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Angela Merkel, an die Türken nach der Rede des türkischen Premiers Erdogan in Köln, März 2008

Extremismusdebatte

Ab durch die Mitte

Wir setzen unseren Stuhl in die Mitte – das sagt mir ihr Schmunzeln – und ebenso weit weg von sterbenden Fechtern wie von vergnügten Säuen. – Friedrich Nietzsche

VONTobias Prüwer

Der Autor ist Philosoph und Kulturjournalist. Er leitet das Theaterressort beim Leipzigmagazin kreuzer und schreibt als freier Autor für verschiedene Zeitschriften und Magazine. Er ist Autor des Buches Humboldt reloaded: Kritische Bildungstheorie heute.

DATUM2. Dezember 2011

KOMMENTARE9

RESSORTAktuell, Meinung

QUELLE Seit 1992 steht Novo Argumente für unabhängigen politischen Journalismus jenseits des Mainstreams. Das Novo-Netzwerk gibt Publikationen heraus, führt Diskussionen im Internet und veranstaltet Livedebatten. Es sieht sich in der Tradition von Aufklärung und Humanismus. NovoArgumente rückt den Menschen ins Zentrum des Denkens. Die Novo-Macher interessieren Möglichkeiten statt Grenzen, Fakten statt Vorurteile, Verbindendes statt Trennendes. NovoArgumente lädt zum offenen Diskurs ein und bieten Raum für Kontroversen. Mitstreiter sind willkommen.

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Zur Semantik der Mitte
Es ist die fixe Idee einer rechten, maßvollen Mitte, die begründungslogisch der Rede von den Extremen vorausgeht. Mit Mitte wurde und wird Ebenmaß, Wohlgestalt und Harmonie assoziiert, das richtige Maßhalten und die ausgeglichene Balance oder Distanznahme zwischen zwei konträren Entitäten: Seien sie nun Laster, klimatische Bedingungen oder politische Ansichten. Das unbegründete, aber fast apriorisch erscheinende Denkbild der Mitte – nicht nur der Gesellschaft – hat durch die Jahrhunderte hinweg eine große Anziehungskraft auf das Denken gehabt, die wie eingangs bemerkt in der Antike fußt. Ihre Symbolkraft hat die Mitte-Motivik bis heute nicht eingebüßt und scheint selbst noch pluralistische Gesellschaften zusammenzuhalten.

Das Ringen um und das Festhalten an der Mitte findet auf vielen Ebenen statt. Es gibt sie zum einen individuell, d.h. auf persönlichem Level, wie die Ratgeberliteratur vermuten lässt. Regalmeter rufen dazu auf, die eigene Mitte zu finden, zu stärken, auszubauen. Menschen stehen in der Mitte des Lebens oder werden aus dieser herausgerissen. Die Mitte (der Gesellschaft), ob nun als alte, neue oder gar linke Mitte1, wird von verschiedenen Parteien gebetsmühlenartig beschworen und rhetorisch vereinnahmt. Während Angela Merkel einmal klarstellte, dass die Mitte „rechts von links“ liege, orakelte Gerhard Schröder: „Wer die Mitte durcheinander wirbelt, erlebt schlimmste Tragödien“2. Die Proklamation des In-der-neuen-Mitte-Seins bleibt keinesfalls auf die Parteienpolitik beschränkt. Sich im Zentrum zu wähnen, scheint generell attraktiv. Noch die Gegenüberstellung von Metropole und Peripherie ist ebenso durch solch ein unterschwellig pejoratives Bild geprägt wie die Unterscheidung in Zentrum und Peripherie.

