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Migration und Integration in Deutschland

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In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland.

Konsortium Bildungberichterstattung, Bildung in Deutschland, 2006

Happy Birthday AGG

Lüders fordert Maßnahmenpaket für eine Verbesserung des Diskriminierungsschutzes

Am 18. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft. Gleichzeitig wurde die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) eingerichtet. Anlässlich des fünften Jahrestags fordert Christine Lüders eine Verbesserung des Diskriminierungsschutzes.


Ruth Brand, Beisitzerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V:

Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde ein erster Schritt getan, die verschiedenen, durch die Europäische Union initiierten Richtlinien und Initiativen zur Bekämpfung von Diskriminierungen in deutsches Recht zu überführen. Insbesondere zählten dazu auch Benachteiligungen wegen Lebensalters, die jedoch im Wesentlichen auf das Arbeitsleben beschränkt sind. Dabei bleiben die vielfältigen Altersgrenzen unberücksichtigt und oft der allgemeinen Wahrnehmung entzogen, die z. B. bei der Kreditvergabe durch Banken, bei Versicherungen oder der Berufung bzw. Nicht-Berufung von Schöffen und Sachverständigen bei Gericht existieren. Selbst das ehrenamtliche Engagement stösst auf unterschiedliche – oft willkürlich erscheinende – Altersgrenzen.

So verbinde ich mit meinen Glückwünschen zum 5. „Geburtstag“ des AGG die Hoffnung, dass Sie weiterhin „am Ball bleiben“, denn Korrekturbedarf zugunsten Älterer gibt es noch reichlich.

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