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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Geschichte

Webportal dokumentiert Völkermord an den Sinti und Roma

Ein neues Webportal dokumentiert den NS-Völkermord an den Sinti und Roma. Gezeigt werden Videos und historische Fotos. Es werden aber auch Vorurteile und Klischees widerlegt.

Auschwitz, Konzentrationslager, Nationalsozialismus, Geschichte, Rassismus
Auschwitz © Juan Antonio Segal @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Zur Erinnerung an den NS-Völkermord an den Sinti und Roma hat das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ein Webportal eingerichtet. Damit sollten die damalige Entrechtung der Minderheit dokumentiert, aber auch Vorurteile und Klischees widerlegt werden, teilte das Zentrum am Dienstag in Heidelberg mit. Die Nationalsozialisten ermordeten etwa eine halbe Million Sinti und Roma. Das Portal findet sich unter www.sintiundroma.org.

Gezeigt würden Videos und historische Familienfotos von Sinti und Roma, die sie als Individuen hervortreten lassen, hieß es. Damit wolle das Zentrum die „zerstörten Lebenswege hinter der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar machen“. Thematisiert werde aber auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt worden seien.

Das Webportal ist inhaltlich angelehnt an eine 2017 fertiggestellte Wander-Ausstellung mit dem Titel „‚Rassendiagnose: Zigeuner‘. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“. Es wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. (epd/mig)

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