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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Söder plant Sonderklassen

Migranten-Kinder sollen vor Schulunterricht Wertekunde bestehen

Weil sich deutsche Eltern um die Bildungschancen ihrer Kinder sorgen, will Bayerns Ministerpräsident Söder Migranten-Kinder in Sonderklassen stecken. Dort sollen sie vor dem normalen Schulunterricht deutsche Sprache und Werte lernen.

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Der neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien erst zum normalen Schulunterricht zulassen, wenn sie Sprach- und Wertekurse bestanden haben. „Nur diejenigen Schüler kommen in den Regelunterricht, die unsere Sprache sprechen und unsere Werte verstehen“, sagte Söder dem Boulevardblatt „Bild am Sonntag“. „Intoleranz und Antisemitismus gehören nicht dazu.“

Dafür werde Bayern für Zuwanderer-Kinder sogenannte Deutschklassen einführen, erklärte der Ministerpräsident. Dabei handele es sich um Ganztagsklassen mit kleinerer Klassenstärke. „Dort wird Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien intensiv Deutsch vermittelt, aber gleichzeitig auch Wertekunde“, sagte Söder. „Denn das kann man nicht nur in vierwöchigen ‚Crashkursen‘ lernen.“

Kirchen sollen Menschen vom christlichen Glauben überzeugen

Zur Begründung erklärte er, dass viele Menschen verunsichert seien. Gerade in manchen Großstädten bringe die hohe Zuwanderung auch große Sprachprobleme in die Schulen. Viele Eltern sorgten sich um die Bildungschancen ihrer Kinder. „Wir sind tolerant gegenüber anderen Religionen, bei uns gilt Religionsfreiheit“, betonte Söder. „Aber jeder, der zu uns kommt, muss sich unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen und nicht umgekehrt. Bayern ist christlich-abendländisch geprägt mit jüdischen und humanistischen Wurzeln.“

Kritik aus Kirchenkreisen an der Haltung der CSU in der Flüchtlings- und Islampolitik wies Söder zurück und rief die Kirchen dazu auf, wieder mehr über das Christentum zu sprechen. Niemand in Deutschland werde ausgegrenzt. Er würde sich von den Kirchen wünschen, „das Sinnstiftende des Christentums noch stärker darzustellen und mehr Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen“. Angesichts der Tatsache, dass in Städten wie Berlin Christen nur noch eine Minderheit darstellten, „wäre es für alle eine lohnende Aufgabe, sich Gedanken darüber zu machen, wie man das Christentum wieder attraktiver macht“. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. -Ute Plass sagt:

    Söder fordert also von den Kirchen „das Sinnstiftende des Christentums noch stärker darzustellen und mehr Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen“.
    Der Politiker der gespaltenen Zunge sollte vor allem das ‚C‘ seiner Partei
    mit dem „Sinnstiftenden des Christentums“ füllen, zu dem ganz sicherlich
    nicht die Sonderbehandlung von Migranten-Kindern gehört.



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