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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Jahresstatistik 2015

Elif und Muhammed die beliebtesten Vornamen

Sophie und Maximilian waren im vergangenen Jahr die populärsten Namen für neugeborene Kinder in Deutschland. Erstmals legten die Sprachforscher auch eine Hitliste von Namen für Kinder mit ausländischen Wurzeln vor. Dort führen Elif und Muhammed die Hitliste.

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Baby mit Opa © conorwithonen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Sophie und Maximilian waren 2015 wie schon in Jahren zuvor die populärsten Namen für neugeborene Kinder in Deutschland. Auch auf den Plätzen zwei und drei der beliebtesten Vornamen gab es kaum Veränderungen gegenüber 2013 und 2014, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte: Bei den Mädchen folgen unter den beliebtesten Vornamen wiederum Marie und Sophia/Sofia, bei den Jungen Alexander und Elias, der Paul von Platz drei auf Platz vier verdrängt hat.

Überhaupt sind die zehn beliebtesten Vornamen für Mädchen wie für Jungen weitgehend dieselben geblieben, in der Rangfolge der Plätze gab es indes einige Veränderungen. So hat beispielsweise Mia Platz fünf von Emma zurückerobert, während Leon von Platz acht auf Platz fünf vorrückte. Jonas rückte von Platz zwölf erstmals unter die zehn beliebtesten Vornamen auf (Platz zehn). Und Jonas sorgte sogleich für eine Überraschung: Betrachtet man nur die Erstnamen, ist das sogar der beliebteste Jungenname überhaupt. Als beliebtester Erstname für Mädchen hat Mia (vorher Platz zwei) Hanna/Hannah abgelöst (jetzt Platz drei).

Erstmals legten die Sprachforscher auch eine Hitliste von Namen für Kinder mit ausländischen Wurzeln vor. Dort führen im türkisch-arabischen Sprachraum Elif vor Layla und Nour/Nur bei den Mädchen und Muhammed vor Ali und Malik bei den Jungen.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache ermittelt seit 1977 jährlich ihre Hitliste der populärsten Babynamen. Die Zusammenstellung für 2015 stützt sich auf eine Umfrage, an der sich bundesweit 650 Standesämter beteiligten. Damit wurden mehr als 90 Prozent aller in Deutschland geborenen Kinder erfasst. Insgesamt wurden 2015 knapp 60.000 verschiedene Namen vergeben. (epd/mig)

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