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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Özoğuz

Einwanderungsgesetz kann Integration fördern

Auf der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten bekräftige Staatssekretärin Özoğuz ihre Forderung nach einem Einwanderungsgesetz. Es dürfe nicht Jahrzehnte dauern, bis die Menschen in Deutschland ankommen.

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Staatsministerin Aydan Özoğuz (SPD) © MiGAZIN

DATUM4. April 2017

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RESSORTAktuell, Politik

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Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoğuz (SPD), hat ihre Forderung nach einem Einwanderungsgesetz bekräftigt. „Integration ist ein großes Projekt, das man allen in der Gesellschaft verständlich machen muss“, sagte Özoğuz am Montag auf der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten in Dortmund. Nach der akuten „Krise“ in der Flüchtlingspolitik gehe es nun darum, die richtigen Weichen zu stellen, damit „Menschen hier nicht Jahrzehnte brauchen, um anzukommen“.

Özoğuz beklagte in diesem Zusammenhang, dass viele Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe rechtsextremen Anfeindungen ausgesetzt seien. „Diese Menschen haben unsere Unterstützung verdient“, betonte die Integrationsbeauftragte. Sie wolle Ehrenamtlichen zur Seite stehen. Deshalb wolle sie ein Training zum Umgang mit Anfeindungen zu einem Schwerpunkt der Konferenz der rund 300 Integrationsbeauftragten machen, die sich noch bis Dienstag in Dortmund unter dem Motto „Teilhabe voranbringen – Gemeinschaft stärken“ über ihre Arbeit austauschen.

Angst vor dem Fremden nehmen

Auch NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer (SPD) erklärte, für ihn stehe mit Blick auf die Integration die Bekämpfung von Rechtsextremismus ganz oben auf der Agenda. „Wir müssen klare Haltung zeigen und den Menschen die Angst vor dem Fremden nehmen.“ Schmeltzer sagte, er sei stolz auf die überwältigende Willkommenskultur in NRW, die in eine anhaltende Integrationskultur übergegangen sei.

Trotzdem bleibe auch hier noch einiges zu tun, räumte der SPD-Politiker ein. „Menschen mit Migrationshintergrund haben weiter Zugangshemmnisse zu Arbeit und Wohnraum.“ Das müsse unter dem Gesichtspunkt der Teilhabe schnell geändert werden, sagte Schmeltzer. (epd/mig)

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Ein Kommentar
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  1. Mike sagt:

    Was konkret soll den nach Ansicht von Frau Özoguz in einem „Einwanderungsgesetz“ stehen?



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