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Die Wirtschaft entschied über die Anzahl der angeworbenen Gastarbeiter wie über deren Verteilung innerhalb der Bundesrepublik.

Ursula Mehrländer, Ausländerpolitik im Konflikt, 1978

TV-Tipps des Tages

09.07.2013 – Arabellion, BND, Islam, Tunesien, Nazi, Kinshasa

TV-Tipps des Tages sind: Das Feature: Die Schachspieler von Tunis. Der Islamist, der Präsident und die Zukunft der Arabellion; Kulturkrieger in Kinshasa: Das Auswärtige Amt riet Katrin Sandmann dringend von einer Reise in den Kongo ab; Nazis im BND: Waren der Bundesnachrichtendienst (BND) und sein Vorläufer, die „Organisation Gehlen“ ein Hort ehemaliger Nazis?

VONÜmit Küçük

DATUM9. Juli 2013

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Das Feature
Die Schachspieler von Tunis. Der Islamist, der Präsident und die Zukunft der Arabellion. Von Marc Thörner.

„Die islamische Republik haben wir schon heute“ sagt der eine. „Die Scharia kommt nie“ der andere. Der eine entspricht mit seinem weißen Bart und seinem gravitätischen Auftreten dem Klischee vom Islamistenführer. Der andere wirkt mit seiner dicken Brille, seiner Freizeitkleidung und seiner burschikosen Art wie ein Bürgerrechtler aus dem Bilderbuch.

Rachid Ghannouchi steht für den Anspruch der Islamisten, das System zu übernehmen. Moncef Marzouki ist Übergangspräsident und verkörpert die linken, säkularen Kräfte, von denen die Arabellion einst ausging. Doch während sie ihre bekannten Standpunkte wiederholen und Kompromisse miteinander aushandeln, gleicht ihr Dialog zusehens einem Schachspiel alter Männer, über das die Zeit hinweggegangen ist. Mörder und Milizenführer scheinen der Politik mehr und mehr den Takt vorzugeben. Werden sich nach den für Juni 2013 geplanten Wahlen noch einmal Linke und gemäßigte Islamisten die Macht teilen? Oder rutscht Tunesien unaufhaltsam in die Gewalt ab? Die Schachspieler von Tunis 19:15-20:00 • Deutschlandfunk

Kulturkrieger in Kinshasa
Reportage (Kultur – Krieg, Konflikt, Unruhen) – Das Auswärtige Amt riet Katrin Sandmann dringend von einer Reise in den Kongo ab, da das Land nach der Präsidentschaftswahl im Chaos zu versinken drohe. Sandmann und ihr Kameramann Michael Pohl fuhren trotzdem und suchten „Kulturkrieger“ in Kongos Hauptstadt Kinshasa. Die Bewohner nennen ihre Stadt Poubelle – Mülltonne. Fast nichts funktioniert hier. Aber genau in dieser chaotischen Riesenstadt traf Sandmann auf eine beeindruckend ambitionierte Kulturszene. Djo Munga etwa, der es sich in einem Land ohne Kinos in den Kopf gesetzt hat, in Kinshasa eine Filmindustrie aufzubauen. Das ehemalige Straßenkind Dinozord, das von einem berühmten belgischen Choreografen entdeckt wurde und jetzt als Tänzer sogar in Europa für Aufmerksamkeit sorgt. Und Rapper FM, der die Schönheit des Lebens besingt, während um ihn herum Armut, Korruption und Chaos herrschen. 19:30-20:00 • 3sat

Nazis im BND
Dokumentation – Waren der Bundesnachrichtendienst (BND) und sein Vorläufer, die „Organisation Gehlen“ ein Hort ehemaliger Nazis? Arbeitete der Auslandsgeheimdienst der Bundesrepublik mit Männern zusammen, die an der Ermordung von Millionen von Menschen beteiligt waren? Was sagen die Akten des BND-Archivs über die Mitarbeit von SS-Angehörigen und Funktionären der Nazi-Partei? Der Filmemacherin Christine Rütten ist es gelungen, einigen Netzwerken der „alten Kameraden“ im BND auf die Spur zu kommen. In monatelangen Recherchen setzte sie Decknamen und verschiedene Vorgänge miteinander in Beziehung und förderte interessante Details zutage. 22:00-22:53 • arte

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