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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

Die Verteilung liberaler Werte

Elite und Bevölkerung denken unterschiedlich über Migration

Deutschland ist gespalten, wenn es um Migration geht. Die Elite ist dafür, die allgemeine Bevölkerung dagegen. Woran das liegt, haben Céline Teney und Marc Helbling untersucht – mit überraschenden Ergebnissen.

VONTeney, Helbling

Céline Teney ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung und im Brückenprojekt „Die politische Soziologie des Kosmopolitismus und Kommunitarismus“. Im März 2014 wird sie die Leitung einer kooperativen Nachwuchsgruppe Transnationalization of Society, Politics, and the Economy an der Universität Bremen übernehmen.

Marc Helbling leitet seit 2011 die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe Einwanderungspolitik im Vergleich. Der Politikwissenschaftler forscht zu Immigrations- und Staatsbürgerschaftspolitik, zu Islamophobie und Nationalismus.

DATUM20. Februar 2014

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RESSORTGesellschaft, Leitartikel

QUELLE Erstveröffentlichung: WZB Mitteilungen

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Die drei ersten Balken am oberen Ende der Grafik zeigen die Ergebnisse für die Frage, ob Einwanderung gut oder schlecht für die deutsche Wirtschaft ist. Wie man sieht, herrscht unter den deutschen Eliten weitgehend Einigkeit darüber, dass Einwanderung gut für die deutsche Wirtschaft ist, während die allgemeine Bevölkerung in dieser Frage stärker gespalten ist. Selbst wenn wir nur die Eliten und die Bürger mit tertiärem Bildungsabschluss vergleichen, bleibt die Meinungskluft in dieser Frage groß. Für den zweiten Punkt wurde den Interviewpartnern die Frage gestellt, ob Einwanderung das Zusammenleben bereichert oder die Homogenität Deutschlands unterminiert. Wiederum treten große Disparitäten zwischen den Eliten und der allgemeinen Bevölkerung hervor: Die Eliten stimmen in deutlich höherem Ausmaß der Aussage zu, dass Einwanderung das Zusammenleben bereichert. Ein Großteil dieser Kluft lässt sich jedoch anhand von Bildungsunterschieden erklären: Vergleichen wir nämlich die Eliten und die allgemeine Bevölkerung mit tertiärem Bildungsabschluss (also die weißen und die schwarzen Balken), so verringert sich diese Kluft erheblich.

Schließlich sollten die Befragten zu der Frage Stellung beziehen, ob die Regierung die Zuwanderung strikt begrenzen sollte oder ob jedem, der nach Deutschland kommen möchte, um hier zu arbeiten, die Einreise ermöglicht werden sollte (solange Arbeitsplätze vorhanden sind). Auch zu dieser Frage zeigt sich unter den Eliten ein äußerst homogenes Meinungsbild: Nahezu alle teilen die Ansicht, dass jedem die Einreise ermöglicht werden sollte (solange Arbeitsplätze vorhanden sind). Die allgemeine Bevölkerung hingegen ist in dieser Frage gespalten: Rund die Hälfte der Befragten in der allgemeinen Studie denkt, dass die Regierung die Zahl der Zuwanderer strikt begrenzen sollte; die andere Hälfte teilt die Meinung der Eliten. Konzentrieren wir uns auf die Meinung der allgemeinen Bevölkerung mit tertiärem Bildungsabschluss, so verringert sich die Kluft zwischen Elite und Bürgern nur geringfügig.

Unsere Studie ist die erste, die die vermeintlich wachsende Kluft zwischen Eliten aus verschiedenen Sektoren und der allgemeinen Bevölkerung in der Frage der Einwanderung einer empirischen Prüfung unterzieht. Nach unseren Ergebnissen scheinen diese Meinungsunterschiede zur europäischen Integration Teil einer breiteren ideologischen Kluft zwischen dem gesellschaftlichen Führungspersonal und der allgemeinen Bevölkerung hinsichtlich der zunehmenden Durchlässigkeit nationaler Grenzen zu sein. Wenn es darum geht, die nationalstaatlichen Grenzen für übergeordnete politische Instanzen (zum Beispiel die Europäische Union) oder Menschen (zum Beispiel Migranten) zu öffnen, zeigt sich nicht nur eine Polarisierung innerhalb der öffentlichen Meinung, sondern auch eine schwerwiegende Kluft zwischen der Bevölkerung und ihren Eliten. In Einklang mit den Forschungen von Frank Schimmelfennig und Craig Calhoun weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass die Unterstützung für eine weitere Öffnung der nationalen Grenzen als Teil der vorherrschenden Ideologie zu sehen ist, die von den Eliten weitgehend geteilt wird. Die allgemeine Bevölkerung hingegen ist in Fragen der Denationalisierung hochgradig gespalten.