Es sind die verschiedenen Vorstellungen und Ebenen, die im Topos von Mitte mitschwingen, die ihn so plausibel machen. Eine Semantik der Mitte kann wie folgt skizziert werden. Mal erscheint Mitte als ein „Mittelpunkt oder mittlerer Bereich“ und hat „topologische Bedeutung“, ist „zentraler Moment oder Zeitraum“, als „Mittelwert“ auf eine Metrik bezogen, meint „Balance oder Mittelweg“ und besitzt eine „qualitative, insbesondere ethische Bedeutung“. Außerdem erscheint Mitte als „Zentrum eines symbolischen Feldes, als Machtzentrum“ sowie als „Medium“ und kann „Mittelwesen, Mittelzustände, Mischungen“ bezeichnen3. „Das Strukturmuster der Axialsymmetrie steht in Beziehung zu fast allen semantischen Aspekten von ‚Mitte’“4. Axialsymmetrische Bilder und Vorstellungen sind in der „abendländischen Kultur“ grundlegende Weisen der Organisation. Das gilt für die Darstellung des Menschen, der Götter und des Sakralen. So sehen sich bereits frühe Kulturen als Bewohner der Mitte der Welt bzw. strebten zumindest danach und identifizierten ihren Flecken, ihr Dorf oder ihre Stadt als Nabel der Erde5.

„Daß es nahe liegt, sozial-hierarchische Strukturen in Bezug auf Macht-Zentren und -Peripherien in räumlichen Bildern darzustellen, illustrieren geläufige Diagramme. Macht-Symbole sind oft axialsymmetrisch: Wappentiere und Wappen aller Art, Machtarchitekturen (von Versailles bis zu faschistischen Architekturphantasien). Axialsymmetrisch sind auch die meisten Kultstätten (Kirchen, Synagogen, Tempel, Moscheen etc.); Heiligtümer nehmen in den meisten Kulten eine Stellung auf der Mittelachse des Kultraums ein […] Auch die ostentative Zentralisierung von Heiligtümern und Personen wirkt unmittelbar suggestiv: das Hineinrücken des Altars in die Kirchenmitte, das Bad des Politikers in der Menge usw. Autorität drückt sich in einer mittleren Positionierung unmittelbar sinnfällig aus“6.

Verstanden als Maßhalten wohnt der Mitte auch ästhetisch ein Idealstatus inne. Das Ebenmaß im Sinne eines besonderen Ins-Verhältnis-Setzen der Proportionen galt (und gilt) als Ausdruck vollkommener Schönheit. Dass Hans Sedlmayr 1948 seine kulturpessimistische Klage vom Verlust der Mitte rein kunstgeschichtlich begründet, ist höchst aufschlussreich: Die moderne, aus der Zentralperspektive herausgefallene Kunst gilt ihm als Symptom eines verrohten, dekadenten Zeitalters.

Auch der Balanceakt und die Ausgewogenheit bilden ein Motiv der Mitte. Man denke nur an die versinnbildlichte Gerechtigkeit oder das hohe Gebot der nuklearen Balance insbesondere zu Kalten Kriegszeiten. In dieser Hinsicht auffällig ist auch Eckhard Jesses Formel vom „Gebot der Äquidistanz gegenüber politischen Extremismen“, welche die „Mitte“ zu den Extremisten/extremistischen Positionen halten soll. Wer einen solchen Abstand nicht wahrt, gerate in eine „Schieflage“.7

Mitte der Gesellschaft?
Dieses Mitte-Prinzip gesellschaftstheoretisch zu verabsolutieren, ist fahrlässig und zeitigt jenes Sicherheitsdenken, dass auf vielen Feldern gesellschaftlicher Emanzipation im Wege steht. Ob wir uns nun wirklich in der „nachindustriellen Gesellschaft“, „Risikogesellschaft“, „Netzwerkgesellschaft“, „postmodernen Gesellschaft“ oder auch „Problemgesellschaft“ befinden oder in sozialen Gebilden, die unter Namen wie „Informationsgesellschaft“ und „Wissensgesellschaft“ subsumiert werden, ist unerheblich. Alle diese Beschreibungsversuche werden verschiedenen Aspekten gerecht und sie kennzeichnet die bereits vor rund 30 Jahren von Jürgen Habermas konstatierte „Neue Unübersichtlichkeit“. Eine Mitte ist hier nicht zu finden. Wie soll denn in jenem, auch von „Volksparteien“ immer wieder hoch gelobten Pluralismus eine Mitte existieren?

