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Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013

Neue Zahlen

Deutschland zieht osteuropäische Einwanderer an

Im verganenen Jahr verzeichnete Deutschland eine Nettoeinwanderung von über 380.000 EU-Bürgern. Rumänien, Polen, Bulgarien und Kroatien waren die wichtigsten Herkunftsländer. In Deutschland leben 4,1 Millionen EU-Migranten.

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Ankunft am Flughafen - Gelandet © MiG

Die Einwanderung von EU-Bürgern nach Deutschland hat im vergangenen Jahr Rekordhöhe erreicht. Wie die Die Welt unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) berichtete, kamen 685.485 Menschen aus EU-Staaten nach Deutschland, während 303.036 EU-Bürger abwanderten. Damit ergab sich eine Nettoeinwanderung von 382.449 EU-Bürgern.

Die Zahlen gehen aus dem neuen BAMF-Freizügigkeitsmonitoring hervor, das der Zeitung vorliegt. Wichtigstes Herkunftsland war Rumänien mit 174.779 Einwanderern, gefolgt von Polen (147.910), Bulgarien (71.709) und dem jüngsten EU-Mitglied Kroatien (50.646). Damit stammen fast vier Fünftel (533.000) der im vergangenen Jahr zugezogenen EU-Ausländer aus osteuropäischen EU-Staaten.

Laut Freizügigkeitsmonitor kamen 15 Prozent (100.164) aus den südeuropäischen Staaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Mit Ausnahme Italiens hat sich die Einwanderung aus diesen Staaten, die durch die Schulden- und Finanzkrise angestiegen war, zuletzt wieder abgeschwächt.

Insgesamt leben in Deutschland 4,1 Millionen der laut Eurostat 18,5 Millionen EU-Migranten. Es folgen Großbritannien (3,1 Millionen), Frankreich (2,2 Millionen), Spanien (2 Millionen) und Italien (1,8 Millionen). (epd/mig)

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