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Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Aktuelle Zahlen

Mehr als 16.000 neue Flüchtlinge im August

Aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums zufolge wurden im August 2018 rund 16.300 Asylsuchende registriert. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Irak und Afghanistan.

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Asyl © Tjook @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Die Zahl neu ankommender Flüchtlinge ist im August gestiegen. Wie aus der am Donnerstag vom Bundesinnenministerium in Berlin veröffentlichten Asylstatistik hervorgeht, wurden im Vormonat rund 16.300 Asylsuchende registriert. Dies waren rund 1.250 Menschen mehr als im Juli und rund 4.000 mehr als im Juni. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Irak und Afghanistan. Im gesamten Jahr kamen bislang rund 124.000 Asylsuchende nach Deutschland.

Das Ministerium betonte in seiner Mitteilung, dass die durchschnittliche Dauer der Asylverfahren für Menschen, die ihren Antrag in diesem Jahr gestellt haben, bei etwa zwei Monaten liege. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die durchschnittliche Bearbeitungsdauer insgesamt bei fast einem Jahr liegt. Das Ministerium begründet dies mit dem Abbau von Altfällen, die sich in der Statistik auswirken.

114.000 unbearbeitete Fälle

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte, die verkürzte Dauer bei Neuverfahren zeige, dass die auf den Weg gebrachten Maßnahmen griffen. Die große Koalition hatte sich eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von maximal drei Monaten zum Ziel gesetzt.

Auf dem ursprünglich großen Berg unbearbeiteter Asylanträge im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liegen den Angaben zufolge mit Stand Ende August noch rund 114.000 Fälle. Entschieden wurden im August rund 37.000 Anträge. In 20 Prozent der Fälle wurde Flüchtlingsschutz anerkannt, in weiteren 15 Prozent der sogenannte subsidiäre Schutz, der derzeit das Recht auf Familiennachzug ausschließt. In fünf Prozent der Fälle wurde ein Abschiebeverbot verhängt. 36 Prozent der Anträge wurden abgelehnt. Der Rest erledigte sich anderweitig, beispielsweise weil ein anderer EU-Staat für das Verfahren zuständig war. (epd/mig)

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