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Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Mit Kopf und Herz

Eine religionspädagogische Perspektive auf den Islamunterricht

Der islamische Religionsunterricht (IRU) wird stets begleitet von kontroversen Diskussionen – wer soll und darf die Inhalte mitgestalten, mitbestimmen? Eine Reaktion auf den offenen Brief des Liberal-Islamischen Bundes (LIB) und des Vereins Demokratisch-Europäischer Muslime (VDEM).

VONAnnett Abdel-Rahman

geb. 1970, Lehrerin und Islamische Religionspädago- gin, promoviert im Bereich Islamischer Religionsunter- richt und ist Autorin der Lehrwerkreihe „Bismillah-Wir entdecken den Islam“. Sie ist Referentin für Islamischen Religionsunterricht im Vorstand der Schura Niedersachsen (Landesverband der Muslime in Ns.) und in dieser Funktion seit 2003 am Runden Tisch des Kultusministeriums für den Modellversuch IRU.

DATUM12. September 2011

KOMMENTARE15

RESSORTLeitartikel, Meinung

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Im nächsten Jahr soll in NRW Islamunterricht (IRU) als bekenntnisorientierter Unterricht starten. Seit Jahren gibt es dort einen religionskundlichen Unterricht für Muslime. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass nun die Muslime selbst entscheiden, welche religiösen Inhalte in ihrem Unterricht gelehrt werden.

Um die Inhalte des IRU zu gestalten, benötigt der bekenntnisneutrale Staat einen Ansprechpartner aus der muslimischen Gemeinschaft. Da der Islam keine Kirchenstruktur kennt, ist der Staat auf eine Zusammenarbeit mit den großen muslimischen Verbänden angewiesen. Auch, um eine größtmögliche Akzeptanz der Religionsunterrichts bei muslimischen Familien zu erreichen.

Geplant ist nun ein achtköpfiger Beirat, in dem die größten Verbände der Muslime – VIKZ, DITIB, Zentralrat und Islamrat, die sich im Koordinationsrat der Muslime (KRM) zusammenschlossen haben – gemeinsam mit Einzelpersonen über die Inhalte im Religionsunterricht abstimmen und entscheiden sollen.

Diese Tatsache sorgte für Widerstand aus den Reihen des Liberal-Islamischen Bundes (LIB) und des Vereins Demokratisch-Europäischer Muslime (VDEM). Beide Verbände sehen sich als Vertreter eines Islambildes, welches „eigene praktische, theologische und philosophische Vorstellungen vertritt, die sich von denen der KRM-Verbände unterscheiden“. So drückten sie sich in einem offenen Brief an die Landesregierung aus, in dem sie die Ministerpräsidentin des Landes NRW, die Mitglieder der Landesregierung und des Landtages aufforderten, sie an der Erstellung der Lehrinhalte zu beteiligen. Juristisch gesehen ist diese Forderung problematisch, da beide Verbände weder Moscheegemeinden vertreten noch beachtliche Mitgliederzahlen aufweisen. Der LIB zählt nach jüngsten eigenen Angaben 100 Mitglieder. Im Vergleich dazu vertritt der KRM nach eigenen Angaben etwa 280.000 Mitglieder.

Im Kern des offenen Briefs steht ein Misstrauen gegenüber den großen Verbänden, die aus Sicht des LIB und VDEM für einen rückwärtsgewandten, keinesfalls demokratisch-säkularen oder „liberalen“ Islam stehen. Daher warnen sie vor der Gefahr des Einflusses des KRM auf die Curricula des Religionsunterrichts.

Auch in den Medien meldete sich die Vorsitzende des LIB zu Wort und warnte eindringlich vor den „jungen Konservativen“, die, so der Ton, eher für das Alte seien als für das Neue, sich sperrten gegenüber Veränderung und Reflexion und deren Religionsverständnis geprägt sei von den Traditionen ihrer Herkunftsländer, nicht aber von theologischem Grundwissen über ihre Religion.

Der Religionsunterricht unterliegt dem übergeordneten Bildungsauftrag der Schule, wie er in den jeweiligen Schulgesetzen des Landes festgehalten ist. So heißt es in NRW exemplarisch für andere Bundesländer unter §2: „Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, in Liebe zur Friedensgesinnung.“

Spätestens hier wäre ein Konzept für einen katechetischen Religionsunterricht, der dogmatisch indoktrinierend agiert, sich an zementierten Normen, Haltungen und Einstellungen entlang hangelt, den Blick nur nach innen richtet und keinen Raum lässt für Fragen, Reflektieren und Dialog am Ende.

