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Migration und Integration in Deutschland

Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Wochenrückblick

K13/11 – Islamkonferenz 2011: War es die letzte?

Islamkonferenz 2011: Necla Kelek lobt, das Türkisch-Deutsche Forum der CDU NRW tadelt den Minister; die muslimischen Teilnehmer erinnern ihn an den Zweck, und Uli Gellermann macht sich über die Konferenz lustig.

VONLeo Brux

 K13/11 – Islamkonferenz 2011: War es die letzte?
Leo Brux, 1950 in München geboren, ist u. a. Integrationskurs-Lehrer bei der InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V., einem großen Träger der Integrationsarbeit in München. Migrations- und Integrationsfragen beschäftigen ihn seit den frühen 70er Jahren sowohl praktisch als auch theoretisch, privat und beruflich. Für die InitiativGruppe schreibt er einen Migrationsblog.

DATUM4. April 2011

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Der bewusst widersprüchliche Umgang des Innenministers mit dem Islam und mit der Islamkonferenz – Friedrich will zugleich den ministeriellen Integrationsverpflichtungen genügen als auch den islamfeindichen Mob besänftigen – hat es wahrscheinlich gemacht, dass die Islamkonferenz nun gestorben ist. Abschaffen oder aussetzen, diese Forderung überwiegt in der Debatte.

Es gibt auch andere Meinungen. Zum Beispiel diese von Necla Kelek in der Welt: Friedrich sei

der erste Politiker, der den Moscheevereinen etwas abverlangt, nämlich zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Das Geschrei bei den Vormündern ist groß. Denn wenn diese Haltung Schule macht und man von den Muslimen und ihren Verbänden aktiv Integrationsleistungen abverlangen kann, wenn wir darüber diskutieren können, ob ein Bürger dieses Landes zumindest in Sicherheitsfragen loyal gegenüber der Gesellschaft sein sollte, dann verändert sich auch das von der Sozialpolitik eingehegte Leben der Migranten.

Das heißt: Schäuble und de Maizère haben den Moscheevereinen nichts abverlangt, auch nicht, zum Schutz der Gesellschaft aktiv zu werden. Sie haben ihnen keine aktiven Integrationsleistungen abverlangt. Keine Loyalität zumindest in Sicherheitsfragen.

Behauptet Necla Kelek. Weiß sie eigentlich, was sie schreibt, wenn sie etwas schreibt?

Bundesinnenminister Friedrich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

SZ: Ist der Islam für Sie eine böse Religion?

Friedrich: Deutschland ist ein religionsfreundliches Land, das schließt selbstverständlich auch den Islam mit ein. Jede Religion, auch der Islam, kann jedoch leider politisch missbraucht werden. Diesem Missbrauch von Religion ist entschieden entgegenzuwirken.

SZ: Ist der Islam die derzeit missbrauchteste Religion?

Friedrich: Mit Blick auf den Islamismus muss man sagen: Er ist zumindest stark missbraucht. Den Superlativ will ich da nicht gebrauchen. Der weitaus überwiegende Teil der Muslime in Deutschland vereinbart Religiosität mit Demokratie.

SZ: Es wird viel über einen deutschen Islam geredet als eine besondere Ausprägung des Islams. Sollte man versuchen, diesen fördernd zu schaffen?

Friedrich: Es ist nicht Aufgabe des Staates, sich in Inhalte von Religionen einzumischen. Unsere Aufgabe ist nur, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, in dem jeder seinen Glauben, seine Religion leben kann.

Vernünftige Worte – den Islamfeinden ins Stammbuch. Folgt nicht daraus, dass der Islam heute – bei 4 Millionen Muslimen im Land, 1,8 Millionen davon mit deutscher Staatsbürgerschaft – sehr wohl Teil von Deutschland geworden ist? – Wir müssen ja nicht in die Geschichte zurück gehen, wir brauchen auch nicht zu fragen, ob der Islam (oder das Judentum oder das griechisch-orthodoxe Christentum) zur Identität Deutschlands gehört.

Gut auch, dass Friedrich klar macht: Es ist nicht die Aufgabe des Staates, sich in die Inhalte von Religionen einzumischen. Das würde sich seine eigene katholische Kirche auch gewiss verbitten!

