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Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

BAMF-Zahlen

Integrationskurse haben mehr Zulauf

Die Zahl der Teilnehmer an den Integrationskursen ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen. Bis Ende August haben 200.000 Menschen an den Kursen teilgenommen. Das ist mehr als im gesamten Vorjahr.

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Integrationskurs © cdsessums auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Immer mehr Einwanderer besuchen die Integrationskurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Wie die Behörde in Nürnberg mitteilte, haben von Januar bis August dieses Jahres rund 200.000 Menschen an den Kursen teilgenommen. Im gesamten vergangenen Jahr seien es rund 180.000 gewesen.

An mehr als 7.500 Lernorten, angeleitet von 15.250 Lehrkräften bei 1.689 Kursträgern erarbeiten sich Einwanderer das Sprachniveau „B1“. Dieses ermöglicht den Angaben zufolge neben der selbstständigen Alltagsbewältigung den Übergang in den berufsbezogenen Spracherwerb.

Nicht alles rosig

„Das Bundesamt bietet ein qualitativ hochwertiges Angebot der Sprachförderung, passt es neuen Erfordernissen an und sichert die bundesweite Umsetzung durch eine flächendeckende und dezentrale Struktur“, sagte Uta Dauke, Vizepräsidentin des Bundesamts.

Ganz so reibungslos laufen die Integrationskurse in der Praxis nicht. Zum einen wird die geringe Vergütung der Lehrkräfte bemängelt. Dies führe dazu, dass gute Lehrer abwandern, sobald sie einen festen Job finden. Zum anderen finden Kurse nur statt, wenn sich ausreichend Schüler anmelden. Dies führt vor allem in dünn besiedelten Regionen dazu, dass Teilnehmer teilweise mehrere Monate auf den Kursstart warten müssen. (epd/mig)

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