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Migration und Integration in Deutschland

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Hessen 2011

Zahl der ausländischen Mitbürger gestiegen

Ende 2011 lebten 744 400 Ausländer in Hessen. Das waren 21 300 oder knapp drei Prozent mehr als im Jahr 2010. Die meisten von ihnen waren Türken. Neu Zugewanderte kamen vor allem aus Polen.

Nach der neuesten Auswertung des Ausländerzentralregisters lebten Ende letzten Jahres 744 400 Ausländer in Hessen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 21 300 oder knapp drei Prozent mehr als im Jahr 2010.

Gut drei Viertel (575 800) der Ausländer waren Europäer (einschließlich Türkei), darunter 284 100 aus den Staaten der Europäischen Union. Gut 93 400 stammten aus Asien, 42 600 aus Afrika und 27 600 der in Hessen lebenden Ausländer kamen aus Amerika. Aus Australien/Ozeanien stammten 1200 ausländische Mitbürger, und weitere 3800 Personen waren staatenlos oder mit ungeklärter Staatsangehörigkeit.

Unter den Personen mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit bildeten die Türken mit 169 600 die weitaus größte Gruppe, vor Personen aus Ländern des früheren Jugoslawiens (92 900) und italienischen Staatsbürgern (62 800). Danach folgten Polen (53 500), Griechen (28 700) und Spanier (18 100).

Polen mit dickem Plus
Die höchsten absoluten Zunahmen wurden bei Personen aus Polen (plus 6100), Rumänien (plus 4500) und Bulgarien (plus 3900) registriert. Dies deckt sich mit der Wanderungsstatistik 2011, die für diese Personengruppen ähnlich hohe Zuwanderungsüberschüsse auswies.

540 000 oder knapp 73 Prozent der Ausländer leben seit mindestens acht Jahren in Deutschland, darunter rund 305 000 ausländische Mitbürger mit einer Aufenthaltsdauer von 20 Jahren oder mehr. (hs)

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