Die Meinungskluft zwischen Eliten und Bürgern hinsichtlich der Denationalisierung ist wahrscheinlich in Deutschland stärker ausgeprägt als in anderen westeuropäischen Ländern. Nach dem Trauma von Nationalsozialismus und Krieg war die Neuerfindung der deutschen Identität explizit auf europäische und internationale Elemente ausgerichtet. Die Verantwortung Deutschlands gegenüber Ländern, die unter dem Zweiten Weltkrieg gelitten haben, ist ein Kernelement des Diskurses unter deutschen Eliten, wenn es um die Unterstützung des europäischen Integrationsprojekts geht. Der normative Druck auf die deutschen Eliten, einem kosmopolitischen Ideal zu entsprechen, ist in Deutschland wahrscheinlich weitaus stärker als in anderen europäischen Ländern. Um die Besonderheiten des deutschen Falls genauer zu beleuchten, müsste die Kluft zwischen Elite und Bevölkerung im Blick auf die Überwindung nationaler Grenzen in einem nächsten Schritt in anderen Ländern Westeuropas untersucht werden.

Literatur

  • Allmendinger, Jutta/Bunselmeyer, Elisabeth/Ecker-Ehrhardt, Matthias/Helbling, Marc/Holland-Cunz, Marc/Teney, Céline/Weßels, Bernhard: Entscheidungsträger in Deutschland: Werte und Einstellungen. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 2013.
  • Bunselmeyer, Elisabeth/Holland Cunz, Marc/Dribbisch, Katrin: Projektbericht
    „Entscheidungsträger in Deutschland: Werte und Einstellungen“. WZB Discussion Paper P 2013-001. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 2013.
  • Calhoun, Craig: „‚Belonging‘ in the Cosmopolitan Imaginary“. In: Ethnicities, 2003, Vol. 3, No. 4, pp. 531-553.
  • Putnam, Robert D.: The Comparative Study of Political Elites. Englewood: Prentice Hall 1976.
  • Schimmelfennig, Frank: „The Community Trap: Liberal Norms, Rhetorical Action, and the Eastern Enlargement of the European Union“. In: International Organization, 2001, Vol. 55, No. 1, pp. 47-80.
  • Teney, Céline/Lacewell, Onawa P./de Wilde, Pieter: „Winners and Losers of Globalization in Europe: Attitudes and Ideologies“. In: European Political Science Review (forthcoming).
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15 Kommentare
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  1. Wolfram Obermanns sagt:

    Schön, daß dieser Frage mal nachgegangen wird.
    Was ich vermisse ist eine Kosten/Nutzen-Analyse:
    Wer wird bei Migration einerseits zu welchen Kosten verpflichtet und kann andererseits welchen Nutzen generieren?

    Wenn die Immigration von Rumänen statistisch vielleicht kein Problem darstellt, so ist diese in den unterpriviligierten Vierteln der Großstädte sehr wohl eins.
    Mein Verdacht ist, die Elite kann bequem für Migration sein, weil sie die Vorteile genießen kann, während die unterpriviligierte Bevölkerung sich vor allem mit den Kosten (soziokulturell und materiell) der Migration konfrontiert sieht.

    Eine Studie, die gewissermaßen das chauvinistisch, bürgerliche Klischee einer Unterschicht, die einfach zu doof für Integration ist, bedient, halte ich für ziemlich problematisch.
    Gegen den einfachen causalen Zusammenhang von Bildung und Migrationsbefürwortung spricht m. E. in exemplarischer Weise auch, daß das Kopftuch erst zum Problem wurde, als es außerhalb der Ghettos auf den Köpfen junger Lehrerinnen vor bürgerlichen Kindern auftauchte. Da war schlagartig der Unterschied zwischen „allgemeiner Bevölkerung“ und den Hochschulabsolventen eingeebnet. Die FAZ titelte damals sehr treffend, „Nicht vor meiner Tochter“.
    Man könnte auch die spitzfindige Frage stellen, wie eine „im Hinblick auf Bildungshintergrund, sozialen Status, Rekrutierungsmuster oder ideologische Affinitäten sehr homogen(e)“ Elite Migration überhaupt als bereichernd empfinden kann? Faktisch kann das doch nur eine Art „Klassentreffen“ sein.

    Für den Bericht spricht der zurückhaltende Ton zu einer Studie, die sich ganz am Anfang einer Untersuchung befindet. Schade finde ich, daß man hier einmal mehr der naheliegenden „It’s the economy, stupid“-Frage aus dem Wege geht.

  2. aloo masala sagt:

    Die Studie stellt fest, dass eine Kluft zwischen Einstellungen der Elite und der normalen Bevölkerung gibt.

    Meine Hypothese ist, dass die Elite völlig andere Interessen verfolgt als die normale Bevölkerung. Das sind in erster Linie Interessen, die den Eliten nützlich sind und die Belange der Mehrheit ignorieren bzw. zu Lasten der Bevölkerung gehen. Diese Interessen zeugen nicht von einer liberaleren Einstellung der gebildeten Schicht, sondern eher von einer rücksichtslosen und entmenschlichten neoliberalen bis kapitalistischen Sichtweise. Dabei stellt die Elite stellt genügend Mechanismen bereit um Typen herauszufiltern, die inkompatibel für die Elite sind. Das ist etwa das, was in diesem Artikel als Sozialisierungseffekt bezeichnet wird.

    Was ich sagen möchte ist, die Elite ist nicht für mehr Migration, weil sie eine liberalere sondern eine rücksichtslos neoliberalere Einstellung hat. Würde Migration zu Lasten der Elite und ihrer Interessen gehen, dann würde die Migration von der Elite schlichtweg abgelehnt werden.

  3. […] MiGAZIN informieren Celine Teney und Marc Helbling über eine Studie, die es […]

  4. Mathis sagt:

    Die „Elite“ erscheint nach diesem Artikel als eine Spezies, die die Werte, für die sie eintritt,um die sie wirbt und die sie innerhalb ihrer Netzwerke kultiviert,einzig im Sprachcode transportiert und allein dort „realisiert“.
    Im Widerspruch dazu steht die unterstellte Liberalität, die durch eine „erzwungene“, opportune (karriereförderliche) Semantik konterkariert wird.Die Lebenswirklichkeiten der „normalen“ Bevölkerung, die die sterilen Kopfgeburten der „Eliten“ alltagstauglich händeln müssen, finden im Pseudorealismus natürlich keinerlei tiefergehende Beachtung. Probleme bei der Bewältigung dessen, was man sich selbst nie zugemutet hätte, werden dann unbekümmert mit gesellschaftlicher „Unreife“ erklärt und allein dieser angelastet.So ist die Sozialwissenschaft stets außen vor und aus „dem Schneider“.Ich bin dafür, den Sozialwissenschaften mal alle Mittel zu streichen und die Eliten mal ins Milieu eintauchen zu lassen.Vielleicht bringt das wertorientierte Handeln Einsichten,von denen das wertgebundene Schwafeln nur träumen kann.

  5. TaiFei sagt:

    Wenn die Vorstellungen der „Elite“ wirklich von liberalen Standpunkten ausginge, dann stellt sich die Frage, warum soziale Migration hier ausgeblendet wird. Die Schere zwischen arm und reich wächst praktisch überall. Die Migration zwischen den Klassen wird seit Jahren somit immer mehr erschwert. Wie deckt sich denn dass mit „liberalen Werten“?

  6. Mustafa sagt:

    Ich denke, die Elite ist für Zuwanderung, weil sie diese weit weniger als Konkurrenz betrachtet als der Durchschnittsbürger. Irgendwer muss doch die Pflegedienstleistungen, niederen Arbeiten usf. machen und Zuwanderung geht in Deutschland immer einher mit Senkung des Lohnniveaus in den jeweiligen Bereichen! Die „Elite“ PROFITiert von Zuwanderung, wohingegen der gemeine Bürger, um sein Lohnniveau und seinen Arbeitsplatz fürchtet. Beide Gruppen bewerten die Zuwanderung rein egoistisch! Denn wie heisst es so schön: Jeder ist sich selbst der nächste!

  7. burak sagt:

    Die Journalistin hätte sich gar nicht so viel mühe geben müsse mit dem Artikel. Die Elite braucht Migranten um sie zu unterdrücken, arbeiten und malochen zu lassen damit sie ihren Wohlstand beibehalten kann. Damit das Kapitalistische System weiterhin bestehend bleibt. Der Rest mit Liberal sein und so sind Märchen nach aussen hin. Die Oberschicht und die Elite sind die größten Menschenunterdrücker. Währen sie im Überfuss leben muss das normale Volk ums Überleben kämpfen.

  8. Gero sagt:

    @burak: Wie sieht Ihr Kampf ums Überleben aus? Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen?

  9. Kesin sagt:

    Tut mir Leid, aber für mich sind solche Studien nicht aufschlussreich, aber naja, so untermauern 2 Seiten Studie trotzdem folgende Hypothese…Wieso haben die oben nichts gegen Migration? Liegt es vielleicht daran, dass Menschen, die in Sicherheit leben und Kontrolle über gesellschaftliche Entwicklungen haben weniger Angst vor Migration haben, und andere die am Rand der Gesellschaft leben und Tag für Tag mehr ausgeschlossen werden dagegen sind, weil sie Angst davor haben noch mehr ins Abseits zu rutschen und ihre Existenz gefährdet sehen?

    lustigerweise unterliegen Menschen in oberen Schichten dabei den gleichen Ausgrenzungsmechanismen, wie tatsächlich schön im Artikel dargestellt („Sozialisierungseffekte innerhalb der Elite. Aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung müssen sich die Eliten einer political correctness anpassen“ a.k.a. Antirassismus)

    Wieso wird hier auf die NS-Zeit zurückgegriffen um die Spaltung zu erklären? Wieso erscheint es nicht offensichtlich, das Führungskräfte liberale Werte einnehmen, anders könnten sie doch gar nicht überleben? Wieso wird Bildung als Mittel gegen Anti-Migration (sorry für die Wortneuschöpfung) gesehen? Wenn alle so toll gebildet sind und wissen, dass alle Menschen gleich sind, löst sich dann das Poblem in Luft auf? Offensichtlich nicht, denn die „Eliten“ wollen ja auch nicht alle hier drin haben! Wichtig ist dabei die (völlig inhumane) Kosten/Nutzen-Analyse mit der Menschen selektiert werden sollen…was dem sogleich dem Ausgleich zwischen Kapital und Lohnarbeit entspricht

    Also, wieso sind die Menschen nicht für mehr Denationalisierung? Liegt es vielleicht daran, dass es außerhalb ihrer Kontrolle liegt, dass diese Denationalisierung nur wenigen hilft, die bereits oben in der Nahrungskette stehen….Ständig versucht man den Europagedanken Leuten überzustülpen, wobei diese überhaupt keinen Einfluss darauf haben und tatsächlich negativ davon betroffen sind…und man fragt sich, wieso sind die denn nicht dafür? daran müssen wir was ändern, indem wir es ihnen schmackhaft machen…was erwartet man denn da, außer das sie Angst davor haben?

  10. burak sagt:

    wie mein Kampf ums Überleben aussieht? Das alle Menschen gelich sind, Wenn wir wirklich christlich sind und Menschen sind, darf es keine Klassengesellschaft geben, keine Elite und Armen und Schichten. Es darf nicht sein, dass uns Konzerne unterdrücken und den Arbeitern ihren gerechten Lohn nicht geben. Banken, müssen abgeschafft werden. Wir dürfen nicht mehr als das Notwendigste besitzen, da 1 Milliarde MEnschen auf der Wwelt hungern und der Westen sind die Mörder. eine Welt ohne Grenzen und Länder, wo alle Menschen gleich sind. „Stammt aus der Bibel (Mt 19,24; Mk 10,25; Lk 18,25): „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme“.


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