Es tut Not, einen sachlichen Blick zu werfen auf die Fragen: Wie gestaltet sich eigentlich der Religionsunterricht und wie positionieren sich die Verbände dazu?

Die vielfältigen Vorstellungen über die Inhalte von Islamischem Religionsunterricht – egal ob verbandsgebunden oder nicht – müssen eingebunden werden in die Realität eines Curriculums. Das muss, genauso wie für andere Fächer auch, pädagogischen und entwicklungspsychologischen Anforderungen und Erkenntnissen genügen. Und diese sind erst einmal nicht spezifisch islamisch.

Religionsunterricht macht nicht nur vertraut mit der Vielfalt an Formen und Ritualen des Glaubens und ermöglicht Erfahrungen gelebter Spiritualität. Er fordert auch die Befähigung zu religiöser Dialog- und Urteilsfähigkeit der Schüler – eine der wichtigsten und am meisten diskutierten Kompetenzen des Religionsunterrichts. Ethisches Lernen gehört damit genauso zur religiösen Bildung wie die Vermittlung elementarer Grundkenntnisse.

Auch im Nachbarland Niedersachsen soll im Schuljahr 2012/13 Islamunterricht als ordentliches Unterrichtsfach angeboten werden. Ansprechpartner sind ebenfalls die großen Verbände, namentlich Schura und DITIB, die sich nach mehreren Jahren des Modellversuchs auf einen gemeinsamen Beirat geeinigt haben.

Nun ist in Niedersachsen genau das passiert, wovor der LIB und der VDEM eindringlich warnen: Diese Verbände haben gemeinsam mit dem Kultusministerium die Inhalte für den Islamunterricht festgelegt.

Nach Jahren der Diskussion um religiöses Basiswissen, der Suche nach den Prioritäten, der Gespräche um didaktische Strukturen und religionspädagogische Methoden, haben Religionspädagogen, Theologen und Vertreter der beiden Verbände gemeinsam mit dem Kultusministerium ein Curriculum für die Grundschule entwickelt und abgestimmt. Dieses Curriculum ist nicht nur ein theoretisches Papier, sondern ein Scharnier zwischen der Religionsgemeinschaft (Schura und DITIB), den Lehrern, den muslimischen Eltern und dem Staat.

Es ist verbindlich für alle.

Und es zeigt auch, auf welches Verständnis von Religion und Religionspädagogik sich diese beiden Verbände einigen konnten: Der für sunnitische und schi’itische Kinder ausgerichtete Unterricht umfasst Fragen nach dem Woher und Wohin der Menschen, nach dem Koran, nach den Propheten, nach den religiösen Ritualen ebenso wie nach den Religionen anderer Menschen und nach der Verantwortung des Menschen in der Welt. Favorisiert wird für den Unterricht eine Didaktik des Fragens und Suchens, des Staunens und Entdeckens – vorgegebene Antworten oder einen tradierten Wertekanon sucht man vergeblich.

Kern sind dabei die Fragen und Lebenswelten der Schüler: Was will ich eigentlich? Was ist für mich und für andere gültig? Was darf oder muss ich tun? Was kann ich tun? Wo sind die Grenzen für mich und andere?

Schon in der Grundschule sollen die Schüler an den Koran als Arbeitsmittel herangeführt werden, kein Buch, dass man ehrfürchtig im Regal bestaunt, sondern eines, dass einlädt: Zum Lesen und Forschen, zum Nachdenken, Überdenken, Diskutieren.

Ein konkretes Beispiel: Es reicht nicht, Gott als Schöpfer der Welt zu begreifen und entsprechende Koranverse zu lesen. Aktives Verstehen schließt ein, sich der Frage zu stellen, wie Menschen mit dieser Schöpfung verantwortlich umgehen. Somit gehören Umweltschutz und ökologisches Handeln schon in der Grundschule als Bausteine in dieses Curriculum.

Dem Curriculum ist zu entnehmen, dass beide Verbände offensichtlich ein Interesse daran haben, muslimische Kinder zu bewusstem Denken und verantwortlichem Handeln als religiöse Individuen und als Mitglieder dieser Gesellschaft zu befähigen.