Einer sachlichen politischen Auseinandersetzung müsste es um Inhalte gehen. Unhinterfragbar aber werden durch das Mitte-Dogma gesellschaftlicher Mainstream und Mehrheitsmeinung: Gesamtgesellschaftliche Probleme wie Rassismus sowie andere Entstehungsbedingungen von „Rechtsextremismus“ werden tabuisiert und damit unbenennbar. Mitte-Extreme-Diskussionen helfen ebenso wenig weiter wie die eilfertige Gleichsetzung von rechts und links, wie sie seit ihrem Amtsantritt maßgeblich von Familienministerin Kristina Schröder betrieben wird – ohne wissenschaftliche Fundierung, versteht sich. Wenn Rassismus allgemein als verachtungswürdige Einstellung anerkannt wird, muss das für Neonazis genauso gelten wie für Thilo Sarrazin, auch wenn er SPD-Mitglied, also „Mitte“ ist. Ebenso wie Linke nicht automatisch vor antisemitischen Argumentationsmustern gefeit sind, weil sie links sind, trifft das auf CDU-Mitglieder zu, die auf das jüdisch-christliche Fundament Europas verweisen. Und wer linken die Tätern zugeschriebenen Autobrände – auf die Mehrzahl bereits gefasster trifft diese Beschreibung ja bisher nicht zu – als Gewalt an Sachen für extremistisch hält, muss sich fragen lassen, was die nicht nur immaterielle, systemische Kapitalvernichtung der letzten Krisenjahre nicht-extremistisch macht. Immerhin ging die ja dezidiert gegen die „Mitte“ respektive den „Mittelstand“.

Das Demokratieverständnis, dass sich in den Bezugnahmen auf die Freiheitliche Demokratische Grundordnung artikuliert, die als Abgrenzungsfolie gegen die „Extremisten“ dient und in der „Mitte“ zu finden sein soll, ist leer und formal. Aber eine Gesellschaft und die widerstreitenden politischen Ideen von darin lebenden Gruppen und Individuen sind eben nicht als so ein monolithischer Block zu fassen, das bemerken insgeheim ja auch die „Volksparteien“, denen Mitglieder und Wähler schwinden. Es wäre also längst Zeit, sich von der Mitte begründungslogisch zu verabschieden und die inhaltliche Bestimmung und Debatte wirklich zu beginnen. Der Blick auf eine bessere Beschreibung des sozialen Gefüges wird beim Festhalten an der Mitte verstellt, und es bleiben so wichtige Fragen über politische Orientierung, die eben inhaltlich und nicht in quasi-räumlichen Gesellschaftsbildern verhandelt werden müssen, ausgeblendet. „Mitte“ berührt ein Gefühl, eine belastbare politische Position drückt sie nicht aus. Nirgends findet sich eine detaillierte Beschreibung dessen, was eine gesellschaftliche Mitte an geteilten Grundüberzeugungen, Haltungen und Werturteilen zusammenhält. Aber wer die „Extremisten“ sind, da ist sich die vermeintliche Mitte plötzlich sehr einig.

Der Schurke ist immer der andere, stets derjenige, auf den der rechtschaffene Bürger, der Vertreter der moralischen oder rechtlichen Ordnung, mit dem Finger zeigt. Er erscheint immer in zweiter oder dritter Person. – Jacques Derrida

