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TV-Tipps des Tages

18.06.2013 – Türkei, EU, Fachkräfte, Solingen, Migranten, Rassismus

TV-Tipps des Tages sind: Von den Dardanellen zum Golf von Edremit: 93/13 Zwanzig Jahre nach Solingen: „Mein jüngstes Enkelkind wäre jetzt 25 Jahre alt. Am Tag vor dem Brandanschlag war sie so glücklich; Go north – Gastarbeiter mit Diplom: Etwa 60.000 Spanier haben 2012 ihre Heimat verlassen, weil dort die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent liegt

VONÜmit Küçük

DATUM18. Juni 2013

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Von den Dardanellen zum Golf von Edremit
Kaum mehr als einen Kilometer breit, aber doch eine schicksalhafte Scheidelinie zwischen Okzident und Orient, zwischen Europa und Asien: die Dardanellen. Zwei türkische Burgen wachen über den neuralgischen Punkt. Die Festung auf dem europäischen Ufer trägt den unzweideutigen Namen „Kilitbahir“, Meeresverschluss. Mitten im quirligen Alltag des Städtchens Canakkale am asiatischen Ufer führen zahlreiche Wege und Begegnungen auf die Spuren einer langen Geschichte als Schmelztiegel vieler Kulturen hier am Übergang zwischen Abendland und Morgenland.

Die Meeresenge der Dardanellen, das Tor zur Ägäis, wurde in der Antike von der Burgstadt Troja bewacht und ihr Hinterland, die Troas, weithin sichtbar vom sagenumwobenen Berg Ida überragt, dem heutigen Kaz Dagi, der auch das Küstenpanorama am Golf von Edremit bestimmt. Die Menschen im einstigen Land der Trojaner erscheinen uns heute längst nicht mehr nur fremd und fern, vieles ist uns in ursprünglicher Weise vertraut. Und die einheimischen Anatolier leben, wie es scheint, gut mit ihrem schwierigen doppelten Erbe, den aus Mittelasien an einen der Ursprünge Europas mitgebrachten Traditionen. 15:15-16:00 • RBB Berlin

93/13 Zwanzig Jahre nach Solingen
„Mein jüngstes Enkelkind wäre jetzt 25 Jahre alt. Am Tag vor dem Brandanschlag war sie so glücklich! Sie hatte einen Kindergartenplatz bekommen. Sie freute sich so sehr, dass sie den Brief liebevoll neben ihr Bett auf die Kommode stellte. Doch statt in den Kindergarten zu gehen mussten wir sie in ein Leichentuch wickeln“, sagt Mevlüde Genç im Gespräch mit Cosmo TV Reportage.

20 Jahre nach der brutalen Attacke auf das Wohnhaus der Familie ist es, als sei der hinterhältige Anschlag eben erst passiert – die Wunden sind noch lange nicht verheilt.

Der junge Filmemacher Mirza Odabaşi, war fünf Jahre alt, als das Solinger Haus in Flammen stand. Tagelang wurde in den Nachrichten über den ausländerfeindlichen Anschlag berichtet, Mirza hatte Angst, ihm und seiner Familie könnte das selbe passieren. Solingen hat ihn geprägt, wie viele andere auch.Sein Film geht auch der Frage nach, was seit dem Brandanschlag im Jahr 1993, geschehen ist. Was hat sich in den Köpfen der Menschen verändert? Wie konnte es soweit kommen, trotz Solingen, dass 20 Jahre später der Nationalsozialistische Untergrund NSU in Deutschland Menschen kaltblütig ermorden konnte? Es ist ein eindringlicher Film über ein Schicksal, das nicht nur eine Familie ins Mark getroffen hat, sondern es ist auch ein Film über das alltägliche Miteinander in Deutschland, das oft genug auch zum alltäglichen Rassismus geworden ist. 17:15-17:45 • PHOENIX

Go north – Gastarbeiter mit Diplom
Dokumentation – Eine wachsende Zahl junger Akademiker aus Spanien, Griechenland, aber auch aus den Balkanstaaten der EU sieht gegenwärtig ihre Zukunft jenseits der Alpen, „wo die Sonne selten scheint, wo es aber Arbeit gibt“. Immer mehr deutsche Unternehmen gehen im Süden auf Talentjagd nach Ärzten, Ingenieuren und IT-Spezialisten. Aber auch junge Erzieherinnen, Handwerker und Hotelfachkräfte werden nach Mittel- und Nordeuropa angeworben; eine neue Migrationswelle, die vor allem von den Universitätsstädten ausgeht. Etwa 60.000 Spanier haben 2012 ihre Heimat verlassen, weil dort die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent liegt. In Griechenland denken zwei Drittel der Hochschulabsolventen an Auswanderung. Welche Erfahrungen machen die jungen Krisenflüchtlinge? Und was bedeutet die Abwanderung für die Heimatländer? 22:55-23:55 • arte

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