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Migration und Integration in Deutschland

Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Warten trotz Erlaubnis

Familiennachzug aus Griechenland verläuft schleppend

Tausende Syrer warten trotz Zusage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Griechenland auf die Zusammenführung ihrer Familien. Viele Angehörige sitzen dort bereits seit Monaten fest. Grund: logistischer Koordinierungsaufwand.

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Griechenland bei Sonnenuntergang © jurvetson @ flickr.com (CC 2.0), berb. MiG

In Griechenland sitzen offenbar Tausende Flüchtlinge fest, obwohl sie eine Zusage zur Weiterreise nach Deutschland haben. Von Januar bis September 2017 habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fast 4.950 Geflüchteten in Griechenland eine Erlaubnis erteilt, im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland zu kommen, meldete die Neue Osnabrücker Zeitung. Tatsächlich seien aber nur 322 Personen überstellt worden. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor.

Zwei Drittel der betroffenen Flüchtlinge seien Syrer, es gebe aber auch viele Afghanen und Iraker. 60 Prozent seien Kinder und Jugendliche.

Anspruch auf Familienzusammenführung

Angehörige von Flüchtlingen haben nach der Dublin-Verordnung einen Anspruch darauf, mit ihren in anderen EU-Ländern lebenden Familienangehörigen zusammenzukommen. Die Überstellung muss zügig, spätestens aber innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

Als Grund für den schleppenden Familiennachzug gab das Bundesinnenministerium laut Zeitung einen großen logistischen Koordinierungsaufwand in Griechenland an. Außerdem seien bei Bund und Ländern die Kapazitäten zur Aufnahme, Betreuung und Unterbringung begrenzt. Daher habe Deutschland sich im Frühjahr mit Griechenland über die Anzahl der zu überstellenden Personen abgestimmt. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Antoinette de Boer sagt:

    Das ist wirklich traurig und für die Familien sehr hart ! Bei der Verwaltung sollte man die Griechen unterstützen können,aber ich fürchte,eines der grösseren Probleme ist,entsprechenden Wohnraum zu finden.

    Vielleicht könnte ein Architekten-Wettbewerb helfen,mit der Massgabe,gute, kostengünstige Fertighäuser zu entwerfen.
    Ein südamerikanischer (chilenisch ?) Architekt hat schon sehr bemerkenswerte Lösungen entworfen und verwirklicht !
    Wichtig wäre,dass man diesen Wohnraum der gesammten Gesellschaft zur
    Verfügung stellt u n d eine gute Coordination.



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