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Migration und Integration in Deutschland

Durch die Möglichkeit der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in solchen [einfachen, manuellen] Positionen hat sich die Chance der deutschen Arbeiter, sich beruflich weiterzuentwickeln und in der Betriebshierarchie aufzusteigen zweifellos verbessert.

Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

TV-Tipps des Tages

10.09.2014 – Islam, Türkei, Gastarbeiter, Türken, Istanbul, Ausländer

TV-Tipps des Tages sind: Was macht die Zeit, wenn sie vergeht? ZDF-History: Hurra, die Türken kommen! Als Gastarbeiter in Deutschland. Im Winter 1961 rollten die ersten Züge mit türkischen Gastarbeitern von Istanbul aus nach Westdeutschland; Kofferkinder: Türkische Gastarbeiter; Istanbul: Ein modernes Märchen

VONÜmit Küçük

DATUM10. September 2014

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Was macht die Zeit, wenn sie vergeht?
Was hat unser Sonnensystem mit Bauernkalendern und Organizern zu tun? Warum hat ein Tag 24 Stunden (und nicht praktische 10) und wie weit kommt das Licht in einer Attosekunde? Warum konnten Julius Cäsar und Papst Gregor XIII. bedeutende Kalenderreformen durchsetzen, nicht aber die Französische Revolution? Bei einem Streifzug durch die Geschichte des Kalenders geht es um solche Fragen, aber auch um viele andere interessante Aspekte unseres nur scheinbar so selbstverständlichen Umgangs mit der Zeit.

Die 6-teilige Reihe „Was macht die Zeit, wenn sie vergeht?“ erzählt von den vielen Versuchen der Menschen, die Zeit zu messen und einzuteilen – von Stonehenge über die römische Antike, die islamische und jüdische Zeitrechnung bis hin zum digitalen Ewigen Kalender. Eine unterhaltsame Erkundungsreise zur Entwicklung unseres Zeitverständnisses, informativ, kurzweilig und sachkundig begleitet von Experten wie dem Zeitforscher Karlheinz Geißler, dem Astrophysiker Harald Lesch und dem Religionswissenschaftler Jörg Rüpke. Mi, 10. Sep • 10:00-10:15 • ARD-alpha

ZDF-History: Hurra, die Türken kommen!
Als Gastarbeiter in Deutschland. Im Winter 1961 rollten die ersten Züge mit türkischen Gastarbeitern von Istanbul aus nach Westdeutschland. Die Wirtschaft der noch jungen Bundesrepublik boomte, die Arbeitskräfte aus der Türkei waren gefragter denn je: Junge Männer, die vor allem in der Schwerindustrie, auf dem Bau und in der Automobilbaubranche zum Einsatz kamen. Das deutsch-türkische Anwerbeabkommen vom 30. Oktober 1961 hatte die Zuwanderung in großer Zahl erst möglich gemacht. Doch sollte der Aufenthalt ursprünglich auf zwei Jahre beschränkt bleiben. „Deutschland ist kein Einwanderungsland!“, lautete damals das Credo der Politik.

Dennoch entschieden sich viele türkische Gastarbeiter, mit ihren Familien in der Bundesrepublik zu bleiben. Heute leben knapp drei Millionen türkischstämmige Menschen in Deutschland – viele von ihnen mit deutschem Pass.

ZDF-History zeigt, wie sich das Verhältnis von Deutschen und Türken in den letzten 50 Jahren entwickelt hat, was trennt und was verbindet. Mi, 10. Sep • 20:15-21:00, 00:45-01:30 • PHOENIX

Kofferkinder
Türkische Gastarbeiter: Sie träumten von Wohlstand und ließen dafür ihre Kinder jahrelang in der Heimat zurück.

Die historische Dokumentation arbeitet erstmals ein Tabu der Migrationsgeschichte auf. Bilge Toyran, Meneke Toprak und Ayhan Zeytin teilen das traurige Schicksal von rund 700.000 Kindern türkischer Gastarbeiter. Ihre Eltern suchten in den 1960er- und 1970er-Jahren Wohlstand und Arbeit in Deutschland und ließen die Kinder in der Türkei zurück. Verlassen von den Eltern, wuchsen sie dort bei Verwandten auf.

Begegnungen mit Vater und Mutter waren so selten wie unvorhersehbar und endeten in erneuten Trennungserfahrungen, die für viele Kinder traumatisch waren. Mi, 10. Sep • 21:00-21:45 • PHOENIX, Do, 11. Sep • 01:30-02:15 • PHOENIX

Istanbul
Ein modernes Märchen. Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien. Die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt, die reiche Geschichte, das stete Nebeneinander von Tradition und Zukunft, von Märchenland und Moderne: Das bietet nur die Metropole am Bosporus. Aber das „Märchen“ hat auch „moderne“ Kehrseiten: Müll und Überbevölkerung. – Der Film verfolgt den Ablauf eines Tages in der türkischen Metropole. Do, 11. Sep • 04:35-04:50 • SWR BW

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Ein Kommentar
Diskutieren Sie mit!»

  1. Arne Friedrich sagt:

    Sie haben die chinesische, maya/Inka,… Zeitrechnung (4000-10000 Jahre alt) vergessen… was ich nicht ganz so verstehe: Wieso beschränkt man sich eigentlich auf dieses islamische Weltbild? Es gibt Kulturen und Religionen die sind 6000 Jahre älter…



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