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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985
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Zweiter Demografiegipfel

Merkel: Wir brauchen Zuwanderung, haben aber einen sehr schlechten Ruf

Aufgrund der Alterung wird die Zahl der erwerbsfähigen Menschen bis zum Jahr 2030 um sechs Millionen zurückgehen. Zuwanderung ist laut Angela Merkel eine Option, diesen Verlust zu kompensieren. Allerdings habe Deutschland einen sehr schlechten Ruf.

DATUM15. Mai 2013

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RESSORTAktuell, Politik

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Deutschland wird nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bis 2030 rund sechs Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter haben. Deshalb könne man „durchaus auch auf eine Offenheit in Richtung Zuwanderung setzen“, sagte sie am Mittwoch beim zweiten Demografiegipfel in Berlin.

Merkel verwies auf den positiven Wanderungssaldo in Höhe von 370.000 im vergangenen Jahr. „Viele der Zuwanderer sind gut ausgebildet und wollen in unserem Land zeigen, was sie können. Die OECD sagt uns im Übrigen, dass die Bedingungen dafür in Deutschland sehr gut sind. Unser Ruf ist allerdings sehr schlecht. Wir gelten als abgeschlossen, wir gelten als ein Land, in das zu kommen sehr kompliziert ist. Das heißt, alle, die einen Beitrag dazu leisten können, tun auch gut daran, für Deutschland als ein offenes Land, das Fachkräfte sehr willkommen heißt, zu werben“, betonte die Bundeskanzlerin.

Im Bereich der Berufsbildung für Migranten habe man bereits viel erreicht. „Nach wie vor haben wir aber Probleme beim Beherrschen der Sprache und damit auch bei Fragen der Bildungsfähigkeit“, ergänzte Merkel und macht darauf aufmerksam, dass die „Gruppen derer, die zu uns kommen, sich dauernd verändern und wir natürlich darauf reagieren müssen“. (bk)

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22 Kommentare
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  1. Josef Özcan sagt:

    „Marie“ hat die Lage sehr gut erkannt, solange es in Deutschland noch wie selbstverständlich zu so abgrundtief menschenverachtenden und menschenrechtswidrigen Sprachfaschismen wie „Dönermorde“ usw. kommt, solange ist und bleibt „der Schoß fruchtbar noch“.

    Weiter so „Marie“: „Dein Weg wird kein leichter sein“ … aber du bist auf dem richtigen Weg.

    Josef Özcan (Diplom Psychologe)

  2. Cengiz5 sagt:

    So lange die Kanzlerin einige „seriöse Medien“ nicht in den Griff bekommt, die ständig Hetze betreiben, werden immer mehr Menschen in diesem Land mit Gesichtslähmung durch die Gegend laufen sobald sie einen „Ausländer“ auf der Strasse begegnen.

    Die Leute können gar nicht mehr lächeln. Wie soll da eine Willkommenskultur entstehen?


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