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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Türkei-Reise

Böhmer besucht Sprachkurs und Rückkehrer in Istanbul

Staatsministerin Maria Böhmer wird sich vom 11. bis 16. September 2011 zu einem Informationsbesuch in der Türkei aufhalten. Die Reise steht im Zeichen des 50. Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens in diesem Jahr.

„1961 war ‚Almanya‘ für die türkischen ‚Gastarbeiter‘ noch ein fremdes Land. Heute sind sie hier zu Hause. Und auch für viele Deutsche ist die Türkei näher gerückt. Das verbindet und schafft Vertrauen – zwischen den einzelnen Menschen und beiden Ländern. Zum 50. Jubiläum des Anwerbeabkommens steht die Brücke zwischen Deutschland und der Türkei auf einem stabilen Fundament“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Über die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern wird sich Staatsministerin Böhmer mit verschiedenen Mitgliedern der türkischen Regierung austauschen. Vorgesehen sind unter anderem Gespräche mit Innenminister Idris Naim Şahin und dem Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Mustafa Faruk Çelik.

Neben der Hauptstadt Ankara wird Böhmer Trabzon und Istanbul besuchen. In Trabzon ist unter anderem ein Gespräch mit Deutschland-Rückkehrern geplant, in Istanbul wird die Integrationsbeauftragte am „Rückkehrerstammtisch“ teilnehmen.

Spracherwerb, Religionsfreiheit und Frauenrechte
Weitere inhaltliche Schwerpunkte der Reise sind die Themen Spracherwerb, Religionsfreiheit und Frauenrechte. In Istanbul wird Staatsministerin Böhmer einen Sprachkurs besuchen, an dem Ehegatten vor ihrem Zuzug nach Deutschland teilnehmen müssen.

Bei ihrer Visite in Trabzon wird sich Böhmer über die Situation von religiösen Minderheiten in der Türkei, insbesondere der Christen, informieren. Nach dem Besuch der „Kleinen Hagia Sophia“ und der Marienkirche wird die Staatsministerin mit Mitgliedern der katholischen Gemeinde sprechen.

Zudem ist in Trabzon ein Gespräch mit Vertreterinnen von Frauen-Vereinen geplant.

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