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Migration und Integration in Deutschland

Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Guntram Schneider

„Deutliche Zeichen gegen Islamophobie setzen – Ramadan ist gelebtes Miteinander“

Guntram Schneider wünscht anlässlich des heute beginnenden Fastenmonats Ramadan den Muslimen alles Gute. Er fordert Muslime wie Nicht-Muslime auf, in der Fastenzeit ein Zeichen gegen geistige Brandstifter zu setzen.

Anlässlich des heute beginnenden islamischen Fastenmonats Ramadan hat Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) den Muslimen in Nordrhein-Westfalen alles Gute gewünscht. „Der Islam ist Teil unserer Gesellschaft und Ramadan gehört mittlerweile zu den religiösen Festzeiten, die in unserem Kalender ihren festen Platz haben“, sagte Schneider am Freitag in Düsseldorf.

Der Minister appellierte an die nicht-muslimische Mehrheitsgesellschaft, in der Fastenzeit auf die muslimischen Bürger Rücksicht zu nehmen. „Der Ramadan ist eine Zeit, in der sich Muslime und Nichtmuslime gegenseitig ihren Respekt in besonderer Weise zeigen können und sollten“, erklärte Schneider. Damit könnten auch deutliche Zeichen gesetzt werden gegen geistige Brandstifter und Vereinfacher, die undifferenziert Generalvorbehalte gegen den Islam und die Muslime schürten.

„Menschen aus islamisch geprägten Ländern wandern seit knapp einem halben Jahrhundert nach Deutschland ein. Sie leben hier bereits in der zweiten und dritten Generation und sind fester Bestandteil unserer Gesellschaft“ so der SPD-Politiker abschließend.

In Nordrhein-Westfalen lebt die größte Anzahl der in Deutschland ansässigen Muslime (ca. 1,5 Millionen). Knapp die Hälfte von ihnen sind deutsche Staatsangehörige. Die diesjährige Fastenzeit beginnt am 1. August und endet am 29. August 2011. Sie fällt in die Sommerferien. (eb)

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22 Kommentare
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  1. linguistin sagt:

    Ein Artikel, den unsere Gesellschaft braucht.

  2. Neudeutsch sagt:

    Ich habe mehr Gemeinsamkeiten mit gesellschaftlich engagierten und reflektierten altdeutschen MitbürgerInnen als mit neoliberalistisch-egoistischen Alt- und Neudeutschen, die der gesamtdeutschen Gesellschaft Schaden zufügen.
    Dabei willentlich und wissentlich antisozial sind, ideologisch so geblendet, dass sie die negativen Folgen von demografischem Wandel, ungleichen Bildungschancen und die kosmopolitische Bedeutung der gesellschaftlichen Vielfalt verkennen.


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