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Migration und Integration in Deutschland

Es gab vor allem in der Anfangsphase der Anwerbung von Türken häufige Klagen der deutschen Arbeitskollegen darüber, dass die Türken … an ihrem Arbeitsplatz wie verrückt arbeiten und dadurch die Akkordsätze verderben.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

TV-Tipps des Tages

12.06.2013 – Muslime, , Islam, Moschee, Migranten, Penzberg, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Allah kam auch bis Asbach-Bäumenheim: Ein kleiner Ort im Donauries. 4.500 Menschen leben in Asbach-Bäumenhein, sie stammen aus 39 unterschiedlichen Nationen; stationen.Dokumentation: Moschee in Penzberg. Muslime und ihre Nachbarn – „Damit ihr einander kennenlernt“

VONÜmit Küçük

DATUM12. Juni 2013

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Allah kam auch bis Asbach-Bäumenheim
Dokumentation – Ein kleiner Ort im Donauries. 4.500 Menschen leben in Asbach-Bäumenhein, sie stammen aus 39 unterschiedlichen Nationen, mehr als 300 Einwohner sind türkischer Abstammung. Viele Frauen tragen Kopftuch, viele Männer der ersten Generation können schlecht deutsch – und doch scheint hier etwas anders, besser zu laufen als in Großstädten mit einem vergleichbar hohen Anteil an Migranten. Mehrere Wochen drehte ein Team des Bayerischen Rundfunks in Asbach-Bäumenheim, beobachtete das Leben der Türken, die zum Teil seit Mitte der 60er-Jahre hier ansässig sind.

Der Film von Frieder Käsmann zeigt die Geschichte einer erfolgreichen Integration. Alte und Junge, Deutsche und Türken kommen in dem Film zu Wort, erzählen von früher und heute, von Nähe und Distanz. Der Film zeigt vor allem die Gegenwart, in der die meisten der türkischen Einwohner ein eigenes Häuschen besitzen, ganz normal hier leben und arbeiten, beten und feiern. Viele sind nun schon in der dritten Generation hier, sie können sich ein Leben außerhalb von Asbach-Bäumenheim oder gar in der Türkei nicht mehr vorstellen. 15:00-15:30 • BR

stationen.Dokumentation
Moschee in Penzberg. Muslime und ihre Nachbarn – „Damit ihr einander kennenlernt“. Rund 400 Moscheen gibt es in Bayern – die meisten in Hinterhöfen, Gewerbegebieten, kaum zu erkennen. Der Wunsch der Muslime in Bayern, würdige Gebetshäuser zu bauen, wird immer wieder zum Prüfstein für alle Bürger. Ein Bericht von gelingender Nachbarschaft und gescheiterten Plänen.

In Bayern gibt es etwa 400 Moscheen. Die meisten sind kaum zu erkennen, weil sie in Hinterhöfen von Gewerbegebieten zu finden sind. Seit den 1990er-Jahren wollen viele der rund 300.000 Muslime in Bayern würdige Gebetshäuser bauen. Zwar erlaubt die im Grundgesetz verbriefte Religionsfreiheit den Bau von Moscheen, aber ihre Errichtung wird immer wieder zum Prüfstein für Toleranz unter Nachbarn.

„Damit ihr einander kennenlernt“ – dazu habe Gott die Menschen geschaffen, steht im Koran. Jutta Neupert geht in ihrem Film der Frage nach, wie das mit dem Kennenlernen funktioniert. Sie stellt eine alleinerziehende Muslima aus München vor, die sich erst vor wenigen Jahren entschieden hat, ein Kopftuch zu tragen. Sie porträtiert einen Muslim, der in Cadolzburg lebt, als Lehrer arbeitet, mit einer Katholikin verheiratet ist und dessen Kinder den evangelischen Kindergarten besuchen. Und sie beobachtet das Miteinander der islamischen Gemeinde in Penzberg und ihrer nicht-muslimischen Nachbarn. Dabei zeigt die Dokumentation von Jutta Neupert, wie interreligiöse Nachbarschaft trotz anfänglicher Berührungsängste zu einem gegenseitig befruchtenden Miteinander führt. 19:00-19:45 • BR

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