MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

TV-Tipps des Tages

26.03.2015 – Arakan, Myanmar, NSU Terror, Zschäpe, Nagelbombe

TV-Tipps des Tages sind: Myanmar – Eine Reise durch mein Land; Unter aller Augen: Der NSU auf der Bühne: Die rassistischen Morde des Terror-Trios und der laufende Gerichtsprozess beschäftigen zahlreiche Theatermacher in ganz Deutschland

Fernsehen, Medien, TV, Programm, Integration, Migration, Migranten
Die MiGAZIN TV-Tipps © MiG

VONÜmit Küçük

DATUM26. März 2015

KOMMENTAREKeine

RESSORTTV-Tipps

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Myanmar – Eine Reise durch mein Land
Dokumentation – Eine junge, in den USA aufgewachsene Birmanin bereist ihr im Umbruch befindliches Land und versucht, in Begegnungen und Gesprächen herauszufinden, was die Menschen ihrer einstigen Heimat bewegt und wohin das heutige Birma treiben wird. Khine Khine – „die Starke“ – heißt die junge Frau, deren Eltern nach den Studentenunruhen von 1988 emigrieren mussten.

Khine Khine möchte Mrauk-U aufsuchen, das Zentrum des einstigen Königreichs Arakan – eine „Goldene Stadt“, die einst einen Teil Bengalens und das westliche Niederbirma regierte. Heute bildet das untergegangene Reich die Region Rakhine, die in den Medien immer dann auftaucht, wenn es um Konflikte mit den in Birma lebenden Muslimen geht. Deren Vorfahren kamen als Zwangsarbeiter ins Land; die Könige von Arakan brauchten sie, um ihre riesige Kriegsflotte aufrechtzuerhalten. Von der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit wurden die Zuwanderer nie anerkannt; auch nach vier Jahrhunderten sind sie nicht integriert. Neuerdings kommt es zu brutalen Übergriffen; mehrfach wurden ganze Dörfer niedergebrannt. Doch Birma – das Land, an dem seit der Öffnung so viele Hoffnungen hängen – verdrängt seine gesellschaftlichen und ethischen Konflikte. Khine Khine sieht auf ihrer Reise Orte, deren Armut und Vernachlässigung deprimierend sind. Ein Kulturerbe, mit dem der birmanische Aufbruch nichts anzufangen weiß; Pagoden, Tempel und religiöse Prachtbauten, die dem Verfall preisgegeben sind. Do, 26. Mrz · 15:15-16:00 · NDR Mecklenburg-Vorpommern

Unter aller Augen: Der NSU auf der Bühne
Dokumentation – Film von Kathrin Schwiering. Zwischen 2001 und 2007 haben sie zehn Menschen ermordet: Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und ihre mutmaßliche Komplizin Beate Zschäpe – die Köpfe des Nationalsozialistischen Untergrunds, kurz NSU.

Die rassistischen Morde des Terror-Trios und der laufende Gerichtsprozess beschäftigen zahlreiche Theatermacher in ganz Deutschland. 2014 ist der NSU ein dominierendes Thema auf deutschen Bühnen.

Die Dokumentation „Unter aller Augen: Der NSU auf der Bühne“ zeigt beispielhaft anhand von drei Inszenierungen – „Urteile“ von Christine Umpfenbach am Residenztheater München, „Rechtsmaterial“ von Jan-Christoph Gockel am Staatstheater Karlsruhe und „Die Lücke“ von Nuran David Calis am Schauspiel Köln -, wie Theatermacher versuchen, das Unfassbare fassbar zu machen: Wie konnte es soweit kommen, dass der NSU kaltblütig acht türkische und einen griechischen Kleinunternehmer sowie eine deutsche Polizistin umbringt? Warum schließen die Behörden einen rechtsradikalen Hintergrund von vornherein aus, so wie beim Nagelbombenattentat in der Mühlheimer Keupstraße? Warum mussten Unschuldige sterben? Den vorgestellten Stücken liegt eine sorgfältige Recherche zugrunde. Die Regisseure und Schauspieler haben mit Zeitzeugen gesprochen, die Tatorte besucht und den NSU-Prozess mitverfolgt. Das Ergebnis ihrer Nachforschungen: Einige der NSU-Morde hätten verhindert werden können. Do, 26. Mrz · 22:40-23:25 · ZDFkultur

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...