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Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

TV-Tipps des Tages

07.10.2012 – Irak, Christen, Osmanische Reich, Ausländer, Indonesien

TV-Tipps des Tages sind: Angst! Christen im Irak; Wie Feuer und Wasser – Einheit und Vielfalt in Indonesien; Morgenland und Abendland: Der Aufstieg des Osmanischen Reiches. Monotheismus, Grundlagen der Wissenschaft, Bürgerrechte, Justiz, Handelsmärkte und verschiedene Kunstformen – der Mittlere Osten ist die Wiege grundlegender Ideen, die das moderne Weltbild bis heute prägen

VONÜmit Küçük

DATUM7. Oktober 2012

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Angst! Christen im Irak
Gott und die Welt – Film von Carmen Eckhardt. Abt Gabriele betreut vertriebene Christen im Nordirak. Joseph Yunis ist einer von ihnen. Er flüchtete mit seiner Familie aus Mosul, nachdem ihn islamistische Terroristen entführt und gegen 20.000 Dollar Lösegeld wieder freigelassen hatten. „So etwas hat es im Irak nie gegeben. Das fing erst nach der US-Besetzung 2003 an“, sagt sein Sohn Eder.

Vor 100 Jahren war jeder vierte Iraker Christ. Heute in Zeiten von Terror und Verfolgung lebt ein großer Teil der irakischen Christen im Exil. Viele haben Zuflucht in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak gesucht. Eine Schar Unerschrockener bleibt.

Erzbischof Sako harrt aus im heiß umkämpften Kirkuk. In seiner Residenz – bewacht, wie eine Festung – bringt er politische und religiöse Führer an einen Tisch und setzt sich für Versöhnung ein: „Wir sollten mutig sein und bleiben. Auch, wenn wir unser Leben aufgeben – als Märtyrer.“

Carmen Eckhardt drehte die Reportage in der Ninive-Ebene, in Kirkuk und im autonomen Kurdistan. Sie begegnet irakischen Christen zwischen Angst, verzweifeltem Mut und Hoffnung auf Sicherheit und Frieden. 17:30-18:00 • Das Erste (ARD)

Wie Feuer und Wasser – Einheit und Vielfalt in Indonesien
Dokumentation (Wissenschaft Technik Umwelt – Politik Ausland) – Film von Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch. Wenn flüssiges Magma seinen Weg aus einem Feuerberg findet, dann deshalb – so heißt es auf Bali – weil die kosmische Schildkröte, deren Panzer die Welt trägt, wieder einmal gewackelt habe. Deshalb heißt das Tier auch „Bedanang Nale“ – was so viel wie „kochendes Wasser und Feuer“ bedeutet. Genau diese Mischung steht symbolisch für das Magma, das sich aus dem Meer seinen Weg an die Oberfläche bahnt und zur Entstehung neuer Erdmassen führt. Ein Großteil Indonesiens verdankt seine geologische Existenz dem Vulkanismus. Politisch ist die Vereinigung zu einem Staat aus 18.000 Inseln kaum weniger explosiv: Auf rund 6.000 bewohnten Inseln leben mehr als 300 ethnische Gruppen, die über 600 unterschiedliche Sprachen sprechen. Gemäß des Staatsmottos „Einheit in Vielfalt“ mag die Existenz des Vielvölkerstaates wie ein aktiver Vulkan erscheinen, in dessen Innerem es heftig brodelt, der aber auch eine Chance der wechselseitigen Bereicherung bietet. Die Dokumentation „Wie Feuer und Wasser – Einheit und Vielfalt in Indonesien“ stellt den brodelnden Vielvölkerstaat vor. 21:00-21:45 • 3sat

Morgenland und Abendland
Dokumentationsreihe – Monotheismus, Grundlagen der Wissenschaft, Bürgerrechte, Justiz, Handelsmärkte und verschiedene Kunstformen – der Mittlere Osten ist die Wiege grundlegender Ideen, die das moderne Weltbild bis heute prägen. Die Dokumentationsreihe erzählt nicht die Geschichte einer Nation oder eines Volkes, sondern die des gemeinsamen Erbes aller Europäer. Die Reise von der Antike bis ins 20. Jahrhundert entdeckt eine faszinierende Grenzregion zwischen Europa, Asien und Afrika auf neue Weise und schildert sieben historische Ereignisse aus der Perspektive des Mittleren Ostens.

Der sechste Teil der Reihe erzählt von der bedeutenden geschichtlichen Rolle des Osmanischen Reiches.

Zur Zeit Elisabeths I. war das Osmanische Reich die herrschende Macht – nicht England, nicht Frankreich und auch nicht das Fürstentum Florenz. Als eines der ersten weltumspannenden und multikulturellen Reiche spielte es eine bedeutende geschichtliche Rolle, die trotz seiner prächtigen Paläste, fortgeschrittenen Technologien und glänzenden Kunstwerke jedoch relativ selten im Fernsehen dokumentiert wird. 07:00-07:54 • arte

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