  1. Eine Debattenseite dient dem Projekt „Linke Mitte“.  []
  2. Zit. n. Herzinger, Richard (2002): „Mythische Mitte. Über das Ende der Konsensgesellschaft“, Merkur 7/02, S. 628–34, 629.  []
  3. Monika Schmitz-Emans: „Einleitung. Zur Semantik der ‚Mitte’. Vorüberlegungen“, in: Dies. (Hg.): Mitte. Philosophische, medientheoretische und ästhetische Konzepte, Verlag die Blaue Eule, Essen 2006, S. 7–15, 7–10.  []
  4. Monika Schmitz-Emans: „Mittelachsen. Symmetrien. Asymmetrien“, in: Dies. a.a.O., S. 166–89, 166.  []
  5. Mircea Eliade (1957): Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen, Insel Verlag, Frankfurt a.M. 1984, S. 41.  []
  6. Monika Schmitz-Emans: „Einleitung“, a.a.O., S. 9.  []
  7. Jesse, Eckhard: „Grenzen des Demokratieschutzes in der offenen Gesellschaft – Das Gebot der Äquidistanz gegenüber politischen Extremismen“, in: Ders. & Uwe Backes (Hg.): Gefährdungen der Freiheit. Extremistische Ideologien im Vergleich, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, S. 493–520, 518.  []
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9 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Mathis sagt:

    Gerade im Falle des „Rechtsextremismus“ dürfte die Rechtfertigung der Verortung „Abseits der Mitte“ doch sehr klar sein.Die Einbindung der NPD mit ihrem nationalistischen, fremdenfeindlichen Staatsbegriff in die politische Landschaft hat nicht zur Neutralisierung oder Kanalisierung rechtsextremen Gedankenguts geführt.
    Die Ergebnisse dieses Dilemmas sind uns gerade vor die Füsse gefallen.
    Extreme Positionen müssen auch in der Semantik als extremistisch erkennbar bleiben.Damit stehen sie außerhalb dessen, was für den demokratischen Verfassungsstaat noch tolerabel ist.
    Dass auch in „Der Mitte“ extreme Positionen vertreten werden, ändert nichts an der Bewertung, dass diese auf gesamtgesellschaftlicher Ebene nicht „konsensfähig“ sind.
    Mehr Partizipation und Mitbestimmung wird berechtigterweise zunehmend lauter gefordert.Das schwächt den Rechtsstaat nicht,setzt seine „Verfasstheit“ nicht aufs Spiel, sondern erwirkt mehr politische Teilhabe innerhalb des Ordnungrahmens, den der demokratische Verfassungsstaat vorgibt.Dort wo dieser sich dem Extremismus „ausliefert“, die Grenzen verschwimmen und nicht mehr trennscharf zu identifizieren sind, fördert er seine „Auflösung“, setzt er seine Legitimität aufs Spiel, wie soeben geschehen.

  2. @mathis sagt:

    Leider nehmen Sie nicht wirklich Bezug auf den Beitrag bzw. seine Kritik. Woran machen Sie denn bitte die „Mitte“ fest? „Rechtsstaat“ scheint mir eine formale wie leere und daher unangemessene Beschreibung sozialer Strukturen und politischer Einstellungen. Wenn man etwa in weiten Bevölkerungsteilen vorhandene menschenfeindliche Positionen wie Rassismus und Antisemitismus als „extremistisch“ tituliert, dann wird auch von der „Mitte“ nicht mehr viel übrig bleiben. Dass man den Neonazi-Terror auch noch „rechtsextremistisch“ nennt, damit scheint nicht mehr gesagt zu sein. „Extremismus“ ist eben kein Analysebegriff. Und der Rechtsstaat setzt vielmehr seine Legitimität aufs Spiel, wenn er – wie im von Ihnen angeführten Fall – neonazistische Strukturen unbehelligt lässt oder sogar noch indirekt finanzielle fördert.

  3. Mathis sagt:

    „Mitte“ betrachte ich lediglich als Konstrukt zur Ortung und Verortung dessen, was noch auf breiterer gesellschaftlicher Ebene Konsens ist.Es ist „künstlich“, aber zur Orientierung und als „Beschreibungshilfe“ (wie ein Kompass) geeignet, alles was wir als Gesellschaft für nicht wünschenswert halten, außerhalb der sog. Mitte anzusiedeln. Die Gefahren, die in der Aufgabe eines „Kompass“ liegen, auch wenn er unvollkommen ist, sehen wir derzeit, wie oben beschrieben.

