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Migration und Integration in Deutschland

Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

Umfrage

Für Deutsche ist Einwanderung größte Herausforderung Europas

Einwanderung ist einer aktuellen EU-weiten Befragung zufolge die größte Herausforderung. Fast jeder zweite Deutsche stimmt dieser Einschätzung zu, deutlich mehr als der EU-Durchschnitt.

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Flüchtlinge in Ungarn (Symbolfoto) © By Photo: Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Die Deutschen und auch Bürger anderer europäischer Länder halten einer Umfrage zufolge Einwanderung für die wichtigste Herausforderung der Europäischen Union. Wie aus dem am Dienstag von der EU-Kommission in Berlin veröffentlichten „Eurobarometer“ hervorgeht, stimmten dem 47 Prozent der befragten Deutschen zu, europaweit waren es 39 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgt der Terrorismus, den 29 Prozent der Menschen in Deutschland und 38 Prozent aller Europäer für das größte Problem des Kontinents halten.

Für das „Eurobarometer“ wurden im vergangenen November rund 28.000 EU-Bürger ab 15 Jahren befragt, davon rund 1.600 in Deutschland, sowie knapp 4.700 Bürger aus potenziellen EU-Beitrittsländern. Trotz der Sorgen wegen der Einwanderung findet laut Umfrage der Großteil der Deutschen (87 Prozent), dass Deutschland Flüchtlingen weiter helfen sollte. Europaweit teilen 67 Prozent der Befragten diese Meinung. Jeder zweite Deutsche ist der Umfrage zufolge davon überzeugt, dass Migranten etwas zur Gesellschaft beitragen können.

Jeder Zweite für Bekämpfung illegaler Einwanderung

Zugleich fordern 46 Prozent der befragten Deutschen, dass der Staat und die EU die irreguläre Einwanderung stärker bekämpfen sollten. Obwohl die meisten Befragten sich dabei eine europäische Zusammenarbeit wünschen, gebe es auch Länder, in denen ein großer Teil der Befragten diese nicht als ausreichend empfinden und vor allem auf eine nationale Kontrolle und Bekämpfung illegaler Einwanderung hoffen. Dazu gehören die Slowakei (42 Prozent), Österreich (40 Prozent), Rumänien (38 Prozent), Kroatien (37 Prozent), Griechenland (35 Prozent) und Großbritannien (33 Prozent).

Trotz zahlreicher Probleme in Europa ist die Zustimmung der Bürger zur EU so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr: 45 Prozent der Deutschen und 40 Prozent europaweit haben laut Umfrage ein positives Bild von der Europäischen Union. Zudem sehen 64 Prozent der Deutschen optimistisch in die Zukunft. Die Umfrage zeigt jedoch auch Missstände: Denn eine knappe Mehrheit der Deutschen gab an, dass sie nicht davon überzeugt sind, dass die Dinge in der Europäischen Union in die richtige Richtung gehen. (epd/mig)

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