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Migration und Integration in Deutschland

Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

50 Tage nach Ostern

Darum geht es an Pfingsten

50 Tage nach Ostern ist Pfingsten. In diesem Jahr ist das Fest am 15. und 16. Mai. Die Kirche feiert dann ihren Geburtstag. Warum das so ist, hat Judith Roth zusammengefasst.

Kirche © Sebastian Rittau @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Kirche © Sebastian Rittau @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

VONJudith Roth

DATUM13. Mai 2016

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RESSORTAktuell, Feuilleton

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Ostern liegt nun schon ein bisschen zurück. Die Menschen haben nicht nur Ostereier und Schokoladenhasen verputzt, sie haben auch an Jesus gedacht. Denn der Überlieferung nach soll Jesus in der Osternacht von den Toten auferstanden sein. Er war zuvor gekreuzigt und begraben worden.

Doch Jesus soll den Tod überwunden haben. Die Jünger sahen Jesus wieder und freuten sich. Sie hofften, dass er nun König auf der ganzen Erde wird und allen Menschen Frieden bringt. Doch Jesus ging zurück zu seinem Vater in den Himmel. Er versprach, dass er eines Tages wiederkommen wird. Und er gab den Jüngern einen Auftrag. Sie sollten anderen Menschen von ihm erzählen.

Die Jünger waren etwas ratlos. Wie sollten sie das denn anstellen? Sie waren nicht so viele. Und anders als heute gab es kein Fernsehen, kein Radio, keine Zeitungen oder Flugzeuge und Autos. Die Jünger hatten womöglich Zweifel, ob sie Jesu Auftrag würden erfüllen können. Doch er gab ihnen etwas mit auf den Weg. Er sagte, dass sie nicht gleich gehen sollen. Sie sollten in Jerusalem warten, bis sie den Heiligen Geist empfangen haben. Den Heiligen Geist? Die Jünger wussten nicht, was geschehen wird. Aber sie vertrauten Jesus.

50 Tage nachdem Jesus „auferstanden“ war, saßen sie zusammen. Sie feierten das „Wochenfest“. Die Menschen dankten Gott für ihre Ernten. Es hatte Ähnlichkeit mit unserem heutigen Erntedankfest. Damals geschah plötzlich etwas Sonderbares. Die Jünger hörten plötzlich ein Brausen. Und sie sahen viele kleine Flammen. Die Flammen verteilten sich. Schließlich leuchtete über jedem ein Feuer. Die Jünger empfingen den Heiligen Geist, heißt es. Mit ihm gibt Gott Christen Kraft und Mut. Jeder, der an ihn und Jesus glaubt, hat den Heiligen Geist. Die Sendung des Heiligen Geistes ist es, die Christen an Pfingsten feiern. Mit dem Heiligen Geist handelt Gott in unserer Welt und teilt sich mit, glauben sie.

Als die Jünger den Heiligen Geist empfingen, gab es Lärm. Viele Menschen liefen daher zusammen. Als die Jünger begannen, von Jesus zu berichten, konnten alle sie verstehen. Sie konnten viele verschiedene Sprachen. Es waren nicht nur Menschen da, die Aramäisch sprachen. Jeder konnte hören, welche Botschaft die Jünger hatten. Jeder wurde in seiner Sprache angesprochen. Gott hatte ein Wunder vollbracht, damit die Menschen von Jesus erfuhren.

Einige Menschen meinten, die Jünger seien betrunken. Doch dagegen verwahrten sie sich. Andere fragten, was sie tun sollen. Petrus empfahl ihnen, ihr Leben zu ändern. Sie sollten Gott um die Vergebung ihrer Sünden bitten. Dann könnten sie zu ihm kommen, hieß es. Er würde sie annehmen. Die Menschen würden den Heiligen Geist empfangen, wenn sie Gott nachfolgen. Daraufhin ließen sich viele taufen und berichteten ihrerseits von Jesus und Gott. Pfingsten ist daher auch die Geburtsstunde der Kirche. Sie feiert Geburtstag. (epd/mig)

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