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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

TV-Tipps des Tages

08.11.2012 – Kopftuch, Muslime, Islam, Türken, Auschwitz, Juden, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Das Kopftuch: In der Sendung berichten türkische Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, über ihre Einstellung zum „Kopftuchgebot“; „Hurra, die Türken kommen!“ Fast drei Millionen Türken leben zurzeit in Deutschland; hier und heute: Auschwitz sehen

VONÜmit Küçük

DATUM8. November 2012

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Das Kopftuch
WissensZeit – In der Sendung berichten türkische Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, über ihre Einstellung zum „Kopftuchgebot“. Dabei kommen Mädchen zu Wort, die sich bewusst für das Kopftuch entschieden haben, sowie eine Familie mit drei Töchtern, die diese religiöse Tradition ablehnt.

Was will eigentlich das Kopftuchgebot? Es soll nach Ansicht der 16-jährigen Seynep, die sich bewusst für den Islam entschieden hat, muslimische Mädchen und Frauen vor zudringlichen Blicken schützen. Sie sollen vor der Ehe keusch sein und in der Ehe treu. Das Leben als Muslimin sieht Seynep als Vorteil für ihr nächstes Leben. Durch das Tragen des Kopftuchs fühlt sie sich als Persönlichkeit. Für das Kopftuch hat sich auch die Studentin Sümmeye entschieden. Es hat sie nach eigenem Bekunden vor „schlimmen Augen“ bewahrt. Im krassen Gegensatz dazu tritt eine junge Türkin auf, die kein Kopftuch tragen will, sich gerne ausdrucksvoll schminkt und modern kleidet. Ein Einblick in ihre Familie zeigt, dass auch solche Mädchen durchaus behütet aufwachsen können und dass traditionelle Werte wie Ehe und Familie hochgehalten werden. 08:15-08:30 • BR-alpha

„Hurra, die Türken kommen!“
Dokumentation (Kultur – Zeitgeschichte von 1945-1989) – Kopf der Woche: Deutsch-Türke – Dokumentation von Johanna Kaack. Fast drei Millionen Türken leben zurzeit in Deutschland. Ihre Gefühle sind widersprüchlich, sie changieren zwischen dem Wunsch dazuzugehören und sich dennoch abzuschotten. Sie leben mitten unter uns und dennoch wissen wir viel zu wenig voneinander.

Im Winter 1961 rollten die ersten Züge mit türkischen Gastarbeitern von Istanbul aus nach Westdeutschland. Die Wirtschaft der noch jungen Bundesrepublik boomte, die Arbeitskräfte aus der Türkei waren gefragter denn je: junge Männer, die vor allem in der Schwerindustrie, auf dem Bau und in der Automobilbaubranche zum Einsatz kamen. Das deutsch-türkische Anwerbeabkommen vom 30. Oktober 1961 hatte die Zuwanderung in großer Zahl erst möglich gemacht. Doch sollte der Aufenthalt ursprünglich auf zwei Jahre beschränkt bleiben. „Deutschland ist kein Einwanderungsland!“, lautete damals das Credo der Politik. Dennoch entschieden sich viele türkische Gastarbeiter, mit ihren Familien in der Bundesrepublik zu bleiben.

„ZDF-History“ zeigt, wie sich das Verhältnis von Deutschen und Türken in den letzten 50 Jahren entwickelt hat, was trennt und was verbindet. 08:35-09:20 • ZDFkultur

Süperseks
Fernsehfilm (Komödie – Fernsehspiel – Affären/Intrigen) – Kopf der Woche: Deutsch-Türke – Film von Kerim Pamuk und Daniel Schwarz 09:20-10:55 • ZDFkultur

hier und heute: Auschwitz sehen
Reportage – Eine Reportage von Felix Kuballa und Kamilla Pfeffer. Es ist nicht einfach irgendeine Klassenfahrt. Für die 26 Schüler einer Duisburger Gesamtschule geht’s nach Auschwitz. An den Ort, der für das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte steht. Sie kommen aus drei verschiedenen Jahrgangsstufen und haben sich alle freiwillig für diese Reise entschieden. Für die 17-jährige Betül stand von Anfang an fest: „Ich will das da unbedingt mal live sehen“. Schließlich sei das etwas anderes als Geschichtsunterricht, viel interessanter. Beim Abflug aber hat die junge Muslima gemischte Gefühle: Da ist Spannung, aber auch Angst vor dem, was sie in der KZ-Gedenkstätte erwarten wird. Im Rahmen einer Führung besichtigen die Jugendlichen zwei Tage lang das ehemalige Konzentrationslager. Die Reporter Felix Kuballa und Kamilla Pfeffer haben die Duisburger Schüler begleitet. 18:05-18:20 • WDR

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