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Migration und Integration in Deutschland

Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

TV-Tipps des Tages

21.04.2011 – Bildung, India, Guttenberg, Islam, Frankreich, Bayern

Die TV-Tipps des Tages sind: Neue Heimat Deutschland; Vom Traumschiff ins indische Niemandsland; Internet im Regenwald; Köpfe in Bayern; besser lesen; Serie in Schwarz

VONÜmit Küçük

DATUM21. April 2011

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Neue Heimat Deutschland
Kampf um Bildung? – Für Immigranten gehören Bildung und Ausbildung zu den wichtigsten Faktoren, ohne die die Chancen auf gesellschaftliche Integration und beruflichen Erfolg deutlich gemindert werden.

Doch hierzulande sind an höheren Schulen ausländische Kinder und Jugendliche die Ausnahme – und zwar unabhängig davon, ob sie in Deutschland geboren oder zugewandert sind. Der größte Teil schulpflichtiger Immigrantenkinder landet an einer Hauptschule, schafft kaum einen Abschluss und findet nur schwer einen Ausbildungsplatz. Lediglich drei bis vier Prozent besuchen ein Gymnasium. Mangelhafte Deutschkenntnisse, fehlende soziale Anregung und Erfahrungen mit Diskriminierung tragen ihren Teil zur Benachteiligung dieser Kinder und Jugendlichen bei. Kompensierende Unterstützungsleistungen von Eltern und Lehrern sind daher für Migrantenkinder unerlässlich. Der Forschung ist dies seit 20 Jahren bekannt, doch eine breite Infrastruktur dazu fehlt nach wie vor. Die Betroffenen sind auf einzelne Initiativen angewiesen. Wir stellen hier entsprechende Projekte in München, Augsburg und Nürnberg vor. (08:30 – 09:00, BR-alpha)

Vom Traumschiff ins indische Niemandsland
Dokumentation (Kultur – Alltagskultur) – Film von Petra Schulz – „Incredible India“, unglaubliches Indien – selten war ein Werbeslogan so wahr. Wie kaum ein anderes Land der Erde vereint der indische Subkontinent die verschiedensten Extreme: bittere Armut und märchenhaften Reichtum, moderne Städte und mittelalterliche Kulturstätten, prachtvolle Paläste und dörfliche Idyllen. Außerdem leben auf dem Subkontinent nahezu alle Religionen friedlich zusammen. Petra Schulz reist in den Bundesstaat Madhya Pradesh, mitten ins Herz Indiens. In Mandu, der „Stadt der Freude“, erzählen uralte Palast-und Tempelruinen Geschichten von Liebe und Leid. In Ujjain, einer der heiligsten Stätten Indiens, baden die Gläubigen im heiligen Fluss Shipra und beten zu Krishna, Shiva und Ganesh. In Omkareshwar, der Insel des heiligen Om, suchen Pilger die ewige Seligkeit. Dort trifft die Autorin Hans-Jürgen Tögel. Der Regisseur zeigt in Erfolgsserien wie „Das Traumschiff“ und Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen das Leben von reichen, schönen Menschen vor traumhaften Kulissen. In Jhabua, wo die Ureinwohner vom Stamm der Bhil in bitterer Armut leben, fand Tögel vor zwölf Jahren seinen Lebenssinn. Bei einer Motivsuche für „Das Traumschiff“ erlebte er dort Kinderelend und Diskriminierung und entschied sich, zu helfen. Spontan baute er „sein“… (14:35 – 15:05, 3sat)

Internet im Regenwald
Magazin (Gesellschaft – Politik Ausland) – Umweltschutz bei den Surui-Indianern Film von Andreas Wunn. (17:15 – 17:30, ZDFinfokanal)

Köpfe in Bayern
Senta Berger – ein Porträt – Verena von Hases Porträt zeichnet die Karriere der erfolgreichen Schauspielerin nach und begleitet sie an wichtige Stationen ihres Schaffens: ins Theater, an Drehorte und während einer wichtigen Auslandsreise nach Jerusalem mit ihrem Mann.

Sie ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten Schauspielerinnen in Deutschland und eine der wenigen Prominenten mit internationalem Renommee.

Senta Berger, gebürtige Wienerin, hat eine einzigartige Karriere in Theater, Film und Fernsehen gemacht. Sie hat in weit über 100 Kinofilmen vor der Kamera gestanden. Ihr Handwerk hat sie am Theater gelernt und ist immer wieder zur Bühne zurückgekehrt. Acht Jahre lang war sie die Buhlschaft im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen. In den letzten Jahren arbeitete sie vornehmlich fürs Fernsehen. Mit TV-Klassikern wie „Kir Royal“ von Helmut Dietl oder „Die schnelle Gerti“ ihres Ehemannes, Regisseur und Produzent Michael Verhoeven, startete Senta Berger nach Kino und Theater ihre dritte Karriere und ist ein Garant für Top-Quoten wie als Kriminalrätin Eva Prohacek in der ZDF-Reihe „Unter Verdacht“. Für die ARD-Produktionen „Schlaflos“ und „Frau Böhm… (22:00 – 22:45, BR)

besser lesen
Walter Janson mit zwei Autoren zu aktuellen Neuerscheinungen – Mit Guttenberg und dem Islam stehen heute zwei hochaktuelle Themen im Fokus der Sendung. Zu Gast bei Walter Janson sind der politische Journalist Eckart Lohse und der Publizist Klemens Ludwig.

„Guttenberg Biographie“: Was macht die Faszination des Expolitikers Guttenberg aus? Dem Phänomen Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg sind die Autoren Eckart Lohse und Markus Wehner in ihrem Buch auf der Spur. Und gehen u. a. der Frage nach: Wie konnte Guttenberg die Mehrheit der Deutschen „verzaubern“? Gerade als das Buch erscheint, werden die beiden Autoren von der Wirklichkeit überrollt: Der Verteidigungsminister tritt wegen der Plagiatsvorwürfe gegenüber seiner Doktorarbeit von all seinen politischen Ämtern zurück. Umso spannender ist es, die aktuelle Biographie zu lesen, da sie bereits den Charakter Guttenbergs genau erfasst hat und auf einige offene Fragen Antwort gibt. (23:25 – 23:55, SWR BW, SWR RP, SWR SR)

Serie in Schwarz
Die Stadt beißt – Serie – Gemeinsam mit ihrer Cousine reist Sara illegal nach Frankreich ein. Um die Schulden für das gefälschte Visum zurückzuzahlen und überleben zu können, müssen sie sich prostituieren. In einer heruntergekommenen Absteige fristen sie ihr Dasein.

Es vergeht kein Tag, an dem Sara nicht malt und zeichnet. Ihre Bilder können sich sehen lassen, sagen alle. Sie ist eine vielversprechende und talentierte Künstlerin. Die junge Kongolesin verehrt Jean-Michel Basquiat, den ersten schwarzen Maler, der weltweit bekannt und berühmt wurde. Er ist ihr Vorbild und macht ihr Mut. Regelmäßig trifft sie sich mit Tramson, einem alten Lehrer, der in sie verliebt ist. Er verspricht, ihr aus ihrer desolaten Situation zu helfen, sobald sie all ihre Schulden bezahlt hat. Als Sara jedoch am Weihnachtstag ihre Cousine Zina ermordet auffindet und entdecken muss, dass all ihre Ersparnisse gestohlen worden sind, macht Sara kurzen Prozess. Die junge Frau bewaffnet sich mit einem Schraubenzieher, um den Mörder eigenhändig zu töten … (01:45 – 02:45, arte)

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