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Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

Oxfam

Millionen Flüchtlinge finden nur in anderen Konfliktländern Zuflucht

Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, stranden oft in Konfliktgebieten. Weltweit vier Millionen Menschen seien betroffen. Sie müssten weiter um ihr Leben fürchten. Die Hilfsorganisation Oxfam fordert verbindliche Verpflichtungen für besseren Schutz von Flüchtlingen.

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Flüchtlinge in Idomeni / Griechenland warten auf Grenzöffnung © Tim Lüddemann @ flickr.com (CC 2.0), Tim Lüddemann

Auf ihrer Flucht vor Krieg und Gewalt stranden Millionen Menschen erneut in Konfliktgebieten: Rund vier Millionen Flüchtlinge hätten nur Zuflucht in Ländern gefunden, in denen ebenfalls Gewalt und Instabilität herrschen, erklärte die Hilfsorganisation Oxfam am Donnerstag in Berlin. Weltweit sind gut 65 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten innerhalb ihres Heimatlandes. Etwa 25 Millionen sind über die Grenzen geflohen.

In einer Reihe von Zielländern müssten sie weiter um ihr Leben fürchten, statt dort in Sicherheit zu sein, heißt es in einem neuen Oxfam-Bericht. Genannt werden 15 Länder, darunter Afghanistan, der Irak oder der Sudan. So seien beispielsweise knapp 290.000 Menschen aus Syrien, dem Iran, den palästinensischen Gebieten und der Türkei in den Irak geflohen. Insgesamt seien in diesen 15 Zielländern im Jahr 2015 infolge von bewaffneten Konflikten mehr als 162.000 Menschen ums Leben gekommen.

Vor dem UN-Gipfel zu Flucht und Migration am kommenden Montag in New York fordert Oxfam verbindliche Verpflichtungen für den besseren Schutz von Flüchtlingen. „Die Staats- und Regierungschefs müssen endlich gemeinsam Verantwortung übernehmen. Sie müssen in ihren Ländern wesentlich mehr bedrohten Menschen als bisher Schutz und Aufnahme gewähren“, betonte die Organisation. „Es ist außerdem höchste Zeit, dass legale und sichere Zugangswege für Flüchtlinge und Migranten geschaffen werden.“ (epd/mig)

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