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Migration und Integration in Deutschland

Die Qualität einer freiheitlichen Gesellschaft bewährt sich nicht zuletzt darin, wie mit Minderheiten umgegangen wird und wie sich Minderheiten in einer Gesellschaft fühlen.

Wolfgang Schäuble, Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Rheinland-Pfalz

Weniger Einbürgerungen im Jahr 2013

Die Zahl der Einbürgerungen in Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2013 um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Die meisten Eingebürgerten hatten einen türkischen Pass, gemessen an der Bevölkerungszahl ließen sich aber Iraker am häufigsten einbürgern.

Im Jahr 2013 erhielten 5.385 in Rheinland-Pfalz lebende Menschen ausländischer Staatsangehörigkeit einen deutschen Pass. Das waren 308 bzw. 5,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Rund zwei Drittel von den Eingebürgerten lebten mindestens zehn Jahre und knapp ein Viertel mindestens 20 Jahre in Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei annähernd 16 Jahren.

Die mit Abstand meisten der im Jahr 2013 Eingebürgerten verfügten zuvor über die türkische Staatsangehörigkeit (1.293). Es folgten Polen (338), Ukrainer (241) und Kosovaren (214). Gemessen an der Zahl der 2013 im Ausländerzentralregister verzeichneten Personen mit Wohnort in Rheinland-Pfalz erhielten überproportional viele Iraker (6,0 Prozent), Marokkaner (5,3 Prozent), Ukrainer (4,7 Prozent) sowie Kasachen (4,2 Prozent) einen deutschen Pass.

Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben insbesondere Personen, die mindestens acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen wie beispielsweise Sprachkenntnisse oder Sicherung des Lebensunterhalts. (hs)

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