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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Bericht

Amnesty kritisiert EU-Flüchtlingspolitik im Mittelmeer

Amnesty International fordert die EU dazu auf, mehr für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zu tun. Andernfalls drohe 2017 zum tödlichsten Jahr für Flüchtlinge zu werden.

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Hilfsorganisationen helfen Flüchtlingen Malcolm Chapman / Shutterstock.com

Amnesty International hat die Flüchtlingspolitik der EU im Mittelmeer scharf kritisiert. Die EU tue zum einen zu wenig, um selbst Menschen zu retten, erklärte die Menschenrechtsorganisation in einem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Bericht. Zum anderen trage sie durch ihre Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache eine Mitverantwortung dafür, dass Migranten in Libyen misshandelt würden.

Derzeit liege der Fokus der EU „auf dem Kampf gegen Schmuggler und gegen das Ablegen von Booten in Libyen“. Darum nähmen Migranten nun größere Risiken auf sich, um nach Europa zu gelangen, folglich würden mehr von ihnen ertrinken. Die Zusammenarbeit der EU mit Libyen führe ferner dazu, dass Menschen von libyschen Schiffen gerettet und dann nach Libyen zurückgebracht würden, wo sie ebenfalls nicht sicher seien, urteilte Amnesty. „Flüchtlinge und Migranten werden in Libyen weiterhin inhaftiert, missbraucht, vergewaltigt und gefoltert.“

Amnesty fordert mehr Seenotretter

Amnesty forderte vor diesem Hintergrund mehr Schiffe und Personal für die Seenotrettung im Mittelmeer. Um den riskanten Weg überflüssig zu machen, müsse die EU den Migranten ferner legale und sichere Wege nach Europa öffnen.

Seit Jahresbeginn haben 101.000 Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer die Küsten Europas erreicht. 2.250 Menschen seien auf dem gefährlichen Seeweg gestorben, hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mitgeteilt. (epd/mig)

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2 Kommentare
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  1. Mike sagt:

    „Um den riskanten Weg überflüssig zu machen, müsse die EU den Migranten ferner legale und sichere Wege nach Europa öffnen.“

    Um sie dann nach Ablehnung der Asylanträge und mangels Bleibeperspektive wieder abzuschieben oder wie stellt sich ai das vor?

  2. Müllerin sagt:

    @ Mike: Es geht ai in erster Linie darum, dass Menschen ihr Leben nicht gefährden oder verlieren, wenn sie unsicherer Wege nutzen, um nach Europa zu kommen. Kommt es zu einem ablehnenden Asylbescheid und muss die Person anschließend in sein Herkunftsland auf einem sicheren Weg zurückkehren, so ist sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückreise kein Menschenleben in Gefahr. Ein weiterer Punkt ist der Umstand, dass bei Bestehen sicherer Wege zum Asyl die Hilfe von dubiosen Schleppern nicht mehr benötigt wird und diesen somit ihre menschenunwürdige Geschäftspraxis entzogen wird. Genau darum geht es ai. Das am Ende ein positives Asylgesuch stehen muss, ist jedoch nicht Ziel von ai.

    Aus meiner Sicht müssen die Gründe für Flucht (Krieg, totalitäre Systeme, Armut, mangelnde Persepktiven) nachhaltig und weltweit angegangen werden, nur dann werden weniger Menschen sich gezwungen sehen, ihr Heimatland zu verlassen.



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