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TV-Tipps des Tages

27.11.2014 – Bagdad Bahn, Türkei, Irak, Osmanische Reich, Muslime

TV-Tipps des Tages sind: Die Bagdad-Bahn: Vor rund 100 Jahren beginnt im Orient mit dem Bau einer Bahn von Konstantinopel nach Bagdad ein technisches und politisches Abenteuer: Deutsche Banken finanzieren das Projekt und deutsche Ingenieure leiten es

VONÜmit Küçük

DATUM27. November 2014

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Die Bagdad-Bahn
Dokumentation– Vor rund 100 Jahren beginnt im Orient mit dem Bau einer Bahn von Konstantinopel nach Bagdad ein technisches und politisches Abenteuer: 2.600 Kilometer durch menschenleeres Gebiet, über reißende Flüsse, schneebedeckte Berge, durch tiefe Schluchten und heiße Wüstenregionen. Deutsche Banken finanzieren das Projekt und deutsche Ingenieure leiten es. Doch es gibt mächtige Gegner. Vor allem die Briten sehen ihre Interessen in der Region gefährdet.

Der zweiteilige Dokumentarfilm zeigt, wie der Ingenieur Heinrich August Meißner die Arbeiten trotz aller Schwierigkeiten immer wieder vorantreibt. Gegen den Bau der Bahn spioniert unter anderem die britische Abenteurerin Gertrude Bell. Außerdem versucht der später als Lawrence von Arabien bekanntgewordene Brite Thomas Edward Lawrence, die Bahn mit Sprengstoffanschlägen zu sabotieren. Der zweite Teil berichtet vom Schicksal der Bahnlinie während des Ersten Weltkrieges.

Im Sommer 1914 schien die Fertigstellung der Bagdad-Bahn nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges ändert sich alles. Die deutschen Ingenieure werden zurückgerufen und sollen in der Heimat Kriegsdienst leisten. Die Arbeiten an der Bahn ruhen. Aber dann treten die Osmanen auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg ein. Jetzt wird die Bahn kriegswichtig.

Die deutschen Ingenieure kehren an die Baustellen zurück. Mit Hochdruck wird an der Fertigstellung der Bagdad-Bahn gebaut. Auf ihr werden Truppen, Waffen und Munition in den Süden des Osmanischen Reiches gebracht. Im Sinai greifen türkische Soldaten unter Führung deutscher Offiziere den Suezkanal an. Die Briten erkennen die Gefahr, die von der Bahn ausgeht, und versuchen deren Fertigstellung zu verhindern. Sie erobern Basra und blockieren den Nachschub für den Bau der Bahn vom Persischen Golf her. Als die Briten bei Alexandrette auch den zweiten wichtigen Zulieferhafen für die Bagdad-Bahn zerstören, wird das Material knapp.

Mit Hilfe der Beduinen unterbrechen die Briten unter Führung von Thomas Edward Lawrence die Bahntrasse an strategisch wichtigen Stellen. Die Versorgung der türkischen Garnisonen im Süden des Osmanischen Reiches wird immer schwieriger und fällt schließlich ganz aus. Tausende Soldaten sterben. Den deutschen Ingenieuren gelingt es noch, die Trasse über das Taurusgebirge fertigzustellen, doch es ist zu spät. Im Oktober 1918 unterzeichnen die Osmanen die Kapitulation. Die deutschen Ingenieure müssen das Land verlassen. So wird ihr kühner Traum von einer Eisenbahnstrecke zwischen Konstantinopel und Bagdad erst in den 40er Jahren wahr. Do, 27. Nov • 17:30-18:22 • arte

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