  4. gedanke sagt:

    Es ist allein schon beschämend das es überhaupt noch Nazigesockse gibt.

    Merkel treten sie und ihre Handlanger ab, bevor das Schiff vollends kentert.

  5. @mathis sagt:

    Wie schlägt dann dieser Kompass bei Rassismus, Antisemitismus, Wunsch nach starker Hand etc. aus, die nicht nur an den von Ihnen erklärten Rändern zu finden sind. Weil sie z.T. „Konsens“ sind, werden sie nicht thematisiert?

  6. Mathis sagt:

    Eigentlich habe ich das schon oben beantwortet, aber gerne noch einmal:
    „Die Mitte“ hat die Tendenz, Positionen wie „Rassismus“, „Nationalismus“ etc. auszugrenzen.Diese Haltungen fordern auf breiter gesellschaftlicher Ebene Gegenbewegungen heraus, und erzeugen ein Einpendeln der „Kompassnadel“.
    In meiner Wahrnehmung funktioniert das in Deutschland noch.
    Derzeit sind eher Teile der „Verfassungswächter“ genau dieser „Wächterfunktion“ nicht nur nicht nachgekommen, sondern haben sich verfassungsfeindlichen Kräften gegenüber „blind“ verhalten,mit den bekannten Folgen.
    Viel wichtiger, als eine reibungslos funktionierende und kooperierende Staatsbürokratie, ist aber letztlich, dass allen Verantwortlichen klar ist, dass „Demokratie“ in allen Generationen wieder gelernt werden muss.
    „Demokratie“ hat niemand in den Genen,die muss gelernt und erfahren werden, immer wieder.

  7. @mathis sagt:

    Verstehe, was Sie meinen. Nur bin ich mir nicht so sicher, dass die „Mitte“ die Ihnen zugeschriebene Tendenz hat z.B. Nationalismus oder Rassismus auf breiter Ebene auszugrenzen. Das zeigen Hurra-Patriotismus oder Sarrazin-Begeisterung m.E. eben nicht. Und sicher, Demokratie muss gelernt und gelebt werden. Das macht es ja so problematisch von einer „Mitte“ zu sprechen, wenn wir doch vielmehr in einer pluralistischen Gesellschaft leben und es eben dieses anzuerkennen und bejahen gilt, will man sich Demokrat nennen. Das Bild der „unpolitischen“ „Mitte“ verdeckt das leider.

  8. Mathis sagt:

    Wo ist denn die „Sarrazin-Begeisterung“ auf einer Skala von 1 – 10 heute noch zu finden?
    Nebenbei kenne ich keinen einzigen Menschen,der in dieses Buch Zeit und Geld investiert hätte.Doch es soll tatsächlich millionenfach verkauft worden sein.Wieviel Prozent der Bevölkerung haben es demnach im Regal stehen, bei geschätzten 3 Millionen verkauften Exemplaren?
    Hurra- Patriotismus? Was meinen Sie damit genau. Fahnenappell auf dem Schulhof oder Absingen der Nationalhymne vor Unterrichtsbeginn? Wohl eher nicht…? Und zu guter letzt: Pluralismus habe ich an keiner Stelle mit Extremismus in einen Topf geworfen, und ist,so wie ich es sehe, auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in allen „Himmelsrichtungen“ vorhanden.Nicht einmal die politischen Parteien können sich intern auf eine einzige allgemeinverbindliche Linie einigen.Auch dort platzieren sich um die fiktive oder reale Mitte linke wie rechte Spektren.
    „Einigkeit“ wird nur auf Parteitagen demonstriert, während es hinter den Kulissen mit Sicherheit turbulent zugeht, wie im richtigen Leben!

  9. Mathis sagt:

    P.S und wieso ist die „Mitte“ „unpolitisch“?



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