge über rund 73.000 Asylanträge entschieden. Knapp 16 Prozent der Antragsteller erhielten den vollen Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention. Rund elf Prozent erhielten den untergeordneten subsidiären Schutz, für den derzeit der Familiennachzug ausgesetzt ist.

Für 5,5 Prozent der Fälle wurden Abschiebungsverbote festgelegt. 37,5 Prozent der Anträge wurden abgelehnt, der Rest wurde auf andere Weise erledigt. (epd/mig)

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