Dass sie damit auch den Nerv der Eltern getroffen haben, zeigen die Ergebnisse einer Evaluation des Islamunterrichts, die von Prof. Dr. Haci Halil Uslucan, Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung, in den Jahren 2005-2008 durchgeführt wurde. 79 Prozent der befragten Eltern zeigten sich darin mit den Inhalten des Islamischen Religionsunterrichts zufrieden bis sehr zufrieden. Auch bei anderen Fragen konnte bei Schülern wie Eltern ein hoher Zufriedenheitswert festgestellt werden.

Die Unterrichtsinhalte sind weder traditionell-konservativ noch anti-demokratisch. Es ist ein gutes Curriculum für den Islamunterricht in Niedersachsen, sozusagen ein solider Mittelklassewagen – auch noch kein Ferrari, dazu ist es noch zu jung. Zukünftige Erfahrungen der Lehrer und Ergebnisse der islamischen Religionspädagogik werden es verbessern.

Vor diesem Hintergrund ist die Panik dieser beiden Verbände bezüglich der zu erwartenden Inhalte eines Islamunterrichts in NRW nur schwer zu verstehen. Nicht zuletzt stellt sich hier die Frage, um welche spezifischen theologischen und pädagogischen Vorstellungen sie den Islamischen Religionsunterricht ergänzt haben möchten, der dann auch im Einklang mit der Heterogenität der Muslime steht.

Denn die letzte Abstimmung über einen gelungenen Religionsunterricht erfolgt mit den Füßen. Es wäre fatal, wenn Muslime einen Islamunterricht hätten und ihn niemand besuchen würde.

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15 Kommentare
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  1. Zerrin Konyalioglu sagt:

    „Es wäre fatal, wenn Muslime einen Islamunterricht hätten und ihn niemand besuchen würde.“ Sehr richtig.
    Wer sich mit Leben und Tod beschäftigt, und das tun nun mal auch Kinder, wird sich auch mit Religionen beschäftigen. Doch leider, gerade weil Religionsunterricht aus den Klassenzimmern verband wurde, ist es zu Halbwissen und Fehlinterpretationen gekommen.

    Obgleich im Kuran selbst nicht zwischen Aleviten und Sunniten unterschieden wird, haben sich dennoch verschiedene Strömungen entwickelt. Es wäre nicht hilfreich, 1.3 Milliarden Muslime als eine einheitlich homogene Gemeinschaft zu sehen, nicht weil es Sunniten und Aleviten und zig andere Strömungen gibt, sondern weil Religion unbedingt im kulturellen Kontext des jeweiligen Landes gesehen werden muss. So hat der Islam im Alltag der afrikanischen Muslimen einen anderen Stellenwert für muslimische Indonesier oder Iraner oder Türken. Sicher, man kann Islamwissenschaften studieren, aber wer Gebräuche, Sitten und Kultur des Landes, dessen Kinder man in Religionsunterricht „belehren“ will, nicht kennt, wird dieser Aufgabe nicht gerecht, nicht wirklich. Denn die Grenzen zwischen Alltagskultur und Religion sind fließend.
    Während es für Eltern nur um die Vermittlung von Religionskenntnissen für ihre Kinder geht, ist mittlerweile eine regelrechte Konkurrenz zwischen den einzelnen Organisationen ausgebrochen, denn es geht auch um Image, Anerkennung und Geld.
    Mag sein, dass die eine oder andere religiöse Organisation oder Vereinigung bei dem einen oder anderen Politiker in Deutschland auf offenere Ohren stößt, entscheidend ist aber ist, ob Eltern und Kindern damit gedient ist.
    Denn nichts wäre fataler, als wenn Eltern ihre Kinder aus dem Religionsunterricht wieder abziehen und der gesamtgesellschaftliche interreligiöse Dialog abbricht.

  2. Relbrandt sagt:

    „und der gesamtgesellschaftliche interreligiöse Dialog abbricht.“

    Gibt es diesen? Haben z.B. schonmal Muslime in einer Kirche gebetet? ich z.b. war schon in einer Moschee und habe mitgebetet, bzw. war ich andächtig, weil die Gebete kenne ich ja nicht.

    Das wäre interreligiöser Dialog, der wirklich was bringen würde. Alles andere ist Theorie!

