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Migration und Integration in Deutschland

Die Umstellung darauf, dass jetzt die Ausländer die Überlegenen sind, da sie wenigstens einen Arbeitsplatz besitzen, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Friedrich Landwehrmann, Strukturfragen der Ausländerbeschäftigung, 1969

TV-Tipps des Tages

14.11.2014 – Flüchtlinge, DDR, Mosambik, Ausländer, Köln Mülheim, Integration

TV-Tipps des Tages sind: cosmo tv: Josef Akino – Ein traumatisierter Flüchtling in Deutschland; Deutsch sein – Wie bunt ist das? Mosambik – Sehnsucht nach der DDR. DDR-Fahnen und Peter Maffay aus dem Lautsprecher – (N)ostalgie im Süden Afrikas

VONÜmit Küçük

DATUM14. November 2014

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cosmo tv

Josef Akino – Ein traumatisierter Flüchtling in Deutschland
„Ohne Hilfe hätte ich nicht mehr leben können“, sagt Josef Akino rückblickend über seine Psychotherapie. Akino war Kindersoldat im Sudan, bevor er mit 15 Jahren nach Deutschland fliehen konnte. Seine traumatische Vergangenheit hat der 29-Jährige im Psychosozialen Zentrum in Düsseldorf aufgearbeitet. Diese Einrichtung wird unter anderem gefördert von der UNO-Flüchtlingshilfe. Allerdings haben nicht alle Flüchtlinge so ein Glück wie Josef. Denn grundsätzlich muss das Sozialamt eine Behandlung genehmigen. Laut Gesetz steht Flüchtlingen nur bei „akuten Schmerzzuständen und Erkrankungen“ eine medizinische Versorgung zu. Eine Psychotherapie gibt es nur im Notfall. Doch aktuell nimmt die Zahl der traumatisierten Flüchtlinge aus Syrien und Irak zu. Trotzdem soll sich auch nach der Reform des Asylbewerberleistungsgesetzes nichts an der psychologischen Betreuung von Flüchtlingen ändern. Josef Akino, der heute erfolgreicher Bilanzbuchhalter in Essen ist, kann das nicht verstehen. Er sagt: „Nur mit der Therapie habe ich mein Leben wieder in den Griff bekommen. Andere Flüchtlinge brauchen diese Hilfe auch.“

Deutsch sein – Wie bunt ist das?
Wir sind eine vielfältige Gesellschaft: Jeder fünfte Mensch in Deutschland hat ausländische Wurzeln. So bleibt unsere Gesellschaft immer in Bewegung und profitiert vom kulturellen Austausch. Am Genoveva-Gymnasium in Köln-Mülheim ist diese Entwicklung Alltag und wird auch so gelebt. Bunt ist hier normal. Rund 70 Prozent der Schüler kommen aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte. Wie sieht sich diese junge Generation selbst? Was heißt es für sie, deutsch zu sein? Was sind Chancen, die sich aus Vielfalt ergeben? Fünf Schülerinnen und Schüler des Genoveva-Gymnasiums erklären uns ihren Blick aufs Deutschsein. cosmo tv zu Besuch an einem bunten, deutschen Gymnasium.

Mosambik – Sehnsucht nach der DDR
DDR-Fahnen und Peter Maffay aus dem Lautsprecher – (N)ostalgie im Süden Afrikas. Für einige Mosambikaner gab es nichts Schöneres als ihre Zeit als Gastarbeiter in der DDR: In den 80ern schickte Mosambik rund 20.000 Vertragsarbeiter in die Deutsche Demokratische Republik. Sie sollten dort Industrieberufe lernen, um mit ihrem Know-how nach der Rückkehr ihr Land wieder aufzubauen. Als die neue Elite des Landes – so das Versprechen. Doch von dieser Hoffnung blieb nicht viel übrig. Mit der deutschen Wiedervereinigung mussten auch die letzten mosambikanischen Arbeiter in ihre Heimat zurückkehren. Vorbei die Zeit, die viele von ihnen als „goldene Jugend“ und „beste Zeit ihres Lebens“ beschreiben. Was bleibt, ist die Erinnerung. Auch heute noch versammeln sich die „Madgermanes“ regelmäßig im Zentrum Maputos, hissen die DDR-Flagge und träumen von den vergangenen Zeiten. Fr, 14. Nov • 09:15-09:45 • WDR

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