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Ausschreitungen zwischen Flüchtlingsgegnern und der Polizei

Zwei Jahr und acht Monate

Haftstrafe nach Ausschreitungen in Heidenau

Im August 2015 kam es in Heidenau zu rechtsextremen Ausschreitungen wegen eines Flüchtlingsheims. Nun wurde ein Randalierer verurteilt zu einer Haftstrafe beurteilt. Er soll Gegenstände auf Polizisten geworfen haben.

Montag, 09.10.2017, 6:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10.10.2017, 17:16 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Mehr als zwei Jahre nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Heidenau hat das Amtsgericht Dresden einen jungen Mann wegen besonders schweren Landfriedensbruchs zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Er sei wegen seiner Beteiligung an gewaltsamen Protesten gegen die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber schuldig gesprochen worden, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Freitag in Dresden mit.

Der damals noch jugendliche Täter habe sich „aktiv an Angriffen gegen Polizeibeamte beteiligt, indem er gezielt Gegenstände in deren Richtung warf“, hieß es. Dabei seien mehrere Polizisten verletzt worden. Das Urteil fiel bereits am Freitag vergangener Woche, wurde aber erst jetzt bekannt. Angaben zum Alter oder der Identität des Angeklagten wurden nicht gemacht. Es handele sich um eine Jugendstrafsache, hieß es.

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Verurteilter polizeibekannt

Der junge Mann musste sich zudem für Straftaten während des Dresdner Stadtfestes 2016 verantworten. Laut Amtsgericht zeigte er während des Festes Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem wurde er wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung und Sachbeschädigungen schuldig gesprochen. Der Mann befand sich während der Gerichtsverhandlung bereits in Untersuchungshaft.

Heidenau hatte wiederholt mit fremdenfeindlichen Ausschreitungen für Schlagzeilen gesorgt. Bei gewaltsame Protesten im August 2015 gegen die Einrichtung eines Flüchtlingsheims in einem leerstehenden Baumarkt waren mehr als 30 Polizisten zum Teil schwer verletzt worden. Dutzende Flüchtlinge konnten die Unterkunft nur unter Polizeischutz beziehen. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wenige Tage später die Einrichtung besuchte, wurde sie von Einheimischen unflätig beschimpft. Die massiven Ausschreitungen hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt. (epd/mig)

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