  3. Zerrin Konyalioglu sagt:

    @Relbrandt, in den meisten Kirchen der Türkei finden Sie Muslime. Muslimen ist es gestattet überall zu beten. Wenn Sie den interreligiösen Dialog am Beten in „Fremdhäusern“ messen, dann ist man in der Türkei folglich weiter.

  4. Mika sagt:

    Natürlich haben Muslime bereits in der Kirche gebetet bzw. waren andächtig! Was ist das für eine Frage bzw. Quatsch? Nur weil Sie es evtl. nicht gesehen haben, heißt das ja noch lange nicht, dass so etwas nicht stattgefunden hat. tztztztz….

  5. Naja sagt:

    Jetzt bringt man also schon den Kindern in der Schule bei, dass Ahmed zwar was mit Andreas Schwester anfangen kann, Andreas aber die Finger von Ahmeds Schwester zu lassen hat.

  6. Annett Abdel-Rahman sagt:

    @zerrin: Aleviten und Sunniten/Schi’iten haben in Niedersachsen anfangs tatsächlich überlegt, einen Religionsunterricht gemeinsam stattfinden zu lassen. Bereits in den ersten Sitzungen haben aber alle gemerkt, dass die Vorstellungen über die Inhalte so weit auseinanderliegen, dass man keine Basis finden konnte, mit der alle zufrieden waren. Daher haben sich die Aleviten aus diesem Projekt zurückgezogen. Mittlerweile haben sie einen eigenen Religionsunterricht.
    Es ist richtig, dass auch der kulturelle Hintergrund der Kinder beachtet werden muss, ebenso der Lebensraum, sprich die deutsche Gesellschaft. Beides findet seinen Platz im Unterricht, wobei nicht der Lehrer in allen Kulturen der Experte ein muss, es geht eher darum, jedem seinen Raum zu lassen. Die Kinder sind der Mittelpunkt des Unterrichts, sie sollen auch erzählen und diskutieren dürfen, was sie kennen und bewegt!

    @Relbrandt: Natürlich gibt es viele interreligiöse Angebote auch in Kirchen, dort gibt es oft gemeinsame Veranstaltungen, wobei jede Religion für sich betet, was auch Sinn macht, da alle Religionen vieles vereint, aber eben es auch Unterschiede gibt. Daher betet oft jeder für sich in einem gemeinsamen Rahmen. Ehrlicher interreligiöser Dialog respektiert den Unterschied und arbeitet gemeinsam an gleichen Zielen.

    @Naja: Ich habe oben in dem Artikel versucht, darzustellen, dass ein Curriculum eben nicht vorgegebene Ansichten vermitteln kann. Natürlich werden Regeln und Gebote einer Religion auch im Religionsunterricht besprochen und diskutiert. Positionieren dazu muss sich aber jeder Schüler selbst, genauso wie er/sie das auch im Leben tun muss. Jeder ist selbst verantworlich, inwieweit er/sie diese Gebote lebt oder nicht.
    Im Religionsunterricht zentral behandelt wird die Würde des Menschen, seine Verantwortung vor Gott und den Menschen. Das schließt auch ein, das „Ahmed“ keinen Unterschied in der Wertung zwischen den Mädchen macht, ebenso sollte aber auch „Peters Vater“ nicht nach Luft schnappen, wenn sein „Peter“ eine „Fatima“ heiraten möchte :).

  7. Zerrin Konyalioglu sagt:

    @Annett Abdel-Rahman, wenn, wie in diesem Fall selbst Sunniten und Schiiten an einem Dialog scheitern, wird es unglaubwürdig, dass man vorgibt, einen islamisch-christlichernDialog anregen zu können.
    Die Religionslehrer aus den Herkunftsländer kennen die Situation der hier lebenden Muslime nicht so gut, stimmt. Aber, allein das Islamstudium in Deutschland-ohne dem natürlich gewachsenen Verständnis für die jeweilige Kultur des Landes, ist m.E. genauso wenig geeignet.

  8. MKA sagt:

    Lieber Relbrandt,
    wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber schweigen.
    Die Wahrheit über die Muslime sieht in Deutschland ein wenig anders aus: Die Hobby Islam Expertin – die zwei Artikel über den Islam gelesen haben und somit anscheinend, das Wissen für sich gepachtet haben, verschweigen und hintergehen, bewusst und gezielt folgende Tatsachen:
    1.) In Deutschland gibt es keine Meinungsfreiheit. Gebe es dieses, so würden die waren Expertin gefragt, wie sie ihre eigene Religion verstehen und Leben. Ein katholischer Pfarrer wird zum Podiumsdiskussion – mit dem Titel – Islam-Experte eingeladen. Wie glaubwürdig ist das denn? Stellt Euch mal vor – ein Muslim wird als Christ-Experte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen (so was wird in Deutschland sowieso NIEMALS vorkommen) – den Rest möchte ich nicht kommentieren.
    2.) In Deutschland werden die Moscheen seitens der Polizei und Polizei-Hunden, ohne Grund, rein aus Schikane, ohne die Schuhe auszuziehen, mit den Polizei-Hunden durchsucht. Warum? Weil Deutschland ein rechtsstaatlicher Staat ist?
    3.) Muslime werden auf der Straße als Terroristen beschimpft. Toll nicht? Anspucken, Anschreien, Pöbeln und Gewaltanwendung. Das sind Alltäglichkeiten in Deutschland.
    Geh mal auf die Seite der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Oder besuch mal die Website der OECD. Dann kannst Du mal schauen, wie toll die Menschenrechte Beachtung finden.
    Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich will nicht meine Energie unnötig verschwenden. Denn ich lebe seit 37 Jahren in diesem Land und ich habe eh und je eine Abneigung und Anti-Haltung gegen die Muslime erlebt.
    Menschenrechte und Religionsfreiheit sollten zunächst in Deutschland implementiert werden. Bevor man vollmundig anderen Ländern Rat gibt.
    M. Karabulut

  9. Europa sagt:

    @MKA
    Du kuckst wohl zuviel Youtube. Mach doch mal ein Spaziergang und kuck dir die Welt an wie sie wirklich aussieht. Die meisten Terroristen gehen halt in die Moschee und nicht in die Kirche, das einfach ein Fakt und wenn die Polizei eine Moschee durchsucht, dann soll man sich als Muslim gefälligst kooperativ zeigen und überhaupt glücklich sein, dass man eine Moschee haben darf, denn im Orient ist das ja bei weitem nicht üblich für Christen, oder?

    Ausserdem sollten sie mal beachten auf welchem Niveau sie jammern: Sie behaupten in Deutschland gäbe es keine Meinungsfreiheit und im gleichen Moment posten sie ihre Meinung öffentlich ins Internet wo es jeder lesen kann und es wird nicht zensiert. ??? Wo ist denn das Problem? Nur weil ein Pfarrer sich über den Islam geäussert hat?
    Sind sie nicht selbst ein kleiner Meinungstotmacher, wenn sie glauben es dürften sich nur die über den Islam äussern, die an ihn glauben und Islamwissenschaften studiert haben, dann sind sie ja kein deut besser als die, die von ihnen kritisiert werden.
    Falls es ihnen noch nicht aufgefallen sein soll: Es gibt zigtausende Varianten vom islam und jeder macht etwas anderes und dreht und modelliert sich den Glauben so zu recht, dass er damit leben kann und damit hat auch jeder das Recht den Islam zu erklären, kritisieren und zu verteufeln.

    „Muslime werden auf der Straße als Terroristen beschimpft. Toll nicht? Anspucken, Anschreien, Pöbeln und Gewaltanwendung. Das sind Alltäglichkeiten in Deutschland.“

    Ich behaupte mal das ist grober Unfug, was sie da geschrieben haben und nicht mehr. Muslime werden nicht mehr angepöbelt, beschimpft und bespuckt, als Einheimische nicht-Muslime.
    Sie haben einen seriösen Minderwertigkeitskomplex, weil Sie vielleicht aus einer Region kommen wo Muslime die Mehrheitsmeinung vertreten, und jetzt in einem Land wohnen wo sie selbst nur noch zu einer kleiner werdenden Minderheit gehören.

  10. BiKer sagt:

    @ europa

    sie schreiben: „Die meisten Terroristen gehen halt in die Moschee und nicht in die Kirche“

    ich zitiere aus dem migazin, den sie ja auch regelmäßig lesen: „Denn von den 249 Terroranschlägen im Jahr 2010, die auf europäischem Boden verübt wurden, wurden lediglich drei von islamistischen Terroristen begangen – Quelle: Europol.“
    http://www.migazin.de/2011/07/25/mediale-bilder-in-den-kopfen-selbstgepflanzt-und-kraftig-gedungt/

    und nu?


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