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Migration und Integration in Deutschland

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Angela Merkel, an die Türken nach der Rede des türkischen Premiers Erdogan in Köln, März 2008

Türken in Deutschland

Je gebildeter, desto häufiger von Diskriminierung betroffen

Je besser Türkeistämmige in der Schule abschneiden, desto häufiger werden sie auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Die Erhebung geht der Frage nach, wie verbreitet der Alltagsrassismus in Deutschland ist.

Je höher der Schulabschluss von Türkeistämmigen ist, desto häufiger werden sie aufgrund ihres Namens oder Aussehens bei der Bewerbung um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz diskriminiert. Davon sind jedenfalls Türkeistämmige überzeugt, wie eine repräsentative Umfrage des Instituts INFO GmbH im Auftrag von radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zeigt. Danach gibt jeder Fünfte (19 Prozent) an, aufgrund seiner türkischen Herkunft mindestens einmal auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert worden zu sein, diese Quote beträgt bei Befragten mit hohen Schulabschlüssen 30 Prozent.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, ist das nur ein Teil des täglichen Rassismus, mit denen sich Türkeistämmige in Deutschland herumschlagen. So beklagt sich fast jeder Vierte (23 Prozent) über Beschimpfungen in der Öffentlichkeit durch Deutsche wegen seines türkischen Aussehens. Beschimpfungen wegen der Religionszugehörigkeit muss der Erhebung nach gut jeder Fünfte (21 Prozent) über sich ergehen lassen, bei den 15 bis 29jährigen liegt diese Quote bei 35 Prozent.

Lichtblick
Nicht selten kommt es sogar zu tätlichen Übergriffen. So gibt jeder Zehnte an, mindestens einmal wegen seiner türkischen Abstammung angegriffen worden zu sein. Doppelt so häufig sind 15 bis 19jährige Angriffen ausgesetzt. Schließlich gaben 14 Prozent der Befragten an, dass sie Angst um ihre eigene Sicherheit haben.

Trotz allem gibt es laut den Autoren der Studie auch einen Lichtblick: Die Diskriminierungserfahrung der Befragten sei im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Für Holger Liljeberg, Geschäftsführer der INFO GmbH, ist das eine Folge des NSU-Skandals: „Vielen Menschen ist bewusst geworden, wohin Rassismus führen kann.“ Es gebe eine zunehmende gesellschaftliche Ächtung von Rassismus. (hs)

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12 Kommentare
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  1. Jacky sagt:

    Ich bin immer wieder entsetzt wie sehr hier in den Kommentaren auf „die Deutschen“ verbal eingeprügelt wird.
    Wie hochnäsig sie sein sollen, eingebildet und zutiefst rassistisch.

    Ich bitte mal an die Betreiber dieses Portals zu bedenken – diese Form der Titulierung stellt eine Verallgemeinerung dar die dem was „den Deutschen“ vorgeworfen wird in NICHTs nachsteht.
    Die „Förderung der Komunikation“ kann ich bei vielen Themen hier nicht mehr sehen, es werden ausschließlich negative Aspekte beleuchtet.

    Sehr bedauerlich für das „Migazin“.

  2. Jacky sagt:

    und zu manchen der vor allem von Kommentatoren beschriebenen Punkte das wir ja nicht anerkennen würden wenn „nicht Deutsche“ einen hohen Bildungsabschluss haben: Trotzdem kommen immer mehr Menschen, auch hoch ausgebildete, nach Deutschland kommen. Und auch hier bleiben.
    zum Thema Braindrain gab es gerade passende Artikel im Verhältnis zur Türkei (die aktuell viele Hochqualifizierte Menschen verliert) und zur Slowakei.


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