Uli Gellermann nimmt für ReadersEdition diesen Punkt satirisch aufs Korn. Er fingiert ein Interview mit Friedrich bezüglich einer „Christenkonferenz“, auf der es um eine „Sicherheitspartnerschaft“ gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern gehen soll:

Aber Herr Minister, es gibt doch Millionen Christen, die sich nie an Kindern vergriffen haben. Ist diese “Sicherheitspartnerschaft” nicht eine Art Vorverurteilung?

Ich bitte Sie! Wer in die Schmuddeleien nicht verwickelt war, der kann sich doch von diesem Vorwurf durch meine Maßnahme prima reinwaschen, wenn er meinem Ministerium Verdachtsmomente gegen die Schänder liefert. Ich will nur das Umfeld der Täter zur Mitarbeit aufrufen, wenn die Christen selbst darauf achten, ob sich jemand in ihrer Umgebung verdächtig macht, dann kommen sie nur ihren staatsbürgerlichen Pflichten nach. Das ist der erste Schritt in die Integration der Christen in einen laizistischen Staat.

Gellermann scheint auch an einige der Kommentatoren im MiGAZIN gedacht zu haben, als er diese Passage schrieb. Der fiktive Friedrich kündigt an:

Als nächstes nehmen wir uns mal das Verhältnis der Christen zu den Frauen vor. Zum Beispiel hat einer ihrer Propheten gesagt “Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.”

Das widerspricht eindeutig dem Gleichheitsgebot des Grundgesetzes.

Und nicht zuletzt: Alle, die in dieser Religion was zu sagen haben, sind Männer: Jesus, die Jünger, die Evangelisten. Ich kann nur sagen, die Christen werden wir demnächst gendern, dass ihnen das Hören und Sehen vergeht!

Das Deutsch-Türkische Forum der CDU Nordrhein-Westfalen ist unzufrieden mit dem Minister:

„Innenminister Friedrich beschädigt den Dialog mit den Muslimen in Deutschland. Den Fokus der Islam Konferenz auf sicherheitspolitische Fragestellungen zu legen, ist der falsche Weg.

Denn das hochsensible Thema der Prävention vor islamistischem Extremismus und Terrorismus darf nicht mit der Integration von Muslimen in Deutschland vermengt werden.

Auch in der Themenbehandlung der Islam Konferenz muss durch Innenminister Friedrich herausgearbeitet werden, dass Islam und Islamismus klar zu unterscheiden sind.

Viele Muslime fühlen sich unter Generalverdacht gestellt, wenn im Zusammenhang mit der Islam Konferenz vor allem die innere Sicherheit debattiert wird.

Die Angst vor dem Islam in Teilen der deutschen Bevölkerung wird mit diesem Vorgehen eher gefördert als ihr entgegenzuwirken.“

Im Dialog um Integration die Sicherheitsfragen hervorzuheben, war eine absichtsvolle Provokation, die auf beiden Seiten durchaus angekommen ist. Ich brauche die Kritik daran hier nicht ausgiebig zu zitieren. Für die Islamfeinde ist es eine Bestätigung.

Neun der zehn nicht organisationsgebundenen muslimischen Mitglieder der Islamkonferenz (DIK) haben dem Innenminister einen Brief geschrieben:

Der Grundgedanke der DIK ist eine ideologiefreie und versachlichte Auseinandersetzung mit dem Islam in Deutschland unter Einbeziehug von allen wichtigen Akteuren und mit Blick auf eine Zukunftsgestaltung, in der Inklusivität und Kooperation, und nicht Marginalisierung und Polarisierung herrschen. Im ersten Jahr der zweiten Mandatsperiode der DIK, in welcher der Fokus auf einer verstärkten Hinwendung zur praktischen Umsetzung dieses Prinzips lag, herrschte über diesen Grundgedanken weitestgehend Konsens bei muslimischen wie nichtmuslimischen Teilnehmern.

Der neue Duktus aus dem Innenministerium lässt nun Zweifel daran aufkommen, ob diese Dialog- und Integrationsfunktion der DIK aus staatlicher Perspektive weiterhin angestrebt wird. Es scheint, dass die vielfältigen Erscheinungsformen des Islams in Deutschland wieder einmal auf extremistisches Potential und Gefahrenmomente reduziert werden sollen.

(Quelle: Deutsch-Türkische Nachrichten)

Die Islamverbände sollten es sich gut überlegen, ob sie an der angekündigten Sicherheitskoferenz teilnehmen – und unter welchen Bedingungen. Sie tun gegen gewalttätigen Islamismus was sie können – aus eigenem Interesse. Nur, islamistische Terroristen kümmern sich nicht um die für sie verächtlichen Islamverbände. Diese Sicherheitskonferenz dient dem Interesse des Ministers, der nochmal etwas für den Mob tun möchte.

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111 Kommentare
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  1. Miro sagt:

    Nachtrag

    Um es nochmal ganz deutlich zu machen, es ist die Scheinheilichkeit die mich in aller erster Linie an Verbänden und Moscheevereinen stört, neben so Dingen wie dem Mitregieren eines Erdogans ins Deutschland über das trojanische Pferd Dtip oder der Intoleranz viele gläubiger Muslime gegenüber allem was islamischen Regeln, Anweisungen und Ansichten widerspricht.
    Sie müssen außerdem die Minderheitensposition des Islams in Deutschland berücksichtigen, vorallem bei dem was deren Vertreter fordern und sagen und daher ist der Blick über den Tellerrand hinaus angebracht. Wenn sie sich anschauen was in UK bereits los ist beim Thema Islam dann ist Misstrauen erst recht angebracht. Die Globalisierung macht auch von der islamischen Welt nicht halt.
    Kurz zum Verständiss, der Koran kennt mekkanische und medinische Verse. Erstere stammen aus der Zeit als Mohammed mit seinen wenigen Anhängern eine Minderheit in Mekka war. Viele Verse aus dieser zeit sind problemlos, teilweise tolerant und für die damalige Zeit sogar fortschrittlich. Als er aber in Medina in eine Mehrheitsposition kam änderten sich seine Ansichten und damit der Koran und Islam drastisch. Leider wird diese spätere Phase höher bewertet als die frühere und da Mohammed in allem das Vorbild ist, ist auch diese unterschiedliche Betrachtung von Minderheitenislam und Mehrheitsislam Vorbild. Ganz so wie es des der Ex-ZDM-Vorsitzende einst formulierte. Ich hatte das Zitat bereits genannt und er hat es genau so gesagt.

  2. Realist sagt:

    @Leo Brux
    „Da hetzen Sie schon wieder, Miro.“

    Vielleicht hat er auch einfach keine Ahnung! Weil keiner auf die Idee gekommen ist ihm das zu erklären, denn sobald man mit solch einer Kritik kommt, dann kriegt man doch eigentlich immer nur die gleiche Antwort: In Deutschland herrscht Religionsfreiheit und deshalb muss ich nicht über das angesprochene Thema reden.

    Ich muss sagen, als ich am anfang zum Migazin gekommen bin, da hatte ich einfach keine Ahnung von diesem ganzen Thema, ausser den Dingen die ich in meinem Alltag erlebe, aber das Migazin hat irgendwie eine Art und Weise manche Themen darzustellen, dass man als Einheimischer immer das Gefühl kriegt, man wäre schlussendlich immer an den Integrationsschwierigkeiten vieler Muslime Schuld.
    Das Migazin drängt die Einheimischen in eine Ecke, in der sie sich nur noch verteidigen können und manchmal muss man halt auch mal auf das Niveau vom Migazin hinabsteigen und einfach mal einen richtig blöden Spruch hinterlassen, damit man den angelesenen Frust nciht noch mit in die reale Welt nimmt.
    Ich war nie ein Islamfeind, aber ich muss zugeben, dass das Migazin mich dazu gemacht hat, weil ich den gegenseitigen Umgang hier einfach unter aller S** finde. Vorallem wird einem auf Migazin klar, dass die meisten Migranten genauso von Vorurteilen genüber den Einheimischen zerfressen sind, als es die Mitglieder von PI sind. Also schlussendlich ist es wahrscheinlich egal ob man auf PI die Artikel liest oder hier auf Migazin, denn schlussendlich kommt immer das gleiche raus! Nämlich nichts ausser Hass und Hetze.
    Sie verehrter Herr Brux sind genauso ein Hetzer wie ich, wie die PI’ler und wie Geert Wilders, nur dass Sie in ihrer gelebten Realität glauben Sie würden die Nachkommen irgendwelcher Judenhetzer aus den 20er 30er Jahren hier bekämpfen.

  3. Leo Brux sagt:

    keton,
    Hetzer sind nun mal Hetzer, auch wenn es die einen etwas raffinierter anstellen als die anderen.
    Dass hier in Deutschland so viele Menschen unter der „Religionsideologie“ der Muslime leiden – mehr als unter der neoliberalen Ideologie, sozialdarwinistischen Ideologie, katholisch-konservativen Ideologie, evangelikalen Ideologie, atheistischen Ideologie, etc. – eine solche Darstellung und Unterstellung ist Teil der Hetzkampagne.

    Ich vergleiche außerdem die Situation der Muslime nicht mit der der Juden ab 1933, sondern vor 1933, und die anti-islamische Hetze nicht mit der antisemitischen (biologistischen) der Nazis, sondern mit dem Alltags-Antisemitismus der braven Bürger vor 1933. Juden konnten deshalb trotzdem gut einigermaßen sicher in Deutschland leben, arbeiten und Karriere machen – die Diskriminierung und partielle Ausgrenzung war aber spürbar. – Vor einem 1933 stehen wir noch nicht, keton.

    Auch Minderheiten müssen sich im Rahmen unserer Gesetze bewegen. Die Muslime halten unsere zivilisatorische Standards im Durchschnitt wohl besser ein als die nicht-muslimische Bevölkerung. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob das so ist; man kann auch im einzelnen verschiedener Meinung sein, was diese Standards sind, aber meiner Einschätzung nach sind gerade die gläubigen Muslime im Durchschnitt besonders anständige Menschen.

    Ein grüner Grundwert ist: Schütze die Minderheiten vor der Diskriminierung durch Mehrheiten und vor der institutionellen Diskriminierung. keton, das haben Sie wohl nie verstanden.

  4. Leo Brux sagt:

    Miro,
    mit anderen Worten, Sie beschäftigen sich nicht mit den WIRKLICHEN Muslimen in Deutschland, nicht mit dem WIRKLICHEN Islam in Deutschland, sondern mit etwas, das Sie kombinieren aus ihrem eigenen Islamstudium mit einigen Informationen aus ausgewählten arabischen Ländern. Dabei zeigen Sie, wie ich früher schon festgestellt habe, eine interessante Bevorzugung von Dogmatismen und Fundamentalismen. Wären Sie Muslim, so wären Sie ein fundamentalistischer, salafistischer Muslim.

    Das sind die allermeisten Muslime in Deutschland aber nicht. Da Sie, Miro, sich nicht für die wirklichen Menschen und ihr wirkliches Leben interessieren, sondern sich lieber in Ihrer Phantasiewelt aufhalten, in der sich das Feindbild schön hegen und pflegen lässt und in der man sein Ressentiment genießen kann, entgeht Ihnen die Realität der Muslime in Deutschland – und so werden Sie erstens leicht paranoisch gegenüber einer eingebildeten Gefahr und beleidigend gegenüber meinen persönlichen Freunden.

    Auf dieser Basis funktioniert Kritik nicht, Miro. Da red ich nicht über die Aspekte des Islam, bei denen ich mir einen allmählichen Wandel wünsche.

    Auf den Link zu dem Zitat, das Sie so gern erwähnen, warte ich noch immer.

  5. Miro sagt:

    @Leo Brux
    Sie sind und bleiben ein naiver Träumer der die Augen vor der Realität verschließt.
    Wir sollen also vor den gesellschaftlichen Zuständen von Ländern wie Saudi Arabien, Iran, Pakistan, Afghanistan,Somalia, Yemen, Libanon, etc. die Augen verschließen und uns lieber nur auf die hiesigen Muslime konzentrieren die ja alle ach so friedlich und integriert sind und nicht etwa den gleichen Leeren unterliegen? Wissen sie das ist so als ob man sagt das Tschernobyl oder Fukushima nichts mit der deutschen Atomkraft zu tun haben. Unsere Kernkraftwerke und Bedinungen sind ganz anders, wir haben hier die WIRKLICH sicheren Kraftwerke, die halten sich an unsere Standarts und sind alle ganz harmlos.
    Oh sie stimme da nicht zu? Beschäftigen sich sich etwa lieber mit ausgewählten Informationen anderer Länder? Sind sie etwa ein irrationaler, grüner Atompanikmacher?
    Wissen sie ich bin für den zügigen Ausstieg aus der Atomkraft, nach Fukushima umsomehr. So richtig und zutreffend die Analyse der Grünen beim nuklearen Restrisiko ist, so falsch und naiv ist es es bei der Betrachtung des islamischen Restrisikos. Den wir haben und hatten schon viele kleinere und größere islamische Fukushima (9/11, London, Madrid, Theo Van Gogh, Karrikaturenstreit und und und), übrigens auch mit höheren Opferzahlen verbunden. Diese werden jedoch alle gnadenlos ignoriert und schöngeredet.

    Das sie unfähig sind sich selbst über diverse doppelzüngige Islamvertreter zu informieren zeigt auch wie wenig sie noch an der Realität interessiert sind. Sie haben ihr Weltbild aufgebaut und nichts darf und kann dieses Weltbild noch stören.
    „“In den arabisch sprachlichen Publikationen haben wir einen wirklich radikalen Nadeem Elyas, den wir in seinen deutschsprachigen Publikationen nicht wieder erkennen.“ Dazu im Juli 2003 NRW-Verfassungsschutz-Chef Hartwig Möller im report-Interview: „Herr Elyas ist Repräsentant der Muslimbruderschaft.“ Die Muslimbrüder sind die ägyptische Urzelle der heute weltweit agierenden Islamisten.““
    http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/die-konvertitinnen-sind-im-kommen/
    Können sie sich noch an die norwegische Reportage erinnern? Egal, es interessiert sie ja eh nicht, vermutlich würden sie erst aufwachen wenn in Deutschland öffentlich Löcher ausgehoben und Baukräne umfunktioniert werden. Und dann wären sie überrascht, denn man konnt es ja überhaupt nicht kommen sehn. Genauso wie der nukleare Supergau in einem stark gefährdeten Erdbebengebiet überhaupt nicht vorherrsehbar war.
    Ich beende hier die Diskussion, denn sie führt zu nichts mehr. Zum Glück sind die Deutschen nicht nur in der Frage Atom mehrheitlich vernünftig, sondern auch in der Frage Islam. Auch wenn sie letzteres unglaublich schmerzen muss. Und bilden sie sich ja nicht ein sie wären hier der Gute und alle anderen, wie ich, handeln aus bösen Motiven.

    MFG

  6. Leo Brux sagt:

    Realist,
    es ist eine böswillige Unterstellung, wenn Sie sagen, über den Islam könne und dürfe man nach Meinung der Muslime in Deutschland und ihrer nicht-muslimischen Verteidiger nicht kritisch reden und schreiben. Es gibt einen Unterschied zwischen Hetze und Kritik. Ich hab diesen Unterschied hier schon öfters beschrieben.

    Als Sie das MiGAZIN zu lesen angefangen haben, haben Sie natürlich Ihre Vorurteile bereits mitgebracht. „Das Migazin drängt die Einheimischen in eine Ecke, in der sie sich nur noch verteidigen können …“ – da wird auf die Türken und (seit einigen Jahren speziell auf die Muslime) seit den 70er Jahren eingedroschen, was das Zeug hält, das wird also seit 40 Jahren gehetzt gegen eine relativ kleine Minderheit von Menschen, die sich kaum wehren können, und SIE, Herr Phantast, meinen, eines der wenigen Medienorgane von Migranten in Deutschland, das die Dinge aus der Sicht der Migranten betrachtet, dränge die Einheimischen in eine Ecke, in der sie sich nur noch verteidigen können …

    Also, da verprügelt ein Mann seine Frau immer wieder nach Strich und Faden, irgendwann fängt sie an, sich kratzend zu wehren – woraufhin der Prügler beleidigt auf die Kratzspuren verweist und diese zur Rechtfertigung für seine Prügelei anführt.

    Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die angreifen und denen, die sich gegen den Angriff verteidigen. Der sachliche Ton, der im MiGAZIN herrscht, spricht im übrigen gegen Ihre Hetze. Immerhin gehören Sie, Realist, zu den wenigen Hetzern, die es offen zugeben, dass Sie hetzen. Jetzt bräuchten Sie nur noch ein Buch zu lesen, dass Ihnen die antisemitische Hetze der Normalbürger aus dem Deutschland der 20er Jahre (nicht der Nazis!) erzählen würde, und die Ähnlichkeit der Hetze würde Ihnen wie Schuppen von den Augen fallen …

  7. Leo Brux sagt:

    Miro,
    wie wir feststellen können, haben Sie nach dem Link gesucht, der das böse Zitat enthalten sollte — und keinen gefunden. Als Ersatz haben Sie dann einen wüsten Emma-Artikel ausgegraben. Wär es nicht angebracht gewesen, die Sachlage offen zuzugeben?

    Geradezu rassistisch ist Ihre Argumentation, wenn sie die Muslime als sozusagen radioaktiv verseuchte Menschen darstellen. Da gewinnt Ihre Rede echte Nazi-Qualität. Keine Ahnung von den Menschen, die Muslime sind, zu haben — und dann solches groteskes Zeug auf sie loszulassen … Mannomann!

    Irgend ein Muslim auf der Welt begeht ein Verbrechen – und Miro verhaftet (symbolisch) alle Muslime in Deutschland dafür. Sippenhaft. Als ob die Juden Muslime nicht Individuen wären, Personen, die für sich selbst und für ihre eigenen Taten verantwortlich wären, aber nicht für die der anderen …

  8. Maenam sagt:

    Schauen Sie mal was ich hier erfunden habe Leo:

    „Wir können die Errichtung des islamischen Staates nur erreichen, wenn wir das islamische Leben errichten.“ (N.Elyas am 19.03.1994 in der Bilal-Moschee in Aachen)

    „Wir müssen Einfluss auf die Politik des Staates nehmen und die wichtigsten Stellen im Lande besetzen.“(Nadeem Elyas am 19.02.2005 in der Moschee in Mainz-Kostheim)

    „Die deutsche Verfassung sei zu akzeptieren, zumindest so lange, wie die Muslime in der Minderheit seien.“(N. Elyas in Hamburg)

    „Die islamische Bewegung muß die Macht im Staate ergreifen, sobald sie moralisch und zahlenmäßig so stark ist, daß sie die bestehende nichtislamische Macht stürzen und eine islamische Macht errichten kann.“(Der bosnische Präsident A.Izetbegovic in „Die Welt“ am 09.02.1993)

    „die lebensrealität unserer muslimischen kinder und jugendlichen sieht doch ganz anders aus, als wir usn muslimisches leben vorstellen.
    sie sitzen den halben tag in gemischten schulklassen mit ungläubigen zusammen und auch an den nachmittagen sitzen unsere muslimischen jugendlichen oft keineswegs zuhause im gebet aufgeteilt in gleichgeschlechtliche gruppen.“
    http://www.islamforen.com/index.php?showtopic=3020&st=20

    Erdogan sagte im Kanal D TV über den Begriff „moderater Islam“, der im Westen oft zur Beschreibung seiner Partei AKP benutzt wird:

    „Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.“

    Erdogan:“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

    Alles nicht wahr für Ignoranten.
    Sie wollen Links?, googeln Sie selbst. Sie haben doch offensichtlich die Zeit dazu.

  9. Leon sagt:

    @ Leo Brux
    Wo hat denn Miro Muslime als quasi radioaktiv verseuchte Menschen dargestellt? Nirgendwo – aber gleich noch Sippenhaft, Jude und Nazi nachschieben.
    Wie war das noch einmal mit der Hetze?

  10. Leo Brux sagt:

    Das Erdogan-Zitat ist authentisch,
    Maenam,
    aber woher haben Sie die Elyas-Zitate? Bei den verlinkten Islamforen kann ich sie nicht finden.

    Aber nehmen wir mal an, Elyas habe das gesagt. Dann wäre das, was er da gesagt hat, einfach lächerlich. Nicht gefährlich, sondern lächerlich. Die Muslime in Deutschland haben nicht eine einzige Machtposition in Deutschland inne. Regierungen, Parlamente, Gerichte, Medien, Konzerne, Polizei, Militär — nirgendwo ein Muslim zu sehen, der in irgend einer Weise verbunden sein könnte mit der Elyas-Verschwörung. Es ist auch kein Weg in Sicht, wie eine islamistische Truppe diesem Ziel irgendwie näher kommen könnte. Man müsste schon Paranoiker sein, um da eine Gefahr zu entdecken.

    Im Falle von Erdogan würde ich sagen: Schauen wir an, was er praktisch für Politik macht. Für einen guten Demokraten werden wir ihn beide nicht halten — aber dass die Türkei unter ihm islamisiert worden sei, das stimmt offensichtlich auch nicht. 78 Frauen kandidieren auf den Listen der AKP – nur eine trägt Kopftuch … das nur mal als kleinen Hinweis. Die Türkei bleibt auch unter der AKP ein eher säkulares Land. Und will es auch bleiben. Daran kann auch ein Erdogan nichts ändern, selbst wenn